Beiträge von Februar 2020

Liebe Leser,

diese Woche enthält eine kleine Überraschung: So darf ich die Hamburger Morgenpost, die normalerweise eher auf BILD-Niveau schreibt, lobend erwähnen, und muss gleichzeitig den eigentlich eher seriösen Spiegel kritisieren. Thematisch geht es diesmal einmal um eine Folge des Dortmunder Tatorts – genauer gesagt die Berichterstattung darum – und um ein Interview mit dem Forensiker Dr. Peer Briken. 

1. Morallose Monster in Dortmund

Im Dortmunder "Tatort" ging es diesen Sonntag sehr dramatisch her. So traf der ermittelnde Kommissar Peter Faber auf seinen Erzfeind Markus Graf, der Fabers Familie ermordet hat und jetzt aus dem Gefängnis ausgebrochen ist. Um an Graf heranzukommen, entführt er die Tochter eines Kollgen und bietet sie auf einer Plattform im Darkweb zum Verkauf an, und fordert Fabers Suizid, bevor er das Mädchen wieder freilässt.

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Der Wunsch nach einem Beziehungspartner ist etwas zutiefst menschliches und daher beschäftigt er natürlich auch Menschen mit einer pädophilen Neigung. Aber passt das überhaupt zusammen?

Ich selbst bin nicht kernpädophil, ich kann hier also selbstverständlich nur von meinen eigenen Erfahrungen mit vergangenen Partnerschaften und meiner aktuellen Beziehung sprechen. Ich denke, wenn man nicht ausschließlich an Kindern sondern auch an Erwachsenen sexuelles (und/oder) romantisches Interesse hat, dann ist so eine Beziehung zu einem nicht-pädophilen Menschen durchaus möglich. Dazu ist allerdings, wie in jeder gesunden Beziehung, Offenheit und Verständnis auf beiden Seiten nötig - und die Bereitschaft Kompromisse einzugehen.

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Liebe Leser,

ich bringe euch wieder einmal einen ganzen Haufen an Artikeln und Medienbeiträgen zum Thema Pädophilie, die diese Woche veröffentlicht wurden. Leider wieder einmal ausschließlich negatives. Besonders enttäuschend war ein Beitrag des hessischen Rundfunks, und die Medienberichterstattung um den Dortmunder "Tatort" von letzter Woche hat sich leider auch ziemlich stigmatisierend fortgesetzt.

1. hr-iNFO hält Kindesmissbrauch für "naheliegend"

Der Hessische Rundfunk hat eine etwa halbstündige

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Titelbild zu Bericht: Workshop zum Thema Pädophilie im Rahmen eines LGBT+ Seminars

Am Freitag, den 10.11.2017 trafen sich Max, Sirius und ein weiteres Mitglied des SuH-Teams, das in diesem Bezug nicht genannt werden möchte, im Rahmen eines von Mascha aus dem GSA-Forum mitorganisierten Seminars zum Themenbereich LGBTIQ+ (lesbian, gay, bi, trans, intersex, queer und weitere). Dort hatten wir die Möglichkeit, ein wenig Aufklärung zu betreiben und einen allgemeinen Vortrag zum Thema Pädophilie mit unseren persönlichen Geschichten und Perspektiven zu vertiefen. Die Seminargruppe bestand aus ca. 20 Personen im Alter von 20-35 Jahren aus 12 Ländern, wesentlich mehr Frauen als Männer, von denen die Mehrzahl selber schwul, lesbisch, bi, transgender oder transsexuell war.

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Liebe Leser,

es ist eine Weile her, seit wir den letzten positiven Medienbeitrag zum Thema Pädophilie gesehen haben. Leider wird sich diese Woche daran ebenfalls nichts ändern. Auch diesmal habe ich in meiner Kiste nur Beiträge mitgebracht, die Pädophilie im Zusammenhang mit Straftaten behandeln; Beiträge, in denen von pädophilen Tätern die Rede ist, oder von Akten von Pädophilie (sprich: Straftaten an Kindern, manchmal auch an Jugendlichen), oder von pädophilen Erwachsenen, die sich an Kinder ran machen. Inhaltlich geht es diese Woche unter anderen um Kindesmissbrauch, Cybergrooming, pädophile Ermittler und um Abtreibung.

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Titelbild zu Akzeptanz statt Prävention

Stigmatisierung ist ein Prozess, bei dem eine Person oder eine Gruppe aufgrund einer einzelnen Eigenschaft abgewertet und sozial ausgegrenzt wird. Besonders gegen Menschen mit Pädophilie existiert ein starkes Stigma, was vor allem daran liegt, dass viele Menschen eine starke Verbindung zwischen Pädophilie und sexuellem Kindesmissbrauch sehen. Dies äußert sich zum Beispiel so, dass viele der Meinung sind, pädophile Menschen gehören verfolgt und bestraft – auch dann, wenn sie sich nichts zuschulden haben kommen lassen. Einer Umfrage zu Folge sind fast 50% der Befragten der Meinung, pädophile Menschen gehören grundsätzlich ins Gefängnis. Auch wollen nur wenige überhaupt etwas mit pädophilen Menschen zu tun haben, und nur 5% der Befragten konnten sich überhaupt eine Freundschaft mit einem pädophilen Menschen vorstelle.

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Mascha, Caspar, Max und Aiko waren im April 2019 zu einem „Thementag Pädophilie“ an einer deutschen Uni eingeladen. Organisiert von zwei Arbeitskreisen aus den Fachschaften Medizin und Psychologie, die sich mit Diversität, Sexualaufklärung und auch Missbrauchsprävention auseinandersetzen. Das Interesse war umwerfend groß: mit 40 Teilnehmern wurde gerechnet, 85 meldeten sich an und letztendlich waren etwa 90 tatsächlich anwesend. Zur Sicherheit wurden alle registriert und mussten ihre Handys an der Garderobe abgeben.

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Liebe Leser,

nachdem meine Kiste letzte Woche doch sehr voll war, ist sie diese Woche dafür umso leerer. Das ist aber gar nicht schlimm und gibt mir den Raum für ein bisschen Eigenwerbung, und so kann ich voller Freude verkünden, dass das Selbsthilfeforum Gemeinsam statt allein, in dem ich als Administrator und Moderator aktiv bin, nach einigen Monaten des Umbaus diese Woche wieder online gegangen ist. Davon abgesehen gibt es leider wieder nichts Positives zu berichten, und so habe ich noch ein paar kleinere Medienberichte mitgebracht, die mich etwas irritiert haben.

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Gastbeitrag

Vom 25.-27.10.19 gab es von "Mit Sicherheit verliebt"1 aus der Offene Fachschaft Medizin (Ofamed) der Uni Freiburg den Schwerpunktworkshop „SEX-POSITIVITY“. Etwas über 70 Studierende hatten sich zu diesem Workshop angemeldet und die Teilnehmerliste musste noch verlängert werden.

Für uns relevant war der Erste von drei Workshopblocks:
„Hier werdet ihr in Kleingruppen Gespräche mit unterschiedlichen Personen(gruppen) haben, welche entweder persönlich oder professionell mit Sexpositivität zu tun haben.“

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Über uns

Kinder im Herzen ist ein Weblog zum Thema Pädophilie, der von pädophil empfindenden Menschen betrieben wird, die sich entschieden haben ihre sexuellen Wünsche nie mit Kindern auszuleben. Wir schreiben über diverse Themen im Zusammenhang mit Pädophilie, die uns bewegen.

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Neuste Kommentare

Nicht nur das. Die Unschuldsvermutung ist ein justizielles Menschenrecht. Das hält aber manche Leute nicht davon ab, es dennoch in Frage zu stellen.
Die Unschuldsvermutung ist ein wesentliches Fundament des Rechtsstaates und wer dies infrage stellt, stellt den Rechtsstaat infrage. Wem da etwas persönlich gefällt oder nicht, ist in diesem Punkt irrelevant.
Sicher. Man kann es aber trotzdem fordern. Manchen Feministen gefällt auch die Unschuldsvermutung so überhaupt nicht - zumindest wenn der Beschuldigte ein Mann ist.
Hier mal ein Paar Zitate: Fernsehaussagen gelten nicht als wissenschaftliche Quellen, da sie oft nicht die erforderliche akademische Strenge und Überprüfung durch Fachkollegen aufweisen. Wissenschaftliche Quellen müssen von Experten verfasst und durch einen Peer-Review-Prozess validiert sein. Das sollte allen Forschern bekannt sein. Umso absurder wirkt das Urteil. Wieso kritisiert das nirmand so richtig? Es sollte doch einem gruseln, wenn so tiefe Grundrechtseingriffe (das Gericht spricht ja selber von einem sehr tiefen Eingriff) mit Aussagen aus alten Fernsehbeiträgen begründet werden. Das ist doch lächerlich insb. wenn wie Offenloch auch zeigt die neueste Aussage der Person in einem aktuellen Beitrag eher keine Gefahr suggeriert. Warum zitiert man dann nicht auch das, sondern greift auf altes Material zurück? Das ist dermaßen skandalös dss ich nicht drauf klar komme. Diese Vorgehnsweise stört mich viel mehr als das Ergebnis, weil es die Integrität des Gerichts völlig in Frage stellt.
Ich finde es zunächst sehr positiv, dass über dieses Thema gesprochen wird und nicht ohne Diskussion gleich Verbote auf den Weg gebracht werden. Auch hat es mich gefreut, dass eine Therapeutin von KTW Texte nicht wie sonst bei Ersatzmaterialien - gerade von Herrn Prof. Beier hört man diesbezüglich fast nur negatives - dies nur abgelehnt hat, sondern auch den positiven Aspekt auf manche Menschen hervorgehoben hat. Die Aussagen von Colm Gannon haben mich hingegen sehr verärgert. Ich finde es immer Schade, wenn Leute, die sich für den Kinderschutz oder angeblich für den Kinderschutz einsetzen, meinen, dies sei nur möglich, wenn das Leben von pädophilen Menschen in Bezug auf ihre Sexualität unerfüllend ist und Ihnen auch das genommen wird, was überhaupt keinen Schaden an Kindern verursacht. Seine Aussage, dass er es gut finden würde, wenn die Polizei nicht danach unterscheiden würde, ob reale Kinder betroffen sind oder nicht, beweist doch einmal, dass es ihm gar nicht um wirklichen Kinderschutz geht. Ich finde es erschreckend, wenn die Menschenrechte von Leuten wie ihm für Pädophile zur Disposition gestellt werden. Menschenrechte sind grundsätzlich nicht teilbar und eine Abwägung kann es nur bei Grundrechten geben, bei denen aber auch nicht eine bestimmte Gruppe bevorzugt oder benachteiligt werden darf. Trotzdem halte ich die Diskussion für gut und sinnvoll. Ja, die pädophile Perspektive fehlt und auch die Rechtssicherheit vor Kriminalisierung bei Hausdurchsuchungen ist dringend notwendig. Insgesamt ist diese Diskussion aus meiner Sicht schon einmal ein guter Anfang am langen Weg der Entstigmatisierung.