Thema: ALICE IM WUNDERLAND

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Lieber Leser,

kennst du das frustrierende Gefühl, gegen jemanden zu argumentieren, der im Kern irgendwie recht hat, es aber einfach zu weit treibt? So ging es mir diese Woche irgendwie ziemlich häufig: und zwar gab es viele Berichte über Missstände, die grundsätzlich völlig zurecht angeprangert wurden… Nur, dass dann in den Formulierungen unnötigerweise von "Pädophilen" die Rede ist und wir in eine Art Kollektivschuld genommen werden, die weder richtig noch fair ist. Da das Thema Pädophilie im Zusammenhang mit Missbrauch momentan wegen der Missbrauchsfälle von Münster immer noch in aller Munde ist, gab es diese Woche ziemlich viele Medienerzeugnisse zu dem Thema, und es wurde unter anderem auch bei Maybrit Illner und Markus Lanz diskutiert. 

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Lieber Leser,

diese Woche steht vor allem unter dem Schatten eines weiteren Missbrauchsfalls von immensen Auswirkungen, der die Medien erschüttert hat. Nach Lügde und Bergisch-Gladbach ist diesmal Münster der Schauplatz von umfangreichen Ermittlungen gegen Sexualstraftäter, welche die Medien sicherlich auch in den kommenden Wochen und Monaten noch sehr beschäftigen wird. Ein paar Negativbeispiele aus der Berichterstattung um diesen Fall habe ich jetzt schon in meiner Kiste mitgebracht, zusammen mit einigen anderen ausgewählten Themen und Berichten, die diese Woche in den Medien waren.

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Über uns

Kinder im Herzen ist ein Weblog zum Thema Pädophilie, der von pädophil empfindenden Menschen betrieben wird, die sich entschieden haben ihre sexuellen Wünsche nie mit Kindern auszuleben. Wir schreiben über diverse Themen im Zusammenhang mit Pädophilie, die uns bewegen.

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Neuste Kommentare

Viele Versäumnisse aus der Doku betreffen aber wirklich grundlegende Sachen, die jeder Journalist drauf haben sollte. Zum Beispiel, dass man kritisch nachhakt, wenn jemand offensichtliche Bullshit-Antworten ("Pädokriminalität war zu lang fürs Plakat") gibt. Oder Lügen sofort richtigzustellen, und sie nicht einfach stehen zu lassen oder vielleicht 30min später zu korrigieren. Oder auch dass man Gewalttäter, die durch öffentlichen Zuspruch motiviert sind nicht einfach eine Plattform gibt, in der sie frei äußern können, wie toll sie Selbstjustiz finden. Das sind so Sachen von denen ich erwarten würde, dass sie im ersten Semester in der Journalistenschule gelehrt werden. Über all die Falschaussagen, Ungenauigkeiten und Demütigungen im Bereich der Pädophilie rede ich da noch gar nicht.
Journalisten sind auch nur Menschen und die verfügbaren Informationen sind halt wirklich mangelhaft, weil überall etwas anderes steht, da sich kaum einer für eine richtige Einordnung orientiert. Ich weiß jetzt nicht wann und wo recherchiert wurde, aber z. B. wurden die Fakten auf der Webseite von KTW in 10 Jahren nicht angefasst. Das ist erst passiert als ich den Heyden angeschrieben hatte. Es ist auch nicht überzogen, sondern einfach der heutige Standard, wenn es um Pädophilie geht.
Traurig, dass wir in einer Welt leben, in der es schon überzogen ist zu erwarten, dass Journalisten den Job machen, für den sie bezahlt werden.
Was habt ihr erwartet? Selbst das Bundesverfassungsgericht ist nicht in der Lage dazu vernünftig über Pädophilie zu recherchieren. Es ist einfach gesellschaftlich dermaßen verzerrt das die Durchdringung der Fakten unmöglich erscheint. Es herrscht eine breite Wahrnehmungsverzerrung um es mal mit den Worten von Beier zu sagen.
Ergänzend: Diese NGO wirbt in Deutschland aktuell für ein Workshop über fiktive Kinderpornographie in Textform an einer Berliner Hochschule am 28.09.2026. Es ist eine Online-Teilnahme möglich. Wer sich registrieren möchte: https://c4osl.org/medical-school-berlin-workshop/