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Autor: Klase

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Klase ist ein Autor auf Kinder im Herzen.

Klases Blog

Das Urteil vom Bundesverfassungsgericht setzt mir schwer zu. Dass Vorurteile in unserem angeblich „liberalen“ Land ausreichen, um Diskriminierungen per Strafgesetzbuch gegen Menschen durchzusetzen, die niemandem ein Leid zufügen, macht mich einfach nur wütend, traurig und letztendlich hilflos. Ich hätte nicht gedacht, dass das Gericht einfach selektiv vorgeht und keine ehrliche Urteilsfindung anstrebt. Selbst wenn es auch dann eine Bestätigung des Verbots geworden wäre, hätte es mich längst nicht so mitgenommen, hätte man auch Stimmen gegen das Verbot zumindest angehört und berücksichtigt. Herangezogen wurden aber nur Stimmen, die das Puppenverbot befürworten.

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Nun ist passiert, was sich rein logisch nicht erklären lässt. Aber es ist passiert, weil diese Entscheidung eben nicht auf Logik, sondern auf Gefühlen beruht, die man geschickt logisch klingend begründet hat:
Die Verfassungsbeschwerden gegen das Puppenverbot wurden zurückgewiesen.

Die Begründung basiert zunächst auf tatsächlich faktischen Betrachtungen. Die Faktenlage gibt nicht her, dass Puppen ungefährlich sind, sie gibt aber auch nicht her, dass sie gefährlich sind. Um nun zu begründen, warum man mit der Gefährlichkeit der Puppen dennoch richtig liegt, hat das Verfassungsgericht selektiv Stimmen zitiert, die das Puppenverbot für gerechtfertigt halten. Herr Prof. Dr. Dr. Beier vom Präventionsnetzwerk „Kein Täter werden“ räumte in einer vom Gericht herangezogenen öffentlichen Stellungnahme zwar ein, dass es auf seine eigenen Patienten bezogen nach seiner Einschätzung nicht zutrifft, dass Puppen die Hemmschwelle zum sexuellen Kindesmissbrauch senken. Allerdings relativierte er diese Aussage gleich im Nachgang mit einer „Sorge“, dass Puppen die „Wahrnehmungsverzerrung“ von Menschen ungünstig beeinflussen. Einen greifbaren Grund, worauf diese „Sorge“ basiert, bleibt er schuldig. Genauso gut hätte er auch umgekehrt von einer Hoffnung sprechen können, dass Puppen helfen könnten, Missbrauchsfälle zu verhindern, worauf immerhin sogar erste Studien zum Thema hindeuten. Aber er entschied sich für seine „Sorge“, ohne nachvollziehbare Gründe anführen zu können. Folglich sprechen wir von einem Vorurteil.

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Mich beschäftigt doch schon sehr, was ich in den letzten Tagen als neue "Begründung" zum Puppenverbot gelesen habe. Daher möchte ich einen Beitrag dazu schreiben.

Eigentlich sollte es selbstverständlich sein. Wer niemandem einen Schaden zufügt, braucht folgerichtig für nichts bestraft zu werden. Darauf basieren die meisten Paragraphen des Strafgesetzbuchs. Leider nicht alle. Längst ist nicht mehr nur strafbar, was einen tatsächlichen Schaden verursacht. Mit §184l StGB, dem Verbot von „Kindersexpuppen“, wurde etwas unter hohe Strafen gestellt, nur in der vorgeblichen Annahme, es führe zu Taten, die jemandem einen Schaden zufügen. Wenn pädophile Menschen also ein erfülltes Liebesleben mit Nähe, Emotionalität und Sexualität führen möchten, dann behauptet man einfach die Senkung einer „Hemmschwelle“, die zu sexuellen Übergriffen auf reale Kinder führe. Und schon kann man in Deutschland Gesetze einführen, die Pädophile diskriminieren und bestrafen, ohne dass diese Pädophilen irgendjemanden schädigen.

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Schon vor seiner Einführung in Deutschland wurde das Puppenverbot (§ 184l StGB) hauptsächlich mit zwei Positionen argumentiert. Die Befürworter*innen sprachen von „Hemmschwellen“, welche durch Puppen hinsichtlich realer sexueller Gewalt gesenkt würden. Diejenigen, welche sich gegen ein Verbot aussprachen, sprachen von der Möglichkeit der Puppen zur „Triebabfuhr“. Von dem Verbot Betroffene wurden nicht gefragt. Und als Betroffener ich bin erstaunt, dass es nur diese beiden Positionen gibt. Denn mein Zusammenleben mit Puppenkindern sah ganz anders aus, sodass ich mich keinen der beiden vorgenannten Extreme anschließen möchte. Daher denke ich, es macht viel Sinn, wenn Menschen wie ich, einmal aus ihrem eigenen alternativen Liebesleben berichten, so wie sie es damals, vor dem Verbot von Liebespuppenkindern, führten. Es ist ein sehr sensibles Thema, denn wer will schon öffentlich über sein eigenes Liebesleben berichten? Doch ich sehe die Notwendigkeit.

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Über uns

Kinder im Herzen ist ein Weblog zum Thema Pädophilie, der von pädophil empfindenden Menschen betrieben wird, die sich entschieden haben ihre sexuellen Wünsche nie mit Kindern auszuleben. Wir schreiben über diverse Themen im Zusammenhang mit Pädophilie, die uns bewegen.

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Neuste Kommentare

Es klebt also quasi Blut an den Händen dieser Richter. Danke, dass du noch hier bist, und anderen hilfst.
@Anonym Nicht mal tatsächliche verfassungsfeindliche Forderungen, würden für ein Parteiverbot ausreichen. Eine solche Pädo-Partei, würde Art. 1 GG weder ablehnen, noch dagegen agitieren (schon gar nicht in aggressiv-kämpferischer Form), sondern - im Gegenteil - den Art.1 ganz klar anerkennen. Keine Spur von Gefahr für die FDGO.
Dass Menschen, die nichts falsches getan haben außer mit der "falschen" Sexualität geboren worden zu sein allgemein für Abschaum gehalten werden, sagt nichts über Pädophile aus, sondern darüber, wie krank und kaputt diese Gesellschaft eigentlich ist. Wir haben es schon schwer genug, ohne dass wir Fremdzuschreibungen wie "Abschaum" oder "Monster" selber übernehmen und auf uns anwenden.
War jetzt sehr lange im Krankenhaus, weil ich unmittelbar nach dem Beschluss mein Leben beenden wollte. Habe nur schwarz gesehen. Wenn jemand mit ähnlichen Gedanken kämpft, dann sucht Euch anonyme Gesprächspartner, wie z. b. der MAP Support Chat. Ich kann jeden verstehen der darunter leidet, aber denkt auch an Eure Familie und Freunde. Nutzt diese Zeit um Euch zu offenbaren, denn wenn ihr "ohnehin" gehen wollt dann habt ihr ja nichts mehr zu verlieren. Auf diese Weise hat mich meine Familie gerettet. Mein Suizidversuch war vermutlich deswegen irgendwo nicht perfekt.
@Sirius Wenn 90% der Menschen uns für Abschaum hält, dann sind wir de facto Abschaum. Es ist ein sozialer Statusbegriff. Selbst das Gericht hat keinerlei Verständnis gezeigt, kein Gutachten eingeholt, eine veraltete Klassifikation zitiert und Rundfunkbeiträge höher gewertet als Studien. Das Unrecht im Urteil ist dermaßen offensichtlich, aber weil wir eben Abschaum sind nimmt es keiner wahr. Haben ja selbst alle keine Ahnung und erzählen täglich die Legende vom kranken Pädo der eine Krankheit/Störung hat. Der Senat und die armselige Qualität im Urteil ist daher einfach hinnehmbar und die Richter wussten das sich eh keine Sau das genauer anschaut. Wir haben Mitte März und das Thema ist längst vergessen. Keine Proteste, keine Warnungen, keine Stellungnahmen weiterer Organisationen. Wir sind der Abschaum, der Bodensatz der Gesellschaft.