Thema: COMING-IN

Das Coming-In ist das Gegenstück zum Coming-Out und bezeichnet den Prozess des Eingestehens und Akzeptierens der eigenen pädophilen Neigung. Während man beim Coming-Out also mit der Tatsache, dass man pädophil empfindet, nach außen tritt und andere Personen einweiht, so "outet" man sich beim Coming-In lediglich sich selbst gegenüber.

Alle Beiträge zum Thema

Gastbeitrag

Schon vor seiner Einführung in Deutschland wurde das Puppenverbot (§ 184l StGB) hauptsächlich mit zwei Positionen argumentiert. Die Befürworter*innen sprachen von „Hemmschwellen“, welche durch Puppen hinsichtlich realer sexueller Gewalt gesenkt würden. Diejenigen, welche sich gegen ein Verbot aussprachen, sprachen von der Möglichkeit der Puppen zur „Triebabfuhr“. Von dem Verbot Betroffene wurden nicht gefragt. Und als Betroffener ich bin erstaunt, dass es nur diese beiden Positionen gibt. Denn mein Zusammenleben mit Puppenkindern sah ganz anders aus, sodass ich mich keinen der beiden vorgenannten Extreme anschließen möchte. Daher denke ich, es macht viel Sinn, wenn Menschen wie ich, einmal aus ihrem eigenen alternativen Liebesleben berichten, so wie sie es damals, vor dem Verbot von Liebespuppenkindern, führten. Es ist ein sehr sensibles Thema, denn wer will schon öffentlich über sein eigenes Liebesleben berichten? Doch ich sehe die Notwendigkeit.

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Gastbeitrag

Ich bin Markus

Mein Name ist Markus, ich bin um die 30 und ich habe diesen Namen als mein Pseudonym gewählt, weil es der Name meines verstorbenen Bruders ist. Ich bin pädophil und wurde als Kind sexuell missbraucht.

Kindheit:

Ich wuchs in einer Kleinstadt bei meiner Mutter auf, die mich und meine ältere Schwester schon etwas überbehütet hat. Sie hat gut für uns gesorgt und immer für uns gekämpft. Es gab allein bei mir schon genug zum Kämpfen. Eine falsche Schule, Mobbing, einen Vater der abwesend war... Vieles musste sie abfedern und damit war sie fast immer allein. Ich erlebte diese Zeit als sehr belastend. Aber ich habe auch gute Erinnerungen an meine Kindheit und Jugend. Ich spielte gerne Gitarre und habe schon immer gerne fotografiert. Manchmal übernachtete ich bei meinen Großeltern und genoss die Zeit mit meinem Opa. Ich war auch ein glückliches Kind und daran erinnere ich mich immer gerne zurück.

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Hallo, ich bin der Regenbogenfisch und ich möchte gerne demnächst mehr Beiträge für diesen Blog schreiben und damit meinen Beitrag zur Entstigmatisierung pädophiler Menschen leisten. In diesem Beitrag möchte ich mich erst einmal vorstellen und euch erzählen, wie ich mir meiner Neigung bewusst geworden bin, wie ich damit umgehe und letztlich, inwiefern ich mir einen Wandel in der Gesellschaft in Hinblick auf Menschen mit meiner Neigung erhoffe.

Wenn ich mir die Geschichten anderer Pädophiler anschaue, scheine ich ja noch ziemliches Glück gehabt zu haben. Mein Coming-In hat, von dem ersten Moment an, als ich gemerkt habe, dass ich etwas anders empfinde als normale heterosexuelle Menschen bis zu dem Zeitpunkt als mir bewusst geworden ist, dass ich pädophil bin, etwa ein Jahr gedauert. Ich habe auch nicht groß darunter gelitten, diese Neigung zu haben. Aber ich greife vor.

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Hi Freunde!

Ich habe mich hier noch nicht ausführlich vorgestellt. Daher möchte ich die Gelegenheit nutzen und erzählen, wer ich bin und warum ich hier schreibe.

Ich weiß seit meiner späten Kindheit, dass ich auf Jungs stehe. Zuerst war das ein bisschen außergewöhnlich, aber mehr nicht. In den 90ern war das Schwulenstigma in der Öffentlichkeit vielleicht noch ein wenig größer als heute. Besonders auf den Schulhöfen war man nicht sonderlich beliebt, wenn irgendwer auf die Idee kam, einen als schwul zu bezeichnen. Mein Glück, dass das bei mir keiner gemerkt hat, weil mein Blick beim Sport in der Vierten nicht an meinen Klassenkameraden hängen blieb. Sondern an den Erstklässlern. Insbesondere an einem von ihnen. Auf dem Flur, draußen auf dem Schulhof, oder beim Sport.

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Der Wunsch nach einem Beziehungspartner ist etwas zutiefst menschliches und daher beschäftigt er natürlich auch Menschen mit einer pädophilen Neigung. Aber passt das überhaupt zusammen?

Ich selbst bin nicht kernpädophil, ich kann hier also selbstverständlich nur von meinen eigenen Erfahrungen mit vergangenen Partnerschaften und meiner aktuellen Beziehung sprechen. Ich denke, wenn man nicht ausschließlich an Kindern sondern auch an Erwachsenen sexuelles (und/oder) romantisches Interesse hat, dann ist so eine Beziehung zu einem nicht-pädophilen Menschen durchaus möglich. Dazu ist allerdings, wie in jeder gesunden Beziehung, Offenheit und Verständnis auf beiden Seiten nötig - und die Bereitschaft Kompromisse einzugehen.

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Wenn man sich einmal die Mühe macht und in einer x-beliebigen Suchmaschine Worte wie "pädophile Frauen"oder "Pädophilie bei Frauen" eingibt und ein wenig herumstöbert, so gibt es im Grunde bloß drei Arten von Suchergebnissen:

  1. Die, die einem sagen, es gibt zu wenige pädophile Frauen, als dass man nennenswerte Studien mit ihnen durchführen kann und dementsprechend sind sie auch nicht erwähnenswert in Artikeln, Dokumentationen, Interviews oder Statistiken. Man weiß also nichts über sie.
  2. Die, die einem sagen, dass es natürlich pädophile Frauen gibt, denn Kinder werden schließlich auch von Frauen missbraucht/misshandelt und nicht nur von Männern.
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Hi Frau Apfel, Hi liebes Focus-Team,

wenn man sich als Pädophiler so in der Medienwelt herumtreibt, ist es ja keine Überraschung mehr, an jeder Ecke hanebüchenen Unsinn zu lesen. Es kommt also gar nicht mehr so häufig vor, dass die Dummdreistigkeit einzelner Journalisten, mich noch zu überraschen vermag. Doch heute war wieder so ein Moment. Ich mach‘s ganz kurz: Herzlichen Glückwunsch, Sie haben versagt. ;-)

Dröseln wir‘s mal auf. Vorweg noch: Falls sich jemand vergewissern möchte, dass das auch alles stimmt, was ich hier erzähle, hab ich an entsprechenden Stellen Fußnoten gesetzt. Alles klar? Dann kann‘s ja losgehen. Was sehen wir, wenn wir den Artikel öffnen? Uns springt ein riesiges Bild ins Auge. (siehe Fußnote 1) Eine dunkle, schattenhafte Figur ist im Begriff, sich ein kleines Mädchen zu schnappen. Was hat es nur vor, das grausige Untier? Welch widerwärtiger Plan entfaltet sich im Kopf, der hinter diesen klauenhaften Fingern steckt? Das überlassen Sie geschickterweise der Imagination Ihrer Leser, Frau Apfel. ;)

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Hallo, ich bin das Rotkäppchen. Ich habe diesen Namen gewählt, weil er für mich Naivität und Unschuld ausdrückt und wohl niemand dem ich es nicht anvertraue anhand meiner Erscheinung vermuten würde, dass ich, oder überhaupt irgendeine eine Frau, pädophile Neigungen haben könnte.

Ich wuchs in einem kleinen Dorf auf in dem man jeden zumindest vom Sehen her kannte. Dort verbrachte ich meine Kindheit als Einzelkind abwechselnd bei meinen Eltern und meinen Großeltern, wenn meine Mutter gerade arbeitete. Im Grunde wurde ich von meiner Mutter und meiner Großmutter aufgezogen, da mein sogenannter Vater nicht viel davon hielt, dass es mich gab. Ich war bloß ein Unfall für ihn und deshalb ein Störfaktor, daraus machte er kein Geheimnis, besonders nicht, wenn er schlechte Laune hatte.

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Zu dem Thema Pädophilie existieren bei vielen Menschen Vorstellungen und Annahmen, die sich oft nicht wirklich mit der Realität decken. Die meisten haben höchstens ein theoretisches Wissen zu dem Thema, nur die wenigsten haben je bewusst mit einem pädophilen Menschen gesprochen. Dadurch ergeben sich nur wenige Gelegenheiten, bei denen ein Austausch mit uns statt finden kann und Fragen beantwortet werden können, die Nicht-Pädophile Menschen zu dem Thema haben. Aus dem Grund haben Ruby und ich uns im Juli dazu entschieden, auf der deutschsprachigen

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Gastbeitrag

Die Grübeleien einer nicht-übergriffigen pädophilen Frau

Das hier ist furchteinflößend. Schon alleine diesen Text anonym zu schreiben sorgt dafür, dass mein Herz schneller schlägt. Worüber ich jetzt reden möchte ist sehr schwer für mich, denn jeder dem etwas an mir liegt hat mir gesagt niemals darüber zu sprechen.

Ihr könnt mich Emma nennen. Ich bin eine Frau, ungefähr 30 Jahre alt, und ich bin pädophil. Ja, wirklich.

Lasst uns zunächst einmal ein paar Dinge aus dem Weg räumen. Ich habe keine Zwangsgedanken, das ist keine Phase, und ich sage das nicht um Aufmerksamkeit zu bekommen. Ich bin nicht körperlich abstoßend, oder sozial unfähig, und ich täusche nicht aus einer Laune heraus vor eine Frau zu sein. Eigentlich finde ich, dass ich nichts davon sagen müsste, aber all diese Sachen wurden mir in meinem Leben bereits vorgeworfen. Ich sollte außerdem darauf hinweisen, dass ich keine Kinder missbrauche, mir keine Kinderpornographie angucke, und nicht anfange zu sabbern oder mich anderweitig unangemessen verhalte sobald ein Kind den Raum betritt. Es liegt nicht in meiner Natur, mich wie ein Raubtier zu verhalten. Das Wort "Pädophiler" ist nicht gleichbedeutend mit "Missbrauchstäter". Also, bitte, schlagt euch diese Ansicht sofort aus dem Kopf. Diese beiden Konzepte sind nicht synonym, das Eine lässt nicht zwingend auf das Andere schließen, und wenn dies eine mathematische Gleichung wäre, dann würde die Summe von beidem gleichermaßen nicht '42' ergeben. Ein Pädophiler ist eine Person, entweder jugendlich oder erwachsen, dessen primäre oder ausschließliche sexuelle Neigung auf vorpubertäre Kinder (in der Regel unter dem Alter von zwölf) gerichtet ist. Auch wenn – psychologisch gesprochen – jemand mindestens 16 Jahre alt sein muss um als pädophil gelten zu können, so sind viele von uns, mich selber eingeschlossen, sich schon früher unserer Neigungen bewusst. Auf der anderen Seite ist ein Kindesmissbraucher jemand, der Kinder missbraucht. Es ist wirklich ganz einfach; aber ich schweife ab. Dies sind Informationen, die man überall finden kann, wenn man denn geneigt ist entsprechende Nachforschungen anzustellen. Ich möchte versuchen mein eigenes individuelles Bild zu malen, um euch einen kleinen Einblick in mein eigenes kleines lustiges Leben zu geben. Angefangen hiermit:

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Über uns

Kinder im Herzen ist ein Weblog zum Thema Pädophilie, der von pädophil empfindenden Menschen betrieben wird, die sich entschieden haben ihre sexuellen Wünsche nie mit Kindern auszuleben. Wir schreiben über diverse Themen im Zusammenhang mit Pädophilie, die uns bewegen.

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Neuste Kommentare

Hallo Klase, ich kenne Deine Lebensgeschichte sehr gut und es hat mich sehr mitgenommen, was Dir aufgrund des Unrechtsparagraphen §184l StGB widerfahren ist. Die führenden Köpfe hinter dieser Gesetzgebung (Stahl, Luczak, Fechner und Lambrecht) haben aber meines Erachtens nicht aus dem Bauch heraus, sondern aufgrund einer (rechts-)populistischen Stimmung deswegen entschieden. Immer, wenn ein großer Missbrauchsfall an die Öffentlichkeit getragen wird, so wie damals Aschersleben, Bergisch-Gladbach und Lügde, wird im rechten Eck auf die Trommeln gegen "die Kinderschänder" geschlagen. Es gibt genügend Expert*innen aus der Justiz, der Medizin und der Psychologie, die eindringlich vor der Einführung von §184l StGB bzw. einer Verschärfung von §184b StGB gewarnt haben. Lambrecht und Co wussten also ganz genau, was sie taten: Es ging einzig darum, den Hass auf pädophile Menschen zu bedienen und durch knackige Schlagzeilen "für den Kinderschutz" Wählerstimmen einzufangen. Gegen Pädos zu hetzen ist einfacher und biller, als Kita-Kräfte besser zu bezahlen, Schulen zu sanieren, Kinderarmut zu bekämpfen und Konzepte gegen Mobbing zu entwickeln. Es geht beim Puppenverbot und der Verschärfung von 184b daher nicht um Kinderschutz; vielmehr handelt es sich in meinem Augen hierbei um knallhartes rechtspopulistisches Kalkül. Ich teile Deine Einstellung zu Puppenkinder vollumfänglich - ich betrachte diese auch als "Familienmitglieder". Ich hoffe sehr, dass wir mit unseren Lebensgeschichten viele Menschen erreichen können. Und Vorurteile beiseiteschaffen können.
Ich hoffe sehr, dass GuteFrage kein repräsentativer Querschnitt der Gesellschaft ist
Ich möchte an dieser Stelle einmal die Frage in den Raum stellen, ob es fair ist, Verbote zu verhängen, nur um "gefühlten" Kinderschutz zu erreichen. Wer meine Beiträge gelesen hat, weiß, das "Kindersexpuppenverbot" hätte mich fast das Leben gekostet. Nur dadurch, dass es zwei Personen in meinem persönlichen Umfeld gab, die damals schon von meiner Situation wussten, lebe ich noch. Verbote "aus dem Bauch heraus" einzuführen, ohne auf Expert:innen zu hören und ohne die Konsequenzen zu bedenken, ist unverantwortlich. Die Verantwortlichen von §184l StGB können nicht ausschließen, dass ihr Verbot Menschenleben gekostet hat. Denn Puppen sind für die Menschen, die mit ihnen zusammenleben, oftmals Familienmitglieder. Menschen, die keine Familie haben können, wie exklusiv pädophile Menschen, hätten mit den Puppenkindern dennoch eine Chance, nicht nur Sexualität, sondern vor allen auch Nähe und Zärtlichkeit zu erleben. Das sind grundlegende menschliche Grundbedürfnisse. Diese Möglichkeit einfach so auf "Verdacht" jenen zu nehmen, die keine andere Möglichkeit haben, sich diese Grundbedürfnisse zu erfüllen, ist grausam und einem freiheitlichen Rechtsstaat unwürdig.
Hallo Sirius, auch Dir vielen Dank für Deine Rückmeldung und die spannende Denkanstöße! Persönlich bin ich ein riesengroßer Japan-Fan. Es fasziniert mich, wie dort gesellschaftlich mit der Kinderliebe umgegangen wird. Da kann man sich erotische Mangas mit Lolicons und Shotacons in gewöhnlichen Buchläden kaufen. Das Konzept von "kawai", also das Niedliches im Mainstream geschätzt wird, ist ja auch im Westen bekannt. Trotzdem ist Japan kein Land, in dem es keine Gesetze gäbe und Kinder ungeschützt den Gelüsten von Erwachsenen ausgeliefert wären. Das krasse Gegenbeispiel dazu stellen die USA dar. Wohl kaum in einem anderen Staat ist der Hass gegen Pädophile größer und sind die Strafen härter als dort. Gleichzeitig sind die USA aber Spitzenreiter, was den sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen anbelangt. Ich würde mich freuen, wenn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Frage nach der Wirkung von Fiktivpornografie noch mehr nachgehen würden. Dass es Indizien für einen positiven Effekt (also mehr sexuelle Zufriedenheit und weniger Missbrauch) gibt, hatte ich bereits vermutet. Ein spannendes Thema finde, ich was es weiter zu beobachten gilt.
Meine Beobachtungen auf GuteFrage sagen was anderes xD