Thema: VORURTEILE

Hier findest du alle auf Kinder im Herzen veröffentlichten Beiträge zum Thema VORURTEILE.

Alle Beiträge zum Thema

Das Urteil vom Bundesverfassungsgericht setzt mir schwer zu. Dass Vorurteile in unserem angeblich „liberalen“ Land ausreichen, um Diskriminierungen per Strafgesetzbuch gegen Menschen durchzusetzen, die niemandem ein Leid zufügen, macht mich einfach nur wütend, traurig und letztendlich hilflos. Ich hätte nicht gedacht, dass das Gericht einfach selektiv vorgeht und keine ehrliche Urteilsfindung anstrebt. Selbst wenn es auch dann eine Bestätigung des Verbots geworden wäre, hätte es mich längst nicht so mitgenommen, hätte man auch Stimmen gegen das Verbot zumindest angehört und berücksichtigt. Herangezogen wurden aber nur Stimmen, die das Puppenverbot befürworten.

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review

Geschrieben mit Unterstützung von Sirius, Regenbogenfisch und Georg

Eine Betroffene von sexuellem Missbrauch und ein pädophiler Mann sitzen zusammen in einem Raum.

Josefine ist ein ehemaliges Opfer sexuellen Missbrauchs. Sie wurde im Kindesalter von ihrer Mutter an einen Missbrauchsring verkauft und war bis zu ihrem 18. Lebensjahr immer wieder schwerem sexuellen Missbrauch und anderen Formen psychischer und physischer Gewalt ausgesetzt. Heute setzt sie sich für Menschen ein, die ähnliches erfahren mussten.

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Zu keinem anderen Thema gibt es wohl so viele Vorurteile wie zu Pädophilie. Dazu passt, dass auch die Vergleiche, die im Zusammenhang mit Pädophilie angestellt werden, mitunter einfach nur absurd sind. Natürlich bedeutet Vergleichen nicht Gleichsetzen und ein Vergleich kann einen komplexen Sachverhalt niemals zu 100% erklären. Dennoch gibt es natürlich Vergleiche, die sich bei diesem Versuch besser anstellen als andere. In diesem Beitrag möchte ich ein paar dieser eher unpassenden Vegleiche nennen, die sich entweder besonders hartnäckig halten oder die ich besonders absurd fand.

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Wenn ich mich im Internet in Foren wie z.B. gutefrage.net in Diskussionen zum Thema Pädophilie einbringe und mich als pädophil zu erkennen gebe, dann gibt es verschiedene Arten, wie die Leute darauf reagieren. Hier möchte ich einmal die wohl 5 Häufigsten davon vorstellen:

1. „Ihr seid Abschaum und man sollte euch einsperren“

„Einsperren“ kann man auch durch „töten“, „zusammenschlagen“ oder ähnlich nette Wörter ersetzen. Hierbei handelt es sich wohl um die Antwort des durchschnittlichen BILD-Lesers und solche Leute sind dann wohl auch für körperliche Angriffe auf (vermeintlich) pädophile Menschen verantwortlich, wie sie

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Bei genauem Hinsehen strotzt die Harry Potter-Reihe nur so vor Parallelen zu unserer Situation. Da es einfach zu viele für einen einzelnen Blogbeitrag sind, möchte ich heute mal auf eine bestimmte Begebenheit eingehen und gleich auch ein Beispiel liefern, wie man mit festgefahrenen Vorurteilen, wie es sie auch gegen uns Pädophile gibt, besser umgehen kann.

Auch wenn sich die meisten, die die Harry Potter-Bücher gelesen haben, wohl gewünscht haben, selbst einmal in der Zaubererwelt leben zu können, ist auch diese Welt alles andere als perfekt. Vorurteile und Diskriminierung von Andersartigen sind auch hier an der Tagesordnung. Im vierten Teil „Harry Potter und der Feuerkelch“ etwa wird bekannt, dass Hagrid ein Halbriese ist, nachdem die Journalistin Rita Kimmkorn ein Gespräch zwischen ihm und Madame Maxime belauscht hatte. In ihrem Zeitungsartikel bezeichnet sie Hagrid, unterfüttert von erfundenen Geschichten der Slytherins um Draco Malfoy als „Gefahr für Harry Potter und seine Mitschüler“ und Riesen generell als „blutrünstig und gewalttätig“. Und das ohne dass Hagrid jemals einem Schüler etwas getan hätte. Er erhält nach Erscheinen dieses Artikels sogar Briefe mit Inhalten wie „Du bist ein Monster und man sollte dich erlegen“. Ähnliche Reaktionen könnte man wohl auch erwarten, wenn man sich in unserer Welt als pädophil outen würde bzw. unfreiwillig geoutet werden würde. Sogar Ron, der schon lange mit Hagrid befreundet ist, reagiert geschockt. Ganz anders ist jedoch Hermines Reaktion, die mich, als ich das Buch zum ersten Mal nachdem ich mir meiner Neigung bewusst geworden bin, gelesen habe, sehr beeindruckt hat.

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Über uns

Kinder im Herzen ist ein Weblog zum Thema Pädophilie, der von pädophil empfindenden Menschen betrieben wird, die sich entschieden haben ihre sexuellen Wünsche nie mit Kindern auszuleben. Wir schreiben über diverse Themen im Zusammenhang mit Pädophilie, die uns bewegen.

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Neuste Kommentare

Sirius zu Kognitiv verzerrt
Aber warum sollte Kontakt mit Kindern korreliert sein mit der Contact-Haltung? Wenn überhaupt würde ich intuitiv eher erwarten, dass Pro-Cs mehr Kontakt zu Kindern haben, da manche Anti-Cs tendenziell vielleicht eher versuchen, Kontakt zu Kindern pauschal zu vermeiden.
Namielle zu Kognitiv verzerrt
Ich denke, dass das eher daran liegt, keinen (näheren) Kontakt zu realen Kindern zu haben. Dann würden diese Pädophilen nämlich merken, dass man für einen erfüllenden Kontakt zu Kindern des präferierten Geschlechtes (in meinem Fall Mädchen) gar nicht gegen das Gesetz verstoßen braucht. Es gab (und gibt) immer Mädchen, die mich (sehr) gemocht und die "normale" körperliche Nähe zu mir von sich aus gesucht haben. Klar, es wäre schön, wenn ich mit meinem Lieblingsmädchen auch Weihnachten verbringen könnte oder ein paar andere Sachen möglich wären... Ansonsten bin ich aber so schon sehr glücklich mit der gemeinsamen Zeit, die ich mit Mädchen haben kann. "Sex" fehlt mir sowieso am wenigsten - im Grunde gar nicht.
@Schneeschnuppe Mir haben Gruppen usw. nur geschadet. Das liegt aber daran, weil eine Auseinandersetzung mit meinem pädophilen Anteil nur in Leid endet. Sie ist eben nicht genießbar, da alles verboten wird. Wie soll ich diesen Teil akzeptieren, wenn ein opferloser und privater Umgang im Verborgenen verboten werden darf? Wie soll ich das akzeptieren, wenn dieser private Umgang den "Achtungsanspruch von Kindern verletzt"? Selbst ein Umgang mit dieser Neigung der zu keinem Zeitpunkt reale Kinder involviert wird extrem stark problematisiert und dessen Existenz in Frage gestellt. Diesen Teil zu akzeptieren bedeutet eine Last anzuerkennen, die gut 60 - 70 Jahre andauern wird. So lange und jeden Tag auf sämtliche sexuellen Aspekte zu verzichten kann nicht ohne erhebliche psyschische Probleme funktionieren.
Sirius zu Kognitiv verzerrt
Was mich wirklich wundert, ist dass die Probleme mit dem Fragebogen eigentlich sehr offensichtlich sind, wenn man sich die Fragen nur einmal durchliest. Wie kann ein Therapieprogramm, das behauptet, Menschen bei der Akzeptanz ihrer Sexualität helfen zu wollen einen Fragebogen nutzen, in dem Zustimmung zu der Aussage "Sexuelle Gedanken oder Phantasien über ein Kind zu haben, ist nicht so schlimm" als Beweis für vermeintliche kognitive Verzerrungen gewertet wird?
Sirius zu Kognitiv verzerrt
Auch mit ihrem Fragebogen konnten die Autor:innen allerdings keinen Zusammenhang zwischen den Testergebnissen und Verurteilungen wegen Sexualstraftaten gegen Kinder feststellen. Wer also Pro-C Ansichten hatte, gab nicht öfter als andere an, wegen solcher Straftaten verurteilt worden zu sein. Hierzu ein Update: eine neuere Arbeit von Lievesley und Harper stellte fest, dass Pro-C Ansichten, ermittelt mit dem Fragebogen von Jahnke et al., in einer Stichprobe von 265 Pädophilen aus englischsprachigen Foren durchgängig und stark mit der selbst zugegebenen Bereitschaft, Sexualstraftaten gegen Kinder zu begehen, korrelieren. Quelle: Lievesley, Rebecca, and Craig A. Harper. “Understanding the Use of Child-Related Sexual Fantasy and Fictional Sexual Materials by People Who Are Attracted to Children.” Psychology &Amp; Sexuality, January 2026, 1–33. https://doi.org/10.1080/19419899.2026.2619511.