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"Schließlich war hier jetzt auch die Rede davon, dass evtl. auftretende Erregungszustände ja nicht so schlimm seien, so lange man nur professionell mit ihnen umgeht."

Allerdings. Im Umgang mit Menschen kann es zu jeder Art von Gefühlen kommen. Das bedeutet aber nicht, daß man sich von diesen Gefühlen leiten oder vereinnahmen läßt. Auch ein Arzt, der einen seiner Patienten abgrundtief verabscheut, wird ihn in den meisten Fällen nach allen Regeln der Kunst bestmöglich und professionell behandeln. Solange Gefühle die Performance nicht beeinträchtigen, sind diese Gefühle für die praktische Tätigkeit völlig irrelevant.

"Vertrauen und Zutrauen" wurde sich gewünscht. Es fällt schwer."

Nichts, was sich lohnt, ist einfach :-)

So werden gesunde Menschen pathologisiert, da bspw. Beier auch der Meinung ist das Fiktion "schädlich" ist. Das bedeutet für ihn dann das alle die Fiktion möchten therapiert werden müssen, da sie eine pädophile Störung nach ICD-11 haben.

Denn als Bedingung heißt es halt nur "Ausleben" und darunter sieht Beier auch den "Konsum von Missbrauchsabbildungen", worunter er auch Fiktion einordnet.

Demnach kann er so begründen das wir die gestörten Pädos sind und ein gesunder Pädo asexuell sein muss und daher auch Medikamente okazy sind.

Ich ignoriere mal ganz bewusst, dass du höchstens indirekt auf andere Kommentarschreiber als den Autor des Textes eingehst.

Ein anderes Mitglied schreibt davon, wie schön es sei, dass die Initiative immer von den Kindern ausgeht, und zählt erlebte Körperlichkeiten mit Kindern auf.

Diese Person ist hier kein Mitglied. Bitte nicht Kommentarschreiber mit Mitgliedern verwechseln, ansonsten wärst du auch eins. Außerdem wäre ich dir sehr verbunden, wenn du nicht was Einzelpersonen (noch dazu welche die nicht einmal Betreiber dieser Seite sind) als "Das denken und sagen Pädophile" ganz pauschal nehmen würdest. Die Leute hier haben unterschiedliche Meinungen und Ansichten und jeder spricht für sich. Wenn wir von "wir" reden, meinen wir in der Regel das KiH/WsaM/P-Punkte-Team.

Außerdem arbeiten nicht alle die hier schreiben mit Kindern.

Und Fantasien sind ja nur Fantasien. Aber ist das wirklich schon der einzige Anspruch, den man in diesem Kontext an sich stellen sollte?

Ja. Ja, tatsächlich. Sofern der Person das bewusst ist, ist das das einzige was zählt. Aus der Überzeugung folgt das Handeln. In diesem Fall heißt handeln, sich ausnahmslos respektvoll dem Kind gegenüber zu verhalten und dazu gehört, die Unwissenheit eines Kindes nicht auszunutzen. Das ist nicht gegeben, wenn man sich zu Hause seine Gedanken macht. Genauso wenig wie es das ist, wenn der alte Schrumpelopa am See an mich denkt, wenn er zu Hause ist, sofern ich nichts davon mitbekomme.

"Vertrauen und Zutrauen" wurde sich gewünscht. Es fällt schwer. Man könnte fragen, ob ihr selbst nicht schon in dem Moment Vertrauen bricht, indem ihr als Pädophile überhaupt solche Berufe ausübt.

Siehst du das bei anderen auch so, oder nur bei Pädophilen? Wenn ja, warum? Es wurde bereits darüber geredet, dass es bei Erwachsenen sehr viele ähnliche Situationen gibt. Darf ein Mann, der keinen Partner abbekommt, obwohl er einen will, Frauen/Männer Thaimassagen geben? Waxen? Waschen? Wenn ja, warum? Die Frage die du dir stellen solltest ist die, nach dem Unterschied. Es ist nicht respektlos, einen Menschen sexuell wahrzunehmen. Es ist respektlos, einem anderen Menschen ungewollt mit seiner Sexualität zu konfrontieren/sie in diese zu involvieren und das schließt reine Fantasie aus. Du fragst nach Grenzen. Die beginnen dort, wo das Interesse bemerkt wird. Aufdringliche Blicke können dafür ausreichend sein. Aber nicht jede Berührung ist eine sexuell(motiviert)e Handlung.

Ich weiß nicht wie es dir geht, aber ich persönlich denke über so etwas gar nicht nach. Muss ich nicht, weil ich keine sexuellen Gedanken und Empfindungen im Kontakt mit Kindern habe. Ich reflektiere wie ich mich verhalte, mein Leben lang, völlig unabhängig vom sexuellen Aspekt und habe das Problem schlichtweg nicht, mich jemandem in irgendeiner Form aufzudrängen. Ich glaube worüber wir hier diskutieren ist etwas, was Leute betrifft, die man überall in der Gesellschaft findet. "Ich hab der Kellnerin doch nurn Kompliment gemacht" ist so die Richtung von Rechtfertigung, mit der man sich als Frau sowieso auseinandersetzen muss. Wer diese Ebene nicht versteht, der hat ganz andere Probleme als seine Orientierung.

@Zweifelnd: Das, was du wohl gerne hättest, würde nur gehen, wenn wir alle Pädophilen umbringen. Dann werden Kinder nicht mehr sexuell wahrgenommen.

Mhhh...Nein. Das ist schlichtweg falsch. Alleine schon, weil der Großteil aller Missbrauchstaten durch Nicht-Pädophile begangen wird. Ja, mir ist klar, dass die kein direktes sexuelles Interesse an den Kindern haben. Sie haben aber Sex mit Kindern, nehmen also irgendetwas an dieser Handlung (Machtgefälle z.B) als sexuell wahr, sonst würde das nicht funktionieren.

Aber selbst wenn wir Ersatztäter ausnehmen...Die Gesellschaft als solches, durch ihren Medienkonsum, Geschmack in Mode und generell "äußeres Erscheinungsbild", nimmt Kinder, ob sie das zugeben will oder nicht, durchaus sehr oft als sexuell wahr (siehe Shein-Skandal, Toddlers and Tiaras, Cuties und Co.).

Die Gesellschaft hätte gern, dass es im Endergebnis so wäre, wären alle Pädos weg. Wäre es aber nicht.

Jetzt muss ich ja nochmal antworten, wenn ich deinen Kommentar nicht unkommentiert stehen lassen möchte.

1.Bitte lies meine Texte genauer und interpretiere Aussagen und Formulierungen immer in dem Kontext, in dem sie getroffen wurden und interpretiere nichts hinein, das ganz offensichtlich nicht gemeint ist. Die Aussage, dass es nicht das Bedürfnis und auch kein Recht darauf gibt, nicht unwissentlich sexuell wahrgenommen zu werden, wurde ganz eindeutig im Kontext sexueller Fantasien getroffen. Wie du hier die Brücke zu sexuellem Missbrauch schlägst, ist mir schleierhaft. Sexueller Missbrauch ist eine Handlung und geht weit über die bloße sexuelle Wahrnehmung hinaus. Ich schreibe u. a. in ebendiesem Kommentar:

Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass die Kinder hiervon überhaupt nichts mitbekommen und auch nicht im Nachhinein, wenn sie älter sind, die Bedeutung dieser Situationen verstehen.

und

Ob du es glaubst oder nicht, aber es gibt vereinzelt Fälle von Missbrauchsbetroffenen, die ihre Missbrauchserfahrungen weder als Kind, noch als Erwachsene, als schlimm ansehen. Deswegen war dieser Missbrauch aber nicht in Ordnung, da das Risiko bestanden hat, dass das Kind traumatisiert wird. Dass dies in einem Einzelfall nicht passiert, ist einfach ein riesiges Glück, macht die Tat aber deswegen nicht weniger egoistisch und verwerflich.

Hier mache ich ziemlich deutlich, a) dass es vorkommen kann, dass Kinder erst im Nachhinein verstehen, wie der Erwachsene sich während des Missbrauchs gefühlt hat und es daher auch nachträglich zu einer Schädigung kommen kann, und b) Missbrauch (= sexuelle Handlungen zwischen Erwachsenen und Kindern, und damit meine ich eben jede Handlung, die der sexuellen Befriedigung des Erwachsenen dient) immer verwerflich ist.

2.Du ignorierst die ganze Zeit alle Kommentare und Argumente, außer meine, bis dann jemand etwas schreibt, das du problematisch findest, dann gehst du darauf ein. Also gut, schauen wir es uns mal an. Es wurde geschrieben, dass mit eventuell auftretenden Erregungszuständen professionell umgegangen werden muss. In meinem Beitrag habe ich geschrieben, dass sexuelle Impulse und Erregung während der Arbeit die Ausnahme bilden müssen, da es ansonsten schwer möglich ist, einen natürlichen Umgang mit den Kindern zu pflegen und den Kindern auffallen kann, dass etwas komisch ist. So wie ich die Aussage, mit Erregungszuständen müsse professionell umgegangen werden, interpretiere, ist damit einfach gemeint, dass, sollte doch einmal die Ausnahme eintreten und der Erzieher, z. B. wenn er ein Kind auf dem Schoß hat, doch einmal spürt, dass er beginnt erregt zu werden, er ohne panisch zu werden, aber doch zügig, reagiert, und das Kind von seinem Schoß nimmt und, sollte dies in dieser Situation öfter auftreten, er die Situation grundsätzlich meidet. Das ist für mich ein professioneller Umgang mit einer Erregungssituation. Die Aussage, dass ein Pädophiler, der in der Nähe von Kindern häufig erregt ist, nicht mit Kindern arbeiten sollte, bleibt dabei bestehen.

Und was den anderen Kommentar betrifft, ging ich davon aus, dass die aufgezählten Körperlichkeiten für den Verfasser (der im übrigen kein Mitglied unseres Teams ist) keine sexuelle Konnotation haben, für mich jedenfalls haben sie die nicht. Falls das für ihn anders ist, ist das selbstverständlich eine andere Sache.

3.Du hältst das, was hier dargestellt wird, für nicht gesellschaftlich vermittelbar. Dem schließe ich mich zu 100% an. Aber was gesellschaftlich vermittelbar ist und was nicht, unterliegt einem ständigen Wandel. Aus dem Ist-Zustand auf einen Soll-Zustand zu schließen, ist in diesem Zusammenhang nicht zulässig. Es gab auch eine Zeit, in der die Homo-Ehe nicht gesellschaftlich vermittelbar war.

4.Nochmal Bezug nehmend auf deine Aussage, es gäbe ein Bedürfnis nicht sexuell wahrgenommen zu werden. Wie soll ein solches Bedürfnis geltend gemacht werden? Wie willst du verhindern, dass du sexuell wahrgenommen wirst? Es ist schlichtweg nicht umsetzbar, ohne dass wir uns in ganz dystopischen Gefilden mit Gedankenkontrolle etc. bewegen. Und dann würden ganz andere und schwerwiegendere Bedürfnisse verletzt. Dass du in dem Zusammenhang die Gesetzeslage ganz ignorierst, finde ich auch problematisch. Unser Grundgesetz und die darin verbrieften Rechte haben schon ihren Grund und ihre Daseinsberechtigung und jeder Versuch, Menschen ihre Fantasien verbieten zu wollen, wäre mit dem Grundgesetz nicht vereinbar. Und wenn du jetzt sagst, dass es dir nicht darum geht, irgendetwas verbieten zu wollen, frage ich mich, wieso wir diese Diskussion führen, wenn sie keine rechtlichen Implikationen mit sich bringt. Wenn du es nicht verbieten willst, dann kann es nicht schädlich sein (und dass reine Fantasien nicht schädlich sind, ist für mich offensichtlich - nochmal, wir reden von Fantasien, die zuhause stattfinden und von denen niemand etwas mitbekommt) und wenn es nicht schädlich ist, dann liegt es an der Einzelperson zu entscheiden, was sie davon hält. Und im Zweifel hat Toleranz auch gerade damit zu tun, Dinge auszuhalten, die einem ein Gefühl von Unwohlsein geben, solange sie niemandem schaden.

Die Definition von Pädokriminalität als das Überschreiten von rechtlichen und/oder moralischen Grenzen ist vor allem auch deshalb problematisch, weil in den Augen vieler Menschen bereits durch das bloße sexuelle Fantasieren über Kinder eine moralische Grenze überschritten wird. Und demnach könnte man dann ja pauschal jeden Pädophilen als pädokriminell bezeichnen...

Sorry, ich will mich doch nochmal zu Wort melden. Mir schwirrt gerade ganz viel durch den Kopf. Ich hänge immer noch bei dieser Aussage "ein Bedürfnis nicht unwissentlich sexuell wahrgenommen zu werden, gibt es nicht." Mir kommt das erschütternd unreflektiert vor.

Wenn wir über Missbrauch reden, wenn wir darüber reden, wie das Kinder traumatisieren kann, geht es dabei nicht in vielen Fällen auch um genau das? Zum Beispiel ein Täter, der ein Kind im Intimbereich anfasst oder sich von diesem Kind im Intimbereich anfassen lässt, und dem Kind einredet, dass das normal sei. Das ist ja keine Gewalt im physischen Sinne, das richtet rein köperlich betrachtet in diesem Moment ja keinen Schaden an. Das Trauma entsteht eben dadurch, dass das Opfer irgendwann erfährt, dass es für den Täter diese sexuelle Komponente hatte. Dadurch, dass das Opfer irgendwann erfährt, was der Täter, häufig eine vertraute Person, im Zeitraum der Taten gedacht hat und wie er das Opfer dabei wahrgenommen hat. Das ist doch ein ganz zentraler Aspekt?

Ich habe mich nie mit Fachliteratur zu diesem Thema beschäftigt, ich will auch nichts Falsches sagen oder Opfern in irgendeiner Form zu nahetreten. Man kann mich gerne korrigieren, wenn ich da falsch liege, aber das ist es doch, in ganz vielen Fällen, oder nicht?

Ich will auch nicht das, was ihr beschrieben habt, auf eine Stufe mit Missbrauch stellen. Aber ich habe den Eindruck, es geht bereits in die Nähe. Schließlich war hier jetzt auch die Rede davon, dass evtl. auftretende Erregungszustände ja nicht so schlimm seien, so lange man nur professionell mit ihnen umgeht. Ein anderes Mitglied schreibt davon, wie schön es sei, dass die Initiative immer von den Kindern ausgeht, und zählt erlebte Körperlichkeiten mit Kindern auf. Ich frage doch nochmal: Wo ist die Grenze erreicht, sofern es denn eine gibt? Ja, wenn man selbst nie Handlungen initiiert, dann kann man sich damit ziemlich gut vor dem Auffliegen immunisieren, und wenn man nicht auffliegen kann, dann kann es auch keinen Schaden geben. Und Fantasien sind ja nur Fantasien. Aber ist das wirklich schon der einzige Anspruch, den man in diesem Kontext an sich stellen sollte?

Nochmal, mir geht es nicht darum, wie irgendwas gesetzlich definiert ist. Das ist mir an der Stelle egal. Mir geht es um den Umgang mit pädophilen Menschen, deswegen bin ich auf dieser Seite gelandet. Und ich füge noch hinzu, dass ich die aktuellen Zustände mit Pädo-Jagden und dergleichen auch ganz furchtbar finde. Ich wünschte auch, dass sich das ändern würde. Aber was hier dargestellt wird, halte ich für total kritisch und der Gesellschaft so nicht vermittelbar.

"Vertrauen und Zutrauen" wurde sich gewünscht. Es fällt schwer. Man könnte fragen, ob ihr selbst nicht schon in dem Moment Vertrauen bricht, indem ihr als Pädophile überhaupt solche Berufe ausübt.

Ihr könnt das machen, natürlich, aber ich glaube nicht, dass ihr dafür Zuspruch erwarten könnt.

Ich bin jetzt ein paar Tage unterwegs, diesmal ist das also wirklich mein vorerst letzter Kommentar. Ich brauche jetzt ohnehin eine Pause...

@Zweifelnd: Das, was du wohl gerne hättest, würde nur gehen, wenn wir alle Pädophilen umbringen. Dann werden Kinder nicht mehr sexuell wahrgenommen.

Auch ich möchte mich bei allen bedanken die eine Verfassungsbeschwerde möglich gemacht haben.

Es hat im Mindestmaß gut gezeigt das selbst renomierte Medien sich nicht für uns interessieren, da so gut wie keine Sau darüber berichtet hat. In den Debatten und Empörungsnschrichten werden die Verfahren nicht einmal erwähnt. Es wird einfach alles einseitig verteufelt und die aktuellen Studien ignoriert.

"Und ich denke, damit ist zu diesem Thema jetzt auch alles gesagt."

Aber noch nicht von jedem ;-) Auch wenn ein Erzieher ab und an sexuell erregt ist, würde ich doch den allermeisten Erziehern die Fähigkeit zutrauen, damit professionell umzugehen. So wie ich bspw. auch den meisten (heterophilen) Frauenärzten, oder Ärzten generell, die Fähigkeit zutraue, mit evtl. auftretenden Erregungszuständen, während des Umgangs mit Patienten, professionell umzugehen. Ich denke, mit etwas mehr Vertrauen und Zutrauen in unsere Mitmenschen, wäre einem besseren gesellschaftlichen Zusammenleben durchaus gedient.

"Ich glaube, sehr viele Menschen würden hier Maslow widersprechen und so ein Bedürfnis eben doch für sich geltend machen wollen."

Selbst wenn - ich hielte es für unerfüllbar. Genauso unerfüllbar, wie ein Bedürfnis, nicht unwissentlich in irgendeiner Weise als negativ wahrgenommen zu werden.

@Sirius Deine Versuche an der gesellschaftlichen Situation pädophiler Menschen etwas zu ändern, sind nicht kläglich gescheitert. Auch wenn du bei deinen Kämpfen gegen Windmühlen permanent verlierst, so hast du trotzdem sehr viel bewirkt:

Alleine schon durch deine Versuche etwas zu ändern, gibst du den pädophilen Menschen die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Vermutlich hast du dadurch schon den ein oder anderen Suizid vorgebeugt und somit Leben gerettet, ohne es zu wissen. (meine Meinung) Stell dir einfach mal vor, es gäbe die Verfassungsbeschwerden gar nicht.

Durch jeden Versuch, egal ob er am Ende scheitert oder nicht, schenkst du genau den Leuten immer wieder neue Hoffnung, die sie am meisten brauchen. Denk bitte daran, wenn dich die Zweifel plagen.

Zweifelnd

Mir geht es eigentlich gar nicht darum, welche Rechte gesetzlich verankert sind, sondern viel universaler um gesellschaftliches Zusammenleben im Allgemeinen. Um die Fragen, unter welchen Voraussetzungen dieses besser gelingen könnte, und welche Erwartungen man aneinander stellen kann. Ich hatte den Eindruck, dass solche Diskussionen auch in eurem Interesse liegen müssten.

Aber: "Und das sehe ich eben anders. Und ich denke, damit ist zu diesem Thema jetzt auch alles gesagt." Du hast anscheinend keine Lust mehr auf diese Gespräch, das akzeptiere ich und bedanke mich für die Gedankenimpulse bis zu dieser Stelle. Viel Erfolg noch.

....... Eine Schlussbemerkung möchte ich mir noch erlauben: "ein Bedürfnis nicht unwissentlich sexuell wahrgenommen zu werden, gibt es nicht." Ich glaube, sehr viele Menschen würden hier Maslow widersprechen und so ein Bedürfnis eben doch für sich geltend machen wollen. Mein letzter Gedanke.

Das Recht auf freie Persönlichkeitsentfaltung und das Recht auf freie Berufswahl sind jeweils im Grundgesetz verankert. Das Recht nicht sexuell wahrgenommen oder nicht in sexuellen Fantasien aufzutauchen, existiert nicht. Selbstverwirklichung ist nach Maslow ein menschliches Bedürfnis, ein Bedürfnis nicht unwissentlich sexuell wahrgenommen zu werden, gibt es nicht.

Deine Fragen werde ich nur zusammenfassend abhandeln. Alle diese Szenarien haben gemein, dass sie reale Kinder betreffen und in der Interaktion mit realen Kindern stattfinden, was schonmal fundamental verschieden zu einer Fantasie ist. Dazu kommt, dass aus diesem Grund jedes dieser Szenarien mit einer inhärenten Gefahr verbunden ist, die Fantasien nicht mit sich bringen. Du schreibst, dass in diesen Szenarien niemand etwas davon mitbekommt, dass der Erzieher während der Arbeit regelmäßig erregt ist oder er Situationen herbeiführt, die seiner sexuellen Erregung dienen. Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass die Kinder hiervon überhaupt nichts mitbekommen und auch nicht im Nachhinein, wenn sie älter sind, die Bedeutung dieser Situationen verstehen. Aber selbst wenn wir davon ausgehen, konnte der Erzieher sich dessen nicht im voraus sicher sein. Er nimmt daher das Risiko auf sich, dass die Kinder etwas davon mitbekommen und dementsprechend geschädigt werden. Ob du es glaubst oder nicht, aber es gibt vereinzelt Fälle von Missbrauchsbetroffenen, die ihre Missbrauchserfahrungen weder als Kind, noch als Erwachsene, als schlimm ansehen. Deswegen war dieser Missbrauch aber nicht in Ordnung, da das Risiko bestanden hat, dass das Kind traumatisiert wird. Dass dies in einem Einzelfall nicht passiert, ist einfach ein riesiges Glück, macht die Tat aber deswegen nicht weniger egoistisch und verwerflich. Wenn ich zuhause vereinzelt Fantasien von einem Kind habe, diese im Kontakt zu dem Kind aber keine Rolle spielen, dann besteht hier auch keine Gefahr, weshalb dieses Szenario im Vergleich zu den von dir genannten Szenarien grundverschieden ist.

Ich glaube, es hat auch etwas mit Respekt und Würde zu tun, und ich frage mich, ob das pädophilen Menschen nicht vielleicht grundsätzlich Abstand gebieten sollte.

Und das sehe ich eben anders. Und ich denke, damit ist zu diesem Thema jetzt auch alles gesagt.

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Pädophile sind Menschen.

Glaubst du wirklich wir leben aktuell in Würde? Was hat ein Kind davon, wenn ich bestimmte Gedanken meiden sollte? Kannst du das? Einfach so aud Knopfdruck deine Gedanken ausschalten?

Man muss die Gedanken akzeptieren, denn sonst entwickelt sich sehr schnell eine POCD (Pädophile Zwangsgedanken). Selbst Präventionsprogramme, wie KTW versuchen das den Betroffenen klar zu machen. Deine Moral schadet uns also aktiv während irgendwelche Gedanken nichts tun, da sie unsichtbar sind.

Ich finde diese Doppelmoral auch unerträglich. So viele Menschen haben Gewaltfantasien und Gedanken, aber da kräht kein Hahn nach. Überall wird Gewalt an Kindern sogar als Witz gebracht, visualisiert und kommerziel vertrieben (Rick & Morry, South Park...).

Zweifelnd

Ich habe den Eindruck, jetzt machst du es dir zu leicht. Sich die Leidvermeidung als Maxime zu setzen ist schön und gut, aber damit kann es in meinen Augen noch nicht getan sein. Jedenfalls nicht, wenn es dir wirklich um gesellschaftliche Anschlussfähigkeit gehen soll. Da spielen Moralvorstellungen und abstrakte Konzepte eben doch eine Rolle. Du führst ja selbst dein Recht auf freie Persönlichkeitsentfaltung und freie Berufswahl an, das sind letztendlich auch nichts anderes als abstrakte Konzepte.

Noch eine Frage: Du hast ja jetzt ausgeführt, dass du auf der Arbeit nie sexuell erregt bist. Aber ist das denn überhaupt wichtig? Sagen wir, ein pädophiler Erzieher ist bei der Arbeit regelmäßig erregt, aber niemand bekommt etwas davon mit, und es schadet auch niemandem. Wäre das dann auch in Ordnung? Wenn nein, warum eigentlich nicht?

Oder diese Frage: Sagen wir, da ist ein pädophiler Erzieher, und er ist nicht, so wie du, in diesen Beruf hereingerutscht, sondern hat ihn bewusst gewählt, im Wissen, pädophil zu sein. Und er macht einen guten Job. Jedoch ist er dabei auch darauf aus, Masturbationsfantasien zu sammeln. Es ist nicht seine alleinige Motivation, aber auch eine Motivation. Kriegt niemand mit, schadet niemandem. Ist es in Ordnung?

Oder noch ein Extrem: Stellen wir uns einen pädophilen Erzieher vor, der sein Handeln durch seine Sexualität beeinflussen lässt. Bewusst und geschickt führt er Situationen herbei, die noch keinen Straftatbestand erfüllen, für ihn jedoch sexuell erregend sind. Aber ansonsten macht er einen einwandfreien Job. Kein Auffallen, kein Schaden, also okay?

Wo ist die Grenze erreicht, sofern es denn eine gibt? Sollte die Gesellschaft das alles tolerieren? Wenn sie das nicht möchte, liegt das dann einfach daran, dass sie in ihrem Ekel nicht mehr rational denken kann und zu sehr einer abstrakten "Idee des reinen Kindes" anhängt?

Ich möchte noch anmerken, dass ich diese Bezeichnung "Idee des reinen Kindes" nicht ganz treffend finde. Ich glaube, das trifft noch nicht den Kern. Ich überlege aber selbst noch, was eigentlich dieser Kern ist... Ich glaube, es hat auch etwas mit Respekt und Würde zu tun, und ich frage mich, ob das pädophilen Menschen nicht vielleicht grundsätzlich Abstand gebieten sollte. Das sind keine Vorschriften, es ist nur der aktuelle Stand meiner Gedanken.

Außerdem finde ich nicht, dass ein Fall mit einem 13-jährigen damit verglichen werden kann, dass Kindergartenkinder im Alter von etwa 3 bis 6 Jahren auf dem Schoß einer Bezugsperson sitzen. Das ist in der Kita doch ganz normal und führt bei transparenten und angemessenen Umgang zu keinen Verdächtigungen. Ich habe so etwas jedenfalls nie erlebt.

Das hat dann aber auch nichts mehr mit der Berufswahl des Erziehers zu tun, sondern mit der generellen Existenz von Pädophilen. Wie willst du verhindern, dass ein Pädophiler im Privaten Kinder sieht? Kinder sind doch überall, und für Fantasien braucht ein Mädchen nicht einmal vorher auf meinem Schoß gesessen zu haben. "Wir" nehmen sie nun einmal sexuell wahr.

Abgesehen davon, wird mir bei diesem Thema aber auch immer viel zu wenig über die Liebe bzw. das Emotionale gesprochen. Das ist so schön, und mir würde es nicht gut gehen, wenn ich keinen Kontakt zu Mädchen hätte. "Erwachsenensexualität" brauche ich nicht. (Fast) alles, was ich mir wirklich wünsche, ist mit echten Mädchen problemlos und ohne ihnen irgendwie potenziell zu schaden möglich - und wie gesagt, die Initiative geht immer von den Mädchen aus. Was nicht geht, darauf verzichte ich, aber das bereitet mir keine großartigen Probleme.

Wenn das alles so schlimm für die Mädchen sein soll (wie häufig bei Pädophilen behauptet wird), wieso suchen sie dann meine Nähe, klettern auf meinen Schoß, legen den Kopf auf meine Beine, freuen sich einfach, mich zu sehen, oder sagen z.B. "Ich will neben Namielle sitzen"?

Korrektur: wenn die Strafe nach dem KiPo-Paragraphen geringer ausfallen würde.

Ich bin zwiegespalten, ob es wirklich erfolgreich enden wird. Das hat damit zu tun das der Puppenparagraph ein sogenannter Auffangtatbestand ist. Er greift NUR wenn die Strafe nach dem KiPo-Paragraphen höher ausfallen würde.

Das bedeutet also das, um das Puppenverbot zu kippen, auch fiktive (wirklichkeitsnahe) KiPo angegangen werden muss. Der Paragraph stellt nämlich auf 184b ab.

Selbst wenn Karlsruhe 184l komplett kippen würde kann eine Puppe im Mindestmaß "fiktive KiPo" sein und Bilder davon sogar wirklichkeitsnah. Käufer und Händler sind dann aufgrund von Produktbildern weiterhin mit einem Bein im Knast.

Dadurch das der Einsatz des Paragraphen komplett von 184b abhängig ist wird das BVerfG also zwangsläufig auch dazu was sagen. Mal gucken.

Wenn Fantasien im Kopf problematisch sind, dann suggeriert man das hier gehandelt werden muss. Daraus wird dann eine staatliche Hintertür in deinen Kopf, um dieses Problem zu erkennen und zu ahnden.

Es gibt bereits Möglichkeiten die Gedanken zu lesen (auch wenn eingeschränkt und mittels Implantat). Es ist also nicht unmöglich.

Ich lebe lieber in einer Welt, wo jeder frei denken kann als in einer Welt, wo potentiell jeder in meinen Kopf (oder in den deiner Kinder) schauen kann, weilsolcheTechnologienv durch diese moralischen Paniken und Ängste vorangetrieben werden.

Über uns

Kinder im Herzen ist ein Weblog zum Thema Pädophilie, der von pädophil empfindenden Menschen betrieben wird, die sich entschieden haben ihre sexuellen Wünsche nie mit Kindern auszuleben. Wir schreiben über diverse Themen im Zusammenhang mit Pädophilie, die uns bewegen.

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"Schließlich war hier jetzt auch die Rede davon, dass evtl. auftretende Erregungszustände ja nicht so schlimm seien, so lange man nur professionell mit ihnen umgeht." Allerdings. Im Umgang mit Menschen kann es zu jeder Art von Gefühlen kommen. Das bedeutet aber nicht, daß man sich von diesen Gefühlen leiten oder vereinnahmen läßt. Auch ein Arzt, der einen seiner Patienten abgrundtief verabscheut, wird ihn in den meisten Fällen nach allen Regeln der Kunst bestmöglich und professionell behandeln. Solange Gefühle die Performance nicht beeinträchtigen, sind diese Gefühle für die praktische Tätigkeit völlig irrelevant. "Vertrauen und Zutrauen" wurde sich gewünscht. Es fällt schwer." Nichts, was sich lohnt, ist einfach :-)
So werden gesunde Menschen pathologisiert, da bspw. Beier auch der Meinung ist das Fiktion "schädlich" ist. Das bedeutet für ihn dann das alle die Fiktion möchten therapiert werden müssen, da sie eine pädophile Störung nach ICD-11 haben. Denn als Bedingung heißt es halt nur "Ausleben" und darunter sieht Beier auch den "Konsum von Missbrauchsabbildungen", worunter er auch Fiktion einordnet. Demnach kann er so begründen das wir die gestörten Pädos sind und ein gesunder Pädo asexuell sein muss und daher auch Medikamente okazy sind.
Ich ignoriere mal ganz bewusst, dass du höchstens indirekt auf andere Kommentarschreiber als den Autor des Textes eingehst. Ein anderes Mitglied schreibt davon, wie schön es sei, dass die Initiative immer von den Kindern ausgeht, und zählt erlebte Körperlichkeiten mit Kindern auf. Diese Person ist hier kein Mitglied. Bitte nicht Kommentarschreiber mit Mitgliedern verwechseln, ansonsten wärst du auch eins. Außerdem wäre ich dir sehr verbunden, wenn du nicht was Einzelpersonen (noch dazu welche die nicht einmal Betreiber dieser Seite sind) als "Das denken und sagen Pädophile" ganz pauschal nehmen würdest. Die Leute hier haben unterschiedliche Meinungen und Ansichten und jeder spricht für sich. Wenn wir von "wir" reden, meinen wir in der Regel das KiH/WsaM/P-Punkte-Team. Außerdem arbeiten nicht alle die hier schreiben mit Kindern. Und Fantasien sind ja nur Fantasien. Aber ist das wirklich schon der einzige Anspruch, den man in diesem Kontext an sich stellen sollte? Ja. Ja, tatsächlich. Sofern der Person das bewusst ist, ist das das einzige was zählt. Aus der Überzeugung folgt das Handeln. In diesem Fall heißt handeln, sich ausnahmslos respektvoll dem Kind gegenüber zu verhalten und dazu gehört, die Unwissenheit eines Kindes nicht auszunutzen. Das ist nicht gegeben, wenn man sich zu Hause seine Gedanken macht. Genauso wenig wie es das ist, wenn der alte Schrumpelopa am See an mich denkt, wenn er zu Hause ist, sofern ich nichts davon mitbekomme. "Vertrauen und Zutrauen" wurde sich gewünscht. Es fällt schwer. Man könnte fragen, ob ihr selbst nicht schon in dem Moment Vertrauen bricht, indem ihr als Pädophile überhaupt solche Berufe ausübt. Siehst du das bei anderen auch so, oder nur bei Pädophilen? Wenn ja, warum? Es wurde bereits darüber geredet, dass es bei Erwachsenen sehr viele ähnliche Situationen gibt. Darf ein Mann, der keinen Partner abbekommt, obwohl er einen will, Frauen/Männer Thaimassagen geben? Waxen? Waschen? Wenn ja, warum? Die Frage die du dir stellen solltest ist die, nach dem Unterschied. Es ist nicht respektlos, einen Menschen sexuell wahrzunehmen. Es ist respektlos, einem anderen Menschen ungewollt mit seiner Sexualität zu konfrontieren/sie in diese zu involvieren und das schließt reine Fantasie aus. Du fragst nach Grenzen. Die beginnen dort, wo das Interesse bemerkt wird. Aufdringliche Blicke können dafür ausreichend sein. Aber nicht jede Berührung ist eine sexuell(motiviert)e Handlung. Ich weiß nicht wie es dir geht, aber ich persönlich denke über so etwas gar nicht nach. Muss ich nicht, weil ich keine sexuellen Gedanken und Empfindungen im Kontakt mit Kindern habe. Ich reflektiere wie ich mich verhalte, mein Leben lang, völlig unabhängig vom sexuellen Aspekt und habe das Problem schlichtweg nicht, mich jemandem in irgendeiner Form aufzudrängen. Ich glaube worüber wir hier diskutieren ist etwas, was Leute betrifft, die man überall in der Gesellschaft findet. "Ich hab der Kellnerin doch nurn Kompliment gemacht" ist so die Richtung von Rechtfertigung, mit der man sich als Frau sowieso auseinandersetzen muss. Wer diese Ebene nicht versteht, der hat ganz andere Probleme als seine Orientierung.
@Zweifelnd: Das, was du wohl gerne hättest, würde nur gehen, wenn wir alle Pädophilen umbringen. Dann werden Kinder nicht mehr sexuell wahrgenommen. Mhhh...Nein. Das ist schlichtweg falsch. Alleine schon, weil der Großteil aller Missbrauchstaten durch Nicht-Pädophile begangen wird. Ja, mir ist klar, dass die kein direktes sexuelles Interesse an den Kindern haben. Sie haben aber Sex mit Kindern, nehmen also irgendetwas an dieser Handlung (Machtgefälle z.B) als sexuell wahr, sonst würde das nicht funktionieren. Aber selbst wenn wir Ersatztäter ausnehmen...Die Gesellschaft als solches, durch ihren Medienkonsum, Geschmack in Mode und generell "äußeres Erscheinungsbild", nimmt Kinder, ob sie das zugeben will oder nicht, durchaus sehr oft als sexuell wahr (siehe Shein-Skandal, Toddlers and Tiaras, Cuties und Co.). Die Gesellschaft hätte gern, dass es im Endergebnis so wäre, wären alle Pädos weg. Wäre es aber nicht.
Jetzt muss ich ja nochmal antworten, wenn ich deinen Kommentar nicht unkommentiert stehen lassen möchte. 1.Bitte lies meine Texte genauer und interpretiere Aussagen und Formulierungen immer in dem Kontext, in dem sie getroffen wurden und interpretiere nichts hinein, das ganz offensichtlich nicht gemeint ist. Die Aussage, dass es nicht das Bedürfnis und auch kein Recht darauf gibt, nicht unwissentlich sexuell wahrgenommen zu werden, wurde ganz eindeutig im Kontext sexueller Fantasien getroffen. Wie du hier die Brücke zu sexuellem Missbrauch schlägst, ist mir schleierhaft. Sexueller Missbrauch ist eine Handlung und geht weit über die bloße sexuelle Wahrnehmung hinaus. Ich schreibe u. a. in ebendiesem Kommentar: Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass die Kinder hiervon überhaupt nichts mitbekommen und auch nicht im Nachhinein, wenn sie älter sind, die Bedeutung dieser Situationen verstehen. und Ob du es glaubst oder nicht, aber es gibt vereinzelt Fälle von Missbrauchsbetroffenen, die ihre Missbrauchserfahrungen weder als Kind, noch als Erwachsene, als schlimm ansehen. Deswegen war dieser Missbrauch aber nicht in Ordnung, da das Risiko bestanden hat, dass das Kind traumatisiert wird. Dass dies in einem Einzelfall nicht passiert, ist einfach ein riesiges Glück, macht die Tat aber deswegen nicht weniger egoistisch und verwerflich. Hier mache ich ziemlich deutlich, a) dass es vorkommen kann, dass Kinder erst im Nachhinein verstehen, wie der Erwachsene sich während des Missbrauchs gefühlt hat und es daher auch nachträglich zu einer Schädigung kommen kann, und b) Missbrauch (= sexuelle Handlungen zwischen Erwachsenen und Kindern, und damit meine ich eben jede Handlung, die der sexuellen Befriedigung des Erwachsenen dient) immer verwerflich ist. 2.Du ignorierst die ganze Zeit alle Kommentare und Argumente, außer meine, bis dann jemand etwas schreibt, das du problematisch findest, dann gehst du darauf ein. Also gut, schauen wir es uns mal an. Es wurde geschrieben, dass mit eventuell auftretenden Erregungszuständen professionell umgegangen werden muss. In meinem Beitrag habe ich geschrieben, dass sexuelle Impulse und Erregung während der Arbeit die Ausnahme bilden müssen, da es ansonsten schwer möglich ist, einen natürlichen Umgang mit den Kindern zu pflegen und den Kindern auffallen kann, dass etwas komisch ist. So wie ich die Aussage, mit Erregungszuständen müsse professionell umgegangen werden, interpretiere, ist damit einfach gemeint, dass, sollte doch einmal die Ausnahme eintreten und der Erzieher, z. B. wenn er ein Kind auf dem Schoß hat, doch einmal spürt, dass er beginnt erregt zu werden, er ohne panisch zu werden, aber doch zügig, reagiert, und das Kind von seinem Schoß nimmt und, sollte dies in dieser Situation öfter auftreten, er die Situation grundsätzlich meidet. Das ist für mich ein professioneller Umgang mit einer Erregungssituation. Die Aussage, dass ein Pädophiler, der in der Nähe von Kindern häufig erregt ist, nicht mit Kindern arbeiten sollte, bleibt dabei bestehen. Und was den anderen Kommentar betrifft, ging ich davon aus, dass die aufgezählten Körperlichkeiten für den Verfasser (der im übrigen kein Mitglied unseres Teams ist) keine sexuelle Konnotation haben, für mich jedenfalls haben sie die nicht. Falls das für ihn anders ist, ist das selbstverständlich eine andere Sache. 3.Du hältst das, was hier dargestellt wird, für nicht gesellschaftlich vermittelbar. Dem schließe ich mich zu 100% an. Aber was gesellschaftlich vermittelbar ist und was nicht, unterliegt einem ständigen Wandel. Aus dem Ist-Zustand auf einen Soll-Zustand zu schließen, ist in diesem Zusammenhang nicht zulässig. Es gab auch eine Zeit, in der die Homo-Ehe nicht gesellschaftlich vermittelbar war. 4.Nochmal Bezug nehmend auf deine Aussage, es gäbe ein Bedürfnis nicht sexuell wahrgenommen zu werden. Wie soll ein solches Bedürfnis geltend gemacht werden? Wie willst du verhindern, dass du sexuell wahrgenommen wirst? Es ist schlichtweg nicht umsetzbar, ohne dass wir uns in ganz dystopischen Gefilden mit Gedankenkontrolle etc. bewegen. Und dann würden ganz andere und schwerwiegendere Bedürfnisse verletzt. Dass du in dem Zusammenhang die Gesetzeslage ganz ignorierst, finde ich auch problematisch. Unser Grundgesetz und die darin verbrieften Rechte haben schon ihren Grund und ihre Daseinsberechtigung und jeder Versuch, Menschen ihre Fantasien verbieten zu wollen, wäre mit dem Grundgesetz nicht vereinbar. Und wenn du jetzt sagst, dass es dir nicht darum geht, irgendetwas verbieten zu wollen, frage ich mich, wieso wir diese Diskussion führen, wenn sie keine rechtlichen Implikationen mit sich bringt. Wenn du es nicht verbieten willst, dann kann es nicht schädlich sein (und dass reine Fantasien nicht schädlich sind, ist für mich offensichtlich - nochmal, wir reden von Fantasien, die zuhause stattfinden und von denen niemand etwas mitbekommt) und wenn es nicht schädlich ist, dann liegt es an der Einzelperson zu entscheiden, was sie davon hält. Und im Zweifel hat Toleranz auch gerade damit zu tun, Dinge auszuhalten, die einem ein Gefühl von Unwohlsein geben, solange sie niemandem schaden.