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Wie isn das jetzt mit der Gegenvorstellung? Kann da wer eine Einschätzung zu geben? Hätte die nicht schon längst abgelehnt werden müssen wenn da kein Fleisch am Knochen wäre?

„Sowohl Selbstjustiz als auch Pädophilie können zu Problemen und zu Missbrauch führen“

Haha. Der war gut. Wie kommt die Y-Dingsbums-Redaktion auf sowas? Als ob es problemlose und legitime Arten der Selbstjustiz gäbe. Selbstjustiz ist IMMER ein Problem und in keinem Fall rechtlich zulässig.

Aber warum sollte Kontakt mit Kindern korreliert sein mit der Contact-Haltung? Wenn überhaupt würde ich intuitiv eher erwarten, dass Pro-Cs mehr Kontakt zu Kindern haben, da manche Anti-Cs tendenziell vielleicht eher versuchen, Kontakt zu Kindern pauschal zu vermeiden.

Ich denke, dass das eher daran liegt, keinen (näheren) Kontakt zu realen Kindern zu haben. Dann würden diese Pädophilen nämlich merken, dass man für einen erfüllenden Kontakt zu Kindern des präferierten Geschlechtes (in meinem Fall Mädchen) gar nicht gegen das Gesetz verstoßen braucht.

Es gab (und gibt) immer Mädchen, die mich (sehr) gemocht und die "normale" körperliche Nähe zu mir von sich aus gesucht haben.

Klar, es wäre schön, wenn ich mit meinem Lieblingsmädchen auch Weihnachten verbringen könnte oder ein paar andere Sachen möglich wären... Ansonsten bin ich aber so schon sehr glücklich mit der gemeinsamen Zeit, die ich mit Mädchen haben kann.

"Sex" fehlt mir sowieso am wenigsten - im Grunde gar nicht.

@Schneeschnuppe

Mir haben Gruppen usw. nur geschadet. Das liegt aber daran, weil eine Auseinandersetzung mit meinem pädophilen Anteil nur in Leid endet. Sie ist eben nicht genießbar, da alles verboten wird. Wie soll ich diesen Teil akzeptieren, wenn ein opferloser und privater Umgang im Verborgenen verboten werden darf? Wie soll ich das akzeptieren, wenn dieser private Umgang den "Achtungsanspruch von Kindern verletzt"? Selbst ein Umgang mit dieser Neigung der zu keinem Zeitpunkt reale Kinder involviert wird extrem stark problematisiert und dessen Existenz in Frage gestellt.

Diesen Teil zu akzeptieren bedeutet eine Last anzuerkennen, die gut 60 - 70 Jahre andauern wird. So lange und jeden Tag auf sämtliche sexuellen Aspekte zu verzichten kann nicht ohne erhebliche psyschische Probleme funktionieren.

Was mich wirklich wundert, ist dass die Probleme mit dem Fragebogen eigentlich sehr offensichtlich sind, wenn man sich die Fragen nur einmal durchliest. Wie kann ein Therapieprogramm, das behauptet, Menschen bei der Akzeptanz ihrer Sexualität helfen zu wollen einen Fragebogen nutzen, in dem Zustimmung zu der Aussage "Sexuelle Gedanken oder Phantasien über ein Kind zu haben, ist nicht so schlimm" als Beweis für vermeintliche kognitive Verzerrungen gewertet wird?

Auch mit ihrem Fragebogen konnten die Autor:innen allerdings keinen Zusammenhang zwischen den Testergebnissen und Verurteilungen wegen Sexualstraftaten gegen Kinder feststellen. Wer also Pro-C Ansichten hatte, gab nicht öfter als andere an, wegen solcher Straftaten verurteilt worden zu sein.

Hierzu ein Update: eine neuere Arbeit von Lievesley und Harper stellte fest, dass Pro-C Ansichten, ermittelt mit dem Fragebogen von Jahnke et al., in einer Stichprobe von 265 Pädophilen aus englischsprachigen Foren durchgängig und stark mit der selbst zugegebenen Bereitschaft, Sexualstraftaten gegen Kinder zu begehen, korrelieren.

Quelle: Lievesley, Rebecca, and Craig A. Harper. “Understanding the Use of Child-Related Sexual Fantasy and Fictional Sexual Materials by People Who Are Attracted to Children.” Psychology &Amp; Sexuality, January 2026, 1–33. https://doi.org/10.1080/19419899.2026.2619511.

"Aber was wäre, wenn sich eine Gruppe von "Einvernehmlern" träfe, und man (vielleicht aus den Erzählungen) den Eindruck bekommt, dass jemand einen Jungen oder ein Mädchen schlecht behandelt. Dann muss man eigentlich - auch unter in Kaufnahme von erhebnlichen persönlichen Opfern - einschreiten; es könnte aber auch sein, dass ein falscher Eindruck entstanden ist und man mit einem Eingreifen bei ALLEN Beteiligten nur schaden anrichten würde."

Da sollte man sich dann halt schon ziemlich sicher sein, daß da was Übergriffiges läuft, genauso wenn man bei jemand X-Beliebigem etwas in dieser Hinsicht vermutet. Schon bei einem "komischen Gefühl" gleich die Kavallerie zu rufen, ist grundsätzlich nicht meine Sache.

"Diese Art von Dilemma bleibt einem Anti-C auf einem Anti-C Treffen wahrscheinlich erspart. Anti-Cs sind auch als Ziele einer Polizei-Razzia oder eines Undercover-Sensations-Journalisten weniger wahrscheinlich als "Einvernehmler"-Treffen."

Hm, schwer zu sagen. Anti-C-Treffen wären wahrscheinlich weniger abgeschottet, einfacher zugänglich und damit auch leichter zu unterwandern.Es gibt sicher auch Verfolgungsbehörden und Journalisten, die ("dank" Generalverdacht) auf Low-Hanging Fruits aus sind, um dann easy ein großes Ding daraus zu machen bzw. die Story zu melken.

Schneeschnuppe

"Wir müssen uns hier grundlegend einmal fragen, was wir als Anti-C-Aktivist:innen Pädophilen eigentlich anbieten können, was sie nicht jetzt schon deutlich einfacher dadurch bekommen können, einfach unter dem Radar zu fliegen. Wer geht schon freiwillig die Gefahren ein, die mit Vernetzung und Aktivismus einhergehen, mit dem vagen Ziel die Stigmatisierung eines Tages zu besiegen, wenn man dessen Folgen auch relativ gut dadurch entkommen kann, dass man einfach versteckt und unerkannt lebt?"

Gemeinschaft.

Das "relativ gut dadurch entkommen" funktioniert nicht. Der Anteil an Suizidalität bei Pädos scheint irgendwo zwischen 30 und 45 Prozent zu liegen. Damit es Menschen gut geht und sie mehr als nur Überleben, brauchen sie mehr als sich Verstecken, sich Totstellen und darauf hoffen nicht gefressen (an den Pranger gestellt, eingelocht, verprügelt, beschimpft) zu werden.

Ein großer Pluspunkt bei Anti-Cs ist, dass sie für andere Anti-C etwas weniger gefährlich sind.

Aus einer (zugegeben etwas älteren) Pressemitteilung von „Kein Täter werden“ ging hervor, dass rund 70 % der Teilnehmer am Berliner Standort von „Kein Täter werden“ bereits Missbrauchsabbildungen konsumiert hatten, davon fast 90 % im Dunkelfeld, also unentdeckt. Eine neuere Zahl ist, dass bei im Vereinigen Königreich (allerdings bei nicht sehr transparentern Quellenlage) bei 75 % der strafrechtlich in Erscheinung getretenen Puppenbesitzenden auch Kinderpornografie gefunden wurde (was noch nicht bedeutet, dass es Material mit wirklichem Geschehen war und vielleicht eher bedeutet, dass sich die Leute noch nicht von dem problematischen Material trennen konnten, das sie bereits hatten bevor sie sich eine Puppe anschaffen konnten). Fest scheint mir zu stehen, dass der Prozentsatz, der jemals irgendeine (auch fiktive) Kinderpornographie genutzt hat, wirklich hoch ist. Wenn man andere Pädos in einer Gruppe trifft, kann man sich zu fast 100% sicher sein, dass mindestens einer dabei ist, der aus strafrechtlicher Sicht Täter ist. Aber dass sich jemand Bilder anschaut kann man auch als Anti-C ja vielleicht noch aushalten, erst recht, wenn es um fiktive Inhalte geht.

Aber was wäre, wenn sich eine Gruppe von "Einvernehmlern" träfe, und man (vielleicht aus den Erzählungen) den Eindruck bekommt, dass jemand einen Jungen oder ein Mädchen schlecht behandelt. Dann muss man eigentlich - auch unter in Kaufnahme von erhebnlichen persönlichen Opfern - einschreiten; es könnte aber auch sein, dass ein falscher Eindruck entstanden ist und man mit einem Eingreifen bei ALLEN Beteiligten nur schaden anrichten würde.

Diese Art von Dilemma bleibt einem Anti-C auf einem Anti-C Treffen wahrscheinlich erspart. Anti-Cs sind auch als Ziele einer Polizei-Razzia oder eines Undercover-Sensations-Journalisten weniger wahrscheinlich als "Einvernehmler"-Treffen. Wenn jemand anderen Pädos eine Chance auf Gemeinschaft bieten kann, dann sind das Antis-Cs. Ich denke, dass das ein sehr gewichtiger Vorteil gegenüber "Einvernehmlern" ist.

Schneeschnuppe

Ich bin dir voraus. Ich bin auf der “Verharmlungs-Skala“ bei 97 von 152 möglichen Punkten gelandet und habe mich schon 2020 auf einem Blog über den Fragebogen von Bumby aufgeregt.

https://paedoseite.home.blog/2020/01/21/studie-von-kein-tater-werden-verharmlosung-von-padophilie-ist-harmlos/

Dass Kurt Bumby, der "Erfinder" des Fragebogens, 2023 wegen Kindesmissbrauch zu sieben Jahren Haft verurteilt wurde, wusste ich aber vor deinem Artikel noch nicht.

Diese Kommentarspalte kann wohl mit leerzeichen nicht umgehen, so dass der zitierte Inhalt nur noch grütze ist

Österreich ist in der Hinsicht tatsächlich das beste und einfachste Land zum auswandern. Hier einmal eine rechtliche Übersicht von der österreichischen Meldestelle (stopline) aus dem Inhope report:

Inhalt: Rechtlicher Status Ergriffene Handlung Zeichnungen/manga/künstlerische Nicht illegal Keine interpretation von CSAM

Computergenerierte CSAM Kontextbasiert: wenn ein Betrachter Hinweis an Strafverfolgung den Eindruck hat das es echte Kinder sind ist es strafbar, sonst nicht.

Textbasierte CSAM Nicht illegal Keine

Fiktive textbasierte CSAM Nicht illegal Keine

Das beschränkt sich auch hier nicht auf den bloßen Besitz, sondern ist strafrechtlich überhaupt nicht erfasst.

Lüge ist ein hartes Wort für "Ist mir in dem Fall entfallen". Aber Meckern können immer alle, besonders gern die, die nichts tun.

Auch haben wir in keinem einzigen Interview jemals überhaupt über Puppen oder Fiktion gesprochen.

Im KTW-Podcast habt ihr das. Solche lügen sind unnötig und lassen Euch schlecht aussehen, wenn Menschen zufällig drüber stolpern und das lesen (so wie ich).

Einer der Mails war wohl falsch und hab diese sympathische Nachricht bekommen:

Hallo,

wir sind nicht FUNK - der Sender - wir sind eine der letzten wenigen Brillenmanufakturen in Deutschland. :o) Der Sender hat www.funk.net - wir sind seit 1997 www.funk.de Es passiert dadurch recht häufig, dass wir Emails für den Sender bekommen, sozusagen sehen wir uns (fast) schon als FUNK Mitarbeiter ;o)

Viele Grüsse von der gesamten (Brillen) FUNKcrew

@Sirius

habe deinen Kommentar mal zum Anlass genommen um eine Mail zu schreiben:

Hallo Y-Kollektiv,

(eine Adresse für das Format "Y-Kollektiv" ist nicht auffindbar daher dieser Verteilerkreis).

leider beinhaltet Euer Beitrag zu dem Video über sog. Pädojäger inhaltliche Fehler. So ist unter anderem davon die Rede das die Pädophilie eine Verhaltensstörung sei, aber das ist falsch. Sie ist seit 2022 eine sexuelle Präferenz und mehr nicht. Erst wenn weitere Bedingungen erfüllt sind handelt es sich um eine Verhaltensstörung, die sog. pädophile Störung.

"Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Pädophilie und pädophiler Störung: Damit eine pädophile Störung diagnostiziert werden kann, muss die betreffende Person diese Gedanken, Phantasien oder dranghaften Bedürfnisse ausgelebt haben oder durch sie stark belastet sein. Eine Pädophilie wird somit erst dann zur diagnostizierbaren Störung, wenn Leidensdruck oder schädigendes Verhalten hinzukommen."

Quelle: https://kein-taeter-werden.de/fachkraefte/

Das Präventionsnetzwerk "Kein Täter Werden" sollte in diesem Themenbereich eig. eine bekannte Quelle sein. Ebenfalls irritiert folgender Kommentar auf dem mittlerweile gelöschtem Video:

"@zame2476 Homosexualität ist eine gesunde Variante der menschlichen Sexualität und keine Verhaltensstörung wie Pädophilie. Warum sollte das ein Problem sein, wenn zwei gleichgeschlechtliche Erwachsene eine einvernehmliche Beziehung führen?"

Hier wird eine Identität bzw. ein Sein mit einem Verhalten gleichgesetzt und dadurch suggeriert das Pädophilie zwangsläufig eine Beziehung zu einem Kind beinhaltet, wie oben bereits aufgezeigt ist die Pädophilie als solche keine Krankheit. Wichtig ist hier zwischen schädlichem Verhalten und der sexuellen Präferenz zu unterscheiden.

Vielen Dank,

@Anonym: Bei den Spielen wird sich doch gerade auf Spiele bezogen, in denen es explizit um Gewalt geht und nicht auf solche, in denen theoretisch Gewalt möglich ist.

Und nochmal: Spiele dienen der Unterhaltung. Unterhaltung, gerade in Form von Gewaltinhalten, dient keinem Grundbedürfnis. Die Lebenshilfe "Liebespuppe" dient menschlichen Grundbedürfnissen nach Nähe und Sexualität. Das alternativlos zu verbieten hat für Menschen, die sich diese Grundbedürfnisse anderweitig nicht erfüllen können, eine ganz andere Qualität, die tief und schmerzhaft in ihr Leben einschneidet. Wenn man brutale Krimis und Computerspiele verbieten würde, würde niemandem Verzweifelung und Einsamkeit entstehen, die Menschen im Ergebnis sogar zum Suizid bringen können. Liebespuppen, also Lebenshilfen, mit Unterhaltungsmedien wie Spielen oder Filmen zu vergleichen, ist, wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

Und selbst wenn man nun unbedingt annehmen möchte, dass irgendwelche Leute ihre Puppen gewaltsam behandeln: Das ist mit Puppen in Erwachsenengestalt eben auch möglich. Seltsam nur, das die nicht auch verboten wurden, nicht wahr? Einen klareren Beweis dafür, worum es eigentlich geht, kann die Gegenseite doch gar nicht liefern: Bei dem Puppenverbot geht es eben nicht darum, Gewalt zu verhindern. Und vor allem geht es nicht darum, irgendeinen realen Menschen zu schützen. Es geht darum, pädoerotische Fantasien zu verbieten, ungeachtet dessen, was dieses Verbot für Schaden und Leid anrichtet und sogar ungeachtet dessen, ob man sich damit sogar um eine Präventionsmöglichkeit damit bringt.

Was hier passiert ist, ist, eine absolute Unmoral als Moral zu verkaufen. Erschreckenderweise funktioniert das, denn niemand hinterfragt diese Scheinmoral. Auf den Beitrag hier bezogen:

"Danaher lehnt in seiner Arbeit kindliche Sexpuppen kategorisch ab, die er als grundlegend unmoralisch sieht. Unter anderem argumentiert er, dass Besitzende solcher Puppen einen grundsätzlich unmoralischen Charakter hätten und deren Nutzung eine komplette Verachtung von sexueller Moral und gegenseitigen persönlichen Respekt zeigen würde."

Hier könnte man sich zumindest fragen, warum Leute der Auffassung sind, Menschen, die für ihr Leben verantwortungsvoll auf Liebespuppenkinder ausweichen möchten, aber sich (wie eigentlich jeder gesunde Mensch) eine erfüllende Sexualität wünschen und diese leben möchten, seien unmoralisch. Nur weil es nicht in das Weltbild von bestimmten Leuten passt, anderen Leuten "Unmoral" andichten zu wollen, sollte zumindest kritisch aufhorchen lassen. Vielmehr sollte man die Moral von Leuten auf den Prüfstand stellen, die solche Anschuldigungen äußern.

Die Kommentare vom Y-Kollektiv sind generell ein Witz unter diesem Video.

Wir zeigen Marvin hier nicht unkritisch. Seine Angaben zu seinen Erfolgszahlen halten unseren Recherchen nicht stand. Zudem zeigen wir, was die Polizei über die selbsternannten "Pedo-Hunter" sagt.

Aber schaut mal, das Y-Kollektiv hat sich in den Antworten selber zu Wort gemeldet, doch sicherlich, um ihren Interviewpartner zu verteidigen und als Journalisten auf die Bedeutung der Redefreiheit hinzudeuten!

@ykollektiv
@zame2476 Homosexualität ist eine gesunde Variante der menschlichen Sexualität und keine Verhaltensstörung wie Pädophilie. Warum sollte das ein Problem sein, wenn zwei gleichgeschlechtliche Erwachsene eine einvernehmliche Beziehung führen?

Aber Gewalt in Videospielen ist inzwischen doch total akzeptiert, obwohl es die gleichen Diskussionen dort ja auch gegeben hat (Killerspiele führen zu Amokläufen und so). Heute darf ich solche Mods [TRIGGERWARNUNG!] problemlos installieren, ohne befürchten zu müssen, dass die Polizei mir die Wohnungstür eintritt, aber wehe ich würde eine Mod installieren, mit der man Kinder nackt ausziehen könnte!

Über uns

Kinder im Herzen ist ein Weblog zum Thema Pädophilie, der von pädophil empfindenden Menschen betrieben wird, die sich entschieden haben ihre sexuellen Wünsche nie mit Kindern auszuleben. Wir schreiben über diverse Themen im Zusammenhang mit Pädophilie, die uns bewegen.

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Die Unschuldsvermutung ist ein wesentliches Fundament des Rechtsstaates und wer dies infrage stellt, stellt den Rechtsstaat infrage. Wem da etwas persönlich gefällt oder nicht, ist in diesem Punkt irrelevant.
Sicher. Man kann es aber trotzdem fordern. Manchen Feministen gefällt auch die Unschuldsvermutung so überhaupt nicht - zumindest wenn der Beschuldigte ein Mann ist.
Hier mal ein Paar Zitate: Fernsehaussagen gelten nicht als wissenschaftliche Quellen, da sie oft nicht die erforderliche akademische Strenge und Überprüfung durch Fachkollegen aufweisen. Wissenschaftliche Quellen müssen von Experten verfasst und durch einen Peer-Review-Prozess validiert sein. Das sollte allen Forschern bekannt sein. Umso absurder wirkt das Urteil. Wieso kritisiert das nirmand so richtig? Es sollte doch einem gruseln, wenn so tiefe Grundrechtseingriffe (das Gericht spricht ja selber von einem sehr tiefen Eingriff) mit Aussagen aus alten Fernsehbeiträgen begründet werden. Das ist doch lächerlich insb. wenn wie Offenloch auch zeigt die neueste Aussage der Person in einem aktuellen Beitrag eher keine Gefahr suggeriert. Warum zitiert man dann nicht auch das, sondern greift auf altes Material zurück? Das ist dermaßen skandalös dss ich nicht drauf klar komme. Diese Vorgehnsweise stört mich viel mehr als das Ergebnis, weil es die Integrität des Gerichts völlig in Frage stellt.
Ich finde es zunächst sehr positiv, dass über dieses Thema gesprochen wird und nicht ohne Diskussion gleich Verbote auf den Weg gebracht werden. Auch hat es mich gefreut, dass eine Therapeutin von KTW Texte nicht wie sonst bei Ersatzmaterialien - gerade von Herrn Prof. Beier hört man diesbezüglich fast nur negatives - dies nur abgelehnt hat, sondern auch den positiven Aspekt auf manche Menschen hervorgehoben hat. Die Aussagen von Colm Gannon haben mich hingegen sehr verärgert. Ich finde es immer Schade, wenn Leute, die sich für den Kinderschutz oder angeblich für den Kinderschutz einsetzen, meinen, dies sei nur möglich, wenn das Leben von pädophilen Menschen in Bezug auf ihre Sexualität unerfüllend ist und Ihnen auch das genommen wird, was überhaupt keinen Schaden an Kindern verursacht. Seine Aussage, dass er es gut finden würde, wenn die Polizei nicht danach unterscheiden würde, ob reale Kinder betroffen sind oder nicht, beweist doch einmal, dass es ihm gar nicht um wirklichen Kinderschutz geht. Ich finde es erschreckend, wenn die Menschenrechte von Leuten wie ihm für Pädophile zur Disposition gestellt werden. Menschenrechte sind grundsätzlich nicht teilbar und eine Abwägung kann es nur bei Grundrechten geben, bei denen aber auch nicht eine bestimmte Gruppe bevorzugt oder benachteiligt werden darf. Trotzdem halte ich die Diskussion für gut und sinnvoll. Ja, die pädophile Perspektive fehlt und auch die Rechtssicherheit vor Kriminalisierung bei Hausdurchsuchungen ist dringend notwendig. Insgesamt ist diese Diskussion aus meiner Sicht schon einmal ein guter Anfang am langen Weg der Entstigmatisierung.
Die selektive Anwendung von Menschenrechten widerspricht dem Gedanken der Menschenrechte fundamental und ist ein Zeichen für die Geringschätzung dessen. Dass Grundrechte gegeneinander abgewogen werden müssen und dass dabei manchmal ein Grundrecht den Kürzeren ziehen muss, ist hingegen normal. Es hat aber nichts damit zu tun, dass Menschenrechte für bestimmte Gruppen selektiv angewendet werden. Letzteres ist eindeutig verfassungswidrig.