Blogbeiträge Seite 7

Wir wurden darum gebeten, diese derzeit laufende Umfrage auf unseren Seiten zu teilen. Schwerpunkt der Umfrage ist die Nutzung von Onlineforen und Chats zum Thema Pädophilie. Wenn du selbst pädophil und/oder hebephil (und mindestens 18 Jahre alt) bist und gerne teilnehmen möchtest, findest du hier den Link: https://www.soscisurvey.de/OnlineSocialSupport/?r=F1

Dieser ist auch mit Tor nutzbar.

Die Umfrage ist auf englisch, daher hier auch einmal der originale Aufruf zur Umfrage:

Hello. We are a team of researchers looking for Minor Attracted Persons (MAPs) with a sexual attraction to pre-pubescent and/or pubescent children to take part in a study on the use of online forums and online social support.

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Kindesvernachlässigung – eine moderne Tragödie

Um Kindesvernachlässigung handelt es sich, wenn die grundlegenden Bedürfnisse eines Kindes wie Fürsorge, Nahrung oder Zuwendung bewusst oder unbewusst vernachlässigt werden. Die Folgen der Vernachlässigung reichen von Entwicklungs- und Persönlichkeitsstörungen bis hin zu körperlichen Schäden. [1]

Kinder sind – besonders in jungem Alter – nicht dazu in der Lage, ihre Bedürfnisse alleine zu stillen und daher auf fürsorgende Erwachsene angewiesen. Die Bedürfnisse von Kindern und von Menschen im Allgemeinen sind vielfältig (vgl. "Maslow’sche Bedürfnispyramide") und reichen von körperlichen Bedürfnissen wie Essen, Trinken, Schlaf, gesundheitlicher Versorgung und Körperkontakt hin zu emotionalen Bedürfnissen wie dem nach Sicherheit, Geborgenheit, Liebe oder Wertschätzung.

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In einem kühlen Frühlingsmonat wird auf einem Bauernhof ein rot getigertes Kätzchen geboren. Zusammen mit seiner Mutter und den Geschwistern lebt es im Stroh in der Scheune, wo es warm und geborgen ist. Eines Tages ist das Katzenjunge dem vielen Spielen mit seinen Geschwistern überdrüssig und so tapst es heimlich aus der Scheune, um die Welt darum herum zu entdecken. Das Katzenkind begegnet einem wunderschönen Schmetterling, dem es folgt, und ein paar Blätter die es versucht zu fangen. Als sich die Sonne schon dem Horizont zuneigt wird das Kätzchen müde und sehnt sich wieder nach der Nähe und der Milch seiner Mutter. Aber als die kleine Katze sich umsieht muss sie festellen, dass sie den Bauernhof mit den Schafen und dem roten Scheunentor aus den Augen verloren hat. Verängstigt irrt das Kätzchen also umher, um den Weg zurück zu seiner Mutter zu finden. Die Pfoten des kleinen Tieres führen es dabei tief in einen Wald.

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Wie einige die mir schon etwas länger folgen eventuell mitbekommen haben, war ich bis zum Start der Anti-Puppen-Kampagne sehr still auf Twitter. Und für die, die es nicht tun, ja vor dem Gesetz hatte ich einen Account mit, wenn es hoch kommt, 30 Tweets. Heute habe ich einen 2. und mehr als 1000. Bis zu diesem Gesetzesentwurf habe ich mich rausgehalten und die Allgemeinheit machen lassen. Die Regelungen betrafen mich nicht besonders und ich war mit ihnen im großen und ganzen einverstanden. Ich habe Deutschland, die Regierung und diese Regelungen sogar mehrmals verteidigt.

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Titelbild zu Eine unbeschwerte(re) Kindheit

Es handelt sich hier um eine von mir verfasste fiktive Geschichte, die lose an die Kindheit meines früheren Freundes angelehnt ist. Ich habe sie schon einmal in einem anderen Kontext veröffentlicht, finde sie aber auch ganz passend für KiH, weshalb ich sie hier noch einmal mit den Leuten teilen möchte. Ein paar Kleinigkeiten habe ich etwas überarbeitet.

An diesem Tag wurde ich durch das ungewöhnlich laute Gezwitscher der Vögel geweckt. Ich kniff die Augen zusammen und wollte mir meine Decke über den Kopf ziehen um noch ein wenig weiterschlafen zu können, doch griff dabei ins Leere – 'Wohl schon wieder vom Bett gefallen', dachte ich bei mir, kauerte mich zusammen und schlang fröstelnd die Arme um meine Beine um mich auf diese Art zu wärmen. Schlimmer noch, als die Tatsache, dass meine Decke nicht da war, war jedoch diese unbequeme Matratze. War die schon immer so hart gewesen...Und wieso fühlte sie sich auf einmal so kühl an?

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Gastbeitrag

Ich halte diese Website und WsaM (Anm. d. Red.: unser Anti-Stigmatisierungsprojekt Wir sind auch Menschen) für gut und enorm wichtig! Pädophilie ist eine der meistgehassten Dinge, die es in unserer Gesellschaft gibt. Ein Outing eines pädophilen Menschen wird Verachtung und Stigmatisierung zur Folge haben. Allein eine Meinungsäußerung, die sich nicht gegen Pädophilie richtet, kann in unserer Gesellschaft großen Hass auslösen. Manche Leute wären sogar bereit Pädophile ohne Grund zu ermorden. Deswegen ist es sehr wichtig, gegen das Stigma vorzugehen, und ich finde es toll, dass ihr es macht! Ich hoffe, ihr bekommt viele weitere Mitglieder, die euch supporten und größer machen!

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Dr. Sara Jahnke von der Åbo Akademi Universität in Turku / Finnland rekrutiert aktuell Frauen und Männer mit sexuellem Interesse an Kindern für eine Onlinebefragungsstudie.

Darin geht es um die Themen sexuelle Interessen, Labels und Selbstbezeichnungen, Einstellungen zu und Erfahrungen mit Therapie sowie psychische Gesundheit, Stigma und Wohlbefinden. Die Teilnahme dauert zwischen 10 und 20 Minuten und ist vollständig anonym. Es können auch Menschen teilnehmen, welche niemals Therapie in Anspruch genommen haben oder die keine Therapie suchen oder benötigen.

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Gastbeitrag

Vorwort:

Dieses Verbot hat ja einige Auffälligkeiten. Hier nur zwei von diesen, viele andere sind hier auf KiH schon genannt worden:

1) Durch den Verkauf und die Benutzung kommt niemand zu Schaden. Ich halte die Strafbarkeit für juristisch problematisch.

2) Es erfolgt hier eine Umdrehung der Kausalität: Es ist ja nicht so, dass jemand durch Zufall in Besitz einer Kinder-Sexpuppe gerät und an dieser dann pädophil wird. (Dass ein Japaner in seiner beengten Wohnung womöglich ein Größenproblem bei der Verstauung hat, möchte ich hier mal vernachlässigen.) Es ist vielmehr umgekehrt: Ein Pädophiler ist sich darüber im Klaren, dass er seine Neigung nicht praktisch geltend machen kann, und verschafft sich ersatzweise Erleichterung mit solch einer Puppe.

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Vor einiger Zeit machte in der Community die Hetzrede der AfD-Abgeordneten Iris Dworeck-Danielowski die Runde. Und im Zuge dessen dürfte einigen auch der Name Arndt Klocke ein Begriff sein. Richtig. Es handelt sich um den Mann, der sich die gesamte Hetzrede stumm anhörte und bei der ersten Erwähnung von Homosexualität, gegen Ende, die Fassung verlor. Es scheint ihm ungeheuerlich, wie jemand gegen Homosexualität hetzen kann. Hetze gegen Pädophilie ist für ihn dabei jedoch scheinbar eine Selbstverständlichkeit.

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Wenn ich sage, dass ich zutiefst enttäuscht von der Menschheit bin, klingt das erstmal ziemlich abgedroschen. Eine schwache Aussage, die schon viel zu oft genutzt wurde. Sie kann einfach nicht all die Emotionen ausdrücken die damit verknüpft sind - aber das ist wohl wie man am besten zusammenfassen kann, was ich zur Zeit fühle. Ich bin regelrecht angewidert - von allem und jedem. Ich bin wütend, empfinde Angst, hege Zweifel an dem was ich tue, spüre wie ich zunehmend zynischer werde. Die Enttäuschung macht mich fassungslos und lähmt mich.

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Die Leute […] denken sich gern Ungeheuer und Ungeheuerlichkeiten aus. Sie selbst kommen sich dann weniger ungeheuerlich vor. Wenn sie sich volllaufen lassen, betrügen, stehlen, die Frau mit dem Riemen prügeln, die alte Großmutter hungern lassen, mit der Mistgabel einen in die Falle geratenen Fuchs erstechen oder das letzte Einhorn der Welt mit Pfeilen spicken, stellen sie sich gern vor, dass die Mora, die im Morgengrauen durch die Hütten geht, noch schlimmer ist als sie. Davon wird ihnen etwas leichter ums Herz. Und es lebt sich einfacher. - Geralt von Riva (Andrzej Sapkowski – Der letzte Wunsch – Seite 232)

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Liebe KiH-Leser,

angesichts der aktuellen politischen Umstände und des am Mittwoch beschlossenen Gesetzesentwurf der Bundesregierung, sehen wir uns gezwungen unsere Grundsätze auf KiH anzupassen.

Unsere Ansicht war von Anfang an, dass Kinder vor sexuellen Übergriffen jeglicher Art, egal ob direkt oder indirekt, geschützt werden müssen. Unter dem Titel "Kinder im Herzen" verstehen wir auch, dass uns ihr Wohlergehen am Herzen liegt, und wir jeden Schaden von ihnen abwenden wollen. Aus diesem Grund waren wir immer gewillt, das in Deutschland geltende Strafgesetzbuch (StGB) zu akzeptieren. Dies haben wir versucht, klar in unseren Grundsätzen zum Ausdruck zu bringen:

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Letzte Woche wurde vor dem Landesgericht in Köln ein Urteil im Missbrauchskomplex Bergisch-Gladbach gesprochen. Ein 43-jähriger Vater wurde des wiederholten Missbrauchs seiner heute drei Jahre alten Tochter schuldig gesprochen und zu 12 Jahren Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt. 

Dieser Fall ist für sich genommen schon erschütternd genug, doch die Ermittlungen haben außerdem den Blick auf eine Parallelwelt eröffnet, deren Ausmaß bundesweit für Schock und Entsetzen gesorgt hat. Eine Sonderkommission der Polizei, die BAO Berg, hat mit hunderten Ermittlern insgesamt über 200 Tatverdächtige in allen 16 Bundesländern ermittelt, die in diversen Chaträumen Kinderpornographie ausgetauscht, mit Missbrauch geprahlt oder sich teilweise gegenseitig zum Missbrauch angestachelt und verabredet haben. Eine dieser Chatgruppen auf Threema hatte alleine schon 76 Teilnehmer.

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Titelbild zu Von Pädos und Alkis

Manche Leute vergleichen unsere Situation gern mit der von Alkoholikern. Andere wiederum kritisieren diesen Vergleich sehr stark. Für die Kritik gibt es dabei gute Argumente, denn die Ansicht sexuelle Bedürfnisse seien ähnlich dranghaft-unkontrollierbar wie eine Sucht ist ein Punkt, an dem unsere ganze Gesellschaft krankt. Trotzdem benutzt Prof. Beier gern in Gesprächen und Interviews einen Vergleich, der aus dieser Kategorie stammt. Ich möchte für Herrn Beier und diesen Vergleich gern einmal eine Lanze brechen und erörtern, was in meinen Augen da dran ist und was auch nicht.

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In Wien haben sich vor einigen Tagen einige äußerst kuriose Geschehnisse abgespielt. 

Auf einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen stürmte die Aktivistin Jennifer Klauninger mit einer erbeuteten LGBT-Fahne auf eine Bühne und zerriss vor versammelter Menge wutentbrannt besagte Fahne. Währenddessen hielt sie eine flammende Rede, in der sie der über die LGBT-Gemeinde sagte: "ihr seid kein Teil unserer Gesellschaft". Kinder müssen geschützt werden, sagte sie, und impliziert damit, dass Homosexuelle eine Gefahr für Kinder sind, die nicht existieren darf.

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Da es ja das Ziel diese Blogs ist, „ein breiteres Bild zum Thema Pädophilie in die Öffentlichkeit zu tragen“, möchte ich heute, gewissermaßen als Gegenpol zu all den Medienberichten, die Pädophile als empathielose Monster zeigen, einmal von einem Mädchen erzählen, in das ich verliebt war und immernoch bin und was es für mich wirklich bedeutet, pädophil zu sein. Es bedeutet nämlich nicht, dass ich einen krankhaften Trieb in mir habe, den ich nur mit Mühe und unter Qualen kontrollieren kann. Es bedeutet einfach, dass ich mich Hals über Kopf in ein kleines Mädchen verlieben kann und dass ich möchte, dass es ihr gut geht.

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Heute vor genau einem Jahr haben wir unser Blogportal geöffnet. Die Idee war es, pädophilen Menschen, die sonst kaum eine Stimme in unserer Gesellschaft haben ein Sprachrohr zu geben, mit dem sie ihre Gedanken und Ansichten äußern können.

Seit unserer Eröffnung haben acht Autoren und neun Gastautoren insgesamt fast 100 Beiträge geschrieben: Persönliche Erlebnisse, Gedanken, Medienanalysen, Satire, sogar kreative Beiträge wie Gedichte und Kurzgeschichten. Wir freuen uns sehr über die Vielfalt an Stimmen, die auf unserer Plattform zum Ausdruck gekommen sind und hoffen, damit wertvolle Eindrücke für den gesellschaftlichen Diskurs zu unserem Thema beitragen zu können.

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Wenn ich mich im Internet in Foren wie z.B. gutefrage.net in Diskussionen zum Thema Pädophilie einbringe und mich als pädophil zu erkennen gebe, dann gibt es verschiedene Arten, wie die Leute darauf reagieren. Hier möchte ich einmal die wohl 5 Häufigsten davon vorstellen:

1. „Ihr seid Abschaum und man sollte euch einsperren“

„Einsperren“ kann man auch durch „töten“, „zusammenschlagen“ oder ähnlich nette Wörter ersetzen. Hierbei handelt es sich wohl um die Antwort des durchschnittlichen BILD-Lesers und solche Leute sind dann wohl auch für körperliche Angriffe auf (vermeintlich) pädophile Menschen verantwortlich, wie sie

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Liebe Leser,

die letzten Wochen und Monate wurden erschüttert von der Aufdeckung großflächiger Missbrauchsnetze, hitzigen politischen Debatten, Rufen nach Gesetzesänderungen und härteren Strafen. In diesem Klima ist es so ziemlich unmöglich, einen ruhigen Diskurs zum Thema Pädophilie zu führen, und das Thema getrennt von Kindesmissbrauch zu betrachten. Über Pädophilie wird zwar auch sonst meistens nur im Kontext von Straftaten und Prävention berichtet, aber diese Assoziation scheint im Moment ganz besonders stark in den Medien verbreitet zu sein. Das zeigen auch die Fundstücke, die ich diese Woche in meiner Kiste gesammelt habe.

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Lieber Leser,

dieses Mal bringe ich in meiner Kiste einige Beiträge mit, die sich tiefergehend mit dem Thema Pädophilie beschäftigt haben. Was grundsätzlich keine schlechte Sache ist, wird leider dadurch ein wenig getrübt, dass all diese Betrachtungen durch die letzten Missbrauchsskandale motiviert sind. Und somit wird das Thema nur unter dem Aspekt der Straftatprävention diskutiert, und pädophile Menschen in dem Zusammenhang vor allem als "potentielle Täter" betrachtet. Nichtsdestotrotz habe ich diese Woche neben einigen weniger gelungenen Beiträgen auch einige positive Perlen mitgebracht, die einen etwas differenzierteren Blick in die Diskussionen getragen haben.

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Über uns

Kinder im Herzen ist ein Weblog zum Thema Pädophilie, der von pädophil empfindenden Menschen betrieben wird, die sich entschieden haben ihre sexuellen Wünsche nie mit Kindern auszuleben. Wir schreiben über diverse Themen im Zusammenhang mit Pädophilie, die uns bewegen.

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Neuste Kommentare

@Sirius Deine Versuche an der gesellschaftlichen Situation pädophiler Menschen etwas zu ändern, sind nicht kläglich gescheitert. Auch wenn du bei deinen Kämpfen gegen Windmühlen permanent verlierst, so hast du trotzdem sehr viel bewirkt: Alleine schon durch deine Versuche etwas zu ändern, gibst du den pädophilen Menschen die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Vermutlich hast du dadurch schon den ein oder anderen Suizid vorgebeugt und somit Leben gerettet, ohne es zu wissen. (meine Meinung) Stell dir einfach mal vor, es gäbe die Verfassungsbeschwerden gar nicht. Durch jeden Versuch, egal ob er am Ende scheitert oder nicht, schenkst du genau den Leuten immer wieder neue Hoffnung, die sie am meisten brauchen. Denk bitte daran, wenn dich die Zweifel plagen.
Mir geht es eigentlich gar nicht darum, welche Rechte gesetzlich verankert sind, sondern viel universaler um gesellschaftliches Zusammenleben im Allgemeinen. Um die Fragen, unter welchen Voraussetzungen dieses besser gelingen könnte, und welche Erwartungen man aneinander stellen kann. Ich hatte den Eindruck, dass solche Diskussionen auch in eurem Interesse liegen müssten. Aber: "Und das sehe ich eben anders. Und ich denke, damit ist zu diesem Thema jetzt auch alles gesagt." Du hast anscheinend keine Lust mehr auf diese Gespräch, das akzeptiere ich und bedanke mich für die Gedankenimpulse bis zu dieser Stelle. Viel Erfolg noch. ....... Eine Schlussbemerkung möchte ich mir noch erlauben: "ein Bedürfnis nicht unwissentlich sexuell wahrgenommen zu werden, gibt es nicht." Ich glaube, sehr viele Menschen würden hier Maslow widersprechen und so ein Bedürfnis eben doch für sich geltend machen wollen. Mein letzter Gedanke.
Das Recht auf freie Persönlichkeitsentfaltung und das Recht auf freie Berufswahl sind jeweils im Grundgesetz verankert. Das Recht nicht sexuell wahrgenommen oder nicht in sexuellen Fantasien aufzutauchen, existiert nicht. Selbstverwirklichung ist nach Maslow ein menschliches Bedürfnis, ein Bedürfnis nicht unwissentlich sexuell wahrgenommen zu werden, gibt es nicht. Deine Fragen werde ich nur zusammenfassend abhandeln. Alle diese Szenarien haben gemein, dass sie reale Kinder betreffen und in der Interaktion mit realen Kindern stattfinden, was schonmal fundamental verschieden zu einer Fantasie ist. Dazu kommt, dass aus diesem Grund jedes dieser Szenarien mit einer inhärenten Gefahr verbunden ist, die Fantasien nicht mit sich bringen. Du schreibst, dass in diesen Szenarien niemand etwas davon mitbekommt, dass der Erzieher während der Arbeit regelmäßig erregt ist oder er Situationen herbeiführt, die seiner sexuellen Erregung dienen. Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass die Kinder hiervon überhaupt nichts mitbekommen und auch nicht im Nachhinein, wenn sie älter sind, die Bedeutung dieser Situationen verstehen. Aber selbst wenn wir davon ausgehen, konnte der Erzieher sich dessen nicht im voraus sicher sein. Er nimmt daher das Risiko auf sich, dass die Kinder etwas davon mitbekommen und dementsprechend geschädigt werden. Ob du es glaubst oder nicht, aber es gibt vereinzelt Fälle von Missbrauchsbetroffenen, die ihre Missbrauchserfahrungen weder als Kind, noch als Erwachsene, als schlimm ansehen. Deswegen war dieser Missbrauch aber nicht in Ordnung, da das Risiko bestanden hat, dass das Kind traumatisiert wird. Dass dies in einem Einzelfall nicht passiert, ist einfach ein riesiges Glück, macht die Tat aber deswegen nicht weniger egoistisch und verwerflich. Wenn ich zuhause vereinzelt Fantasien von einem Kind habe, diese im Kontakt zu dem Kind aber keine Rolle spielen, dann besteht hier auch keine Gefahr, weshalb dieses Szenario im Vergleich zu den von dir genannten Szenarien grundverschieden ist. Ich glaube, es hat auch etwas mit Respekt und Würde zu tun, und ich frage mich, ob das pädophilen Menschen nicht vielleicht grundsätzlich Abstand gebieten sollte. Und das sehe ich eben anders. Und ich denke, damit ist zu diesem Thema jetzt auch alles gesagt.
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Pädophile sind Menschen. Glaubst du wirklich wir leben aktuell in Würde? Was hat ein Kind davon, wenn ich bestimmte Gedanken meiden sollte? Kannst du das? Einfach so aud Knopfdruck deine Gedanken ausschalten? Man muss die Gedanken akzeptieren, denn sonst entwickelt sich sehr schnell eine POCD (Pädophile Zwangsgedanken). Selbst Präventionsprogramme, wie KTW versuchen das den Betroffenen klar zu machen. Deine Moral schadet uns also aktiv während irgendwelche Gedanken nichts tun, da sie unsichtbar sind. Ich finde diese Doppelmoral auch unerträglich. So viele Menschen haben Gewaltfantasien und Gedanken, aber da kräht kein Hahn nach. Überall wird Gewalt an Kindern sogar als Witz gebracht, visualisiert und kommerziel vertrieben (Rick & Morry, South Park...).
Ich habe den Eindruck, jetzt machst du es dir zu leicht. Sich die Leidvermeidung als Maxime zu setzen ist schön und gut, aber damit kann es in meinen Augen noch nicht getan sein. Jedenfalls nicht, wenn es dir wirklich um gesellschaftliche Anschlussfähigkeit gehen soll. Da spielen Moralvorstellungen und abstrakte Konzepte eben doch eine Rolle. Du führst ja selbst dein Recht auf freie Persönlichkeitsentfaltung und freie Berufswahl an, das sind letztendlich auch nichts anderes als abstrakte Konzepte. Noch eine Frage: Du hast ja jetzt ausgeführt, dass du auf der Arbeit nie sexuell erregt bist. Aber ist das denn überhaupt wichtig? Sagen wir, ein pädophiler Erzieher ist bei der Arbeit regelmäßig erregt, aber niemand bekommt etwas davon mit, und es schadet auch niemandem. Wäre das dann auch in Ordnung? Wenn nein, warum eigentlich nicht? Oder diese Frage: Sagen wir, da ist ein pädophiler Erzieher, und er ist nicht, so wie du, in diesen Beruf hereingerutscht, sondern hat ihn bewusst gewählt, im Wissen, pädophil zu sein. Und er macht einen guten Job. Jedoch ist er dabei auch darauf aus, Masturbationsfantasien zu sammeln. Es ist nicht seine alleinige Motivation, aber auch eine Motivation. Kriegt niemand mit, schadet niemandem. Ist es in Ordnung? Oder noch ein Extrem: Stellen wir uns einen pädophilen Erzieher vor, der sein Handeln durch seine Sexualität beeinflussen lässt. Bewusst und geschickt führt er Situationen herbei, die noch keinen Straftatbestand erfüllen, für ihn jedoch sexuell erregend sind. Aber ansonsten macht er einen einwandfreien Job. Kein Auffallen, kein Schaden, also okay? Wo ist die Grenze erreicht, sofern es denn eine gibt? Sollte die Gesellschaft das alles tolerieren? Wenn sie das nicht möchte, liegt das dann einfach daran, dass sie in ihrem Ekel nicht mehr rational denken kann und zu sehr einer abstrakten "Idee des reinen Kindes" anhängt? Ich möchte noch anmerken, dass ich diese Bezeichnung "Idee des reinen Kindes" nicht ganz treffend finde. Ich glaube, das trifft noch nicht den Kern. Ich überlege aber selbst noch, was eigentlich dieser Kern ist... Ich glaube, es hat auch etwas mit Respekt und Würde zu tun, und ich frage mich, ob das pädophilen Menschen nicht vielleicht grundsätzlich Abstand gebieten sollte. Das sind keine Vorschriften, es ist nur der aktuelle Stand meiner Gedanken.