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Ich bin tatsächlich auch etwas ratlos. Selbst wenn man zugrundelegt, dass wir uns nicht bereits Monate vor dem Realease gemeldet haben, wie es offizielle Journalisten sicher tun können, so erscheint es auch mir recht seltsam, dass auf keinen meiner Lösungsvorschläge eingegangen wurde und bloß noch weitere (angebliche) Gründe genannt wurden, warum ein Interview nicht möglich ist. So als zöge man schnell Dinge an den Haaren herbei. Dies lässt einen, gerade als dauerdiskriminierter Pädophiler, schnell hellhörig werden. Ich hoffe wirklich, dass ich mit dieser Einschätzung nicht vorschnell bin, aber auch ich komme (auch im Hinblick auf die in Interviews bestätigte Art der Recherche) zu dem Schluss, dass scheinbar von vornherein keine Bereitschaft bestand, mit Betroffenen zu sprechen. Und dass nicht geplant ist, an diesem Umstand etwas zu ändern.

Dieter Gieseking

"Damit bietet der Film nur 2 Optionen für Markus: entweder er wird zum Missbrauchstäter, oder er bringt sich vorher um."

Nein, es gibt noch eine 3. Option - ER zieht die Therapie beim Psychologen bis zum Ende durch. Dazu muss ER nur nochmals dort hingehen. Leider erfahren wir ja nicht, welche der Optionen er wählen wird. Das wäre ein Stoff für eine Fortsetzung des Filmes...

"Du jedoch vertrittst meiner Ansicht nach eindeutig die Position der Legalisierung von Sexualkontakten und trittst auch öffentlich dafür ein. " Das ist richtig! Und daran wird sich auch niemals etwas ändern - diese politische Position ist nicht verhandelbar.

Wir wollen hier keine Diskussionen darüber führen, ob Sexualkontakte zu Kindern legalisiert werden sollen. Unsere Position zu der Frage kann hier nachgelesen werden und ist genauso wenig verhandelbar. Wir werden daher alle weiteren Kommentare, die in diese Richtung gehen, löschen.

Ich würde das Ende wesentlich weniger optimistisch betrachten. Markus wird den ganzen Film als jemand gezeigt, der ständig kurz vorm Übergriff steht und permanent mit einer Stimme im Kopf herumläuft, die ihm sagt, er solle kleine Jungs missbrauchen. Meiner Ansicht nach ist die Implikation, die der Film macht, klar: wenn sich Markus entscheidet, sich heimlich mit Arthur zu treffen, dann wird es zu einem Übergriff kommen. Damit bietet der Film nur 2 Optionen für Markus: entweder er wird zum Missbrauchstäter, oder er bringt sich vorher um.

Siehe das oben verlinkte Interview mit Max Riemelt, den Hauptdarsteller dessen Aufgabe es ist, den pädophilen Markus zu porträtieren:

Betroffene habe ich nicht getroffen, stattdessen hat mir Savaş Videos gezeigt von Menschen, die im Internet anonym darüber sprechen. Schon da habe ich gemerkt, dass ich mir diese Geschichten gar nicht so gut anhören kann, weil ich mir vielmehr meine eigene Figur „bauen“ musste, die eine eigene Geschichte und einen eigenen Umgang mit dieser Neigung hat.

Riemelt hat also ein paar Online-Videos gesehen, und deren Inhalte dann für sein Spiel trotzdem verworfen. Das war das gesamte Ausmaß seiner Recherchen.

Nunja, das Interview zerstört für mich eher jede noch vorhandene Resthoffnung, dass Ceviz vielleicht die Lebenswelt eines pädophilen Menschen zeichnen wollte und zeigt eher, dass es ihm von Anfang an darum ging zu zeigen, wie aus pädophilen Menschen Täter werden.

Ich finde es ungeheuerlich, dass dir so direkt ein Interview verwehrt wurde.

Nicht nur, dass keiner der Verantwortlichen im Vorfeld mal mit einem pädophilen Menschen gesprochen hätte. Nein, auch im Nachhinein weigern sie sich unter fadenscheinigen Begründungen, mal mit einem Betroffenen zu reden. Gleichzeitig klopfen alle Medien dem Regisseuren (und er sich selber auch) auf die Schulter dafür, was für eine "realitätsnahe" Geschichte ihm gelungen ist, und man steht nur daneben und fragt sich: wie um alles in der Welt wollt ihr das beurteilen, wenn ihr euch aus Angst vor einer wie auch immer gearteten "Verharmlosung" partout weigert, mal mit jemanden zu sprechen, für den diese Realität Alltag ist?

Man stelle sich vor, was für ein Aufschrei es gegeben hätte, wenn so ein Film über einen Homosexuellen herausgekommen wäre und sich die Produzenten genauso geweigert hätten, mit einem homosexuellen Menschen zu reden.

Den Film werde ich in der Zukunft als Paradebeispiel für das Problem nehmen, dass gerne über uns, aber nie mit uns geredet wird; ein Missstand, aus dem letzten Endes ja auch die Idee für Kinder im Herzen entstanden ist.

Ich möchte nicht für alle hier sprechen, aber auch ich (und meines Wissens nach mindestens viele andere hier) sind für die ersatzlose Streichung der Pädophilie aus DSM und ICD. Ich glaube, dass eine Gefährdung für sich oder andere aus einer sexuellen Orientierung nicht auf einmal eine Krankheit machen sollte. Wenn ein homosexueller Mann sexuell frustriert ist, weil er keinen Partner findet und selbstverletzendes Verhalten an den Tag legt, oder andere Männer begrapscht, spricht man ja auch nicht urplötzlich von einer Homosexuellen Störung. Man identifiziert die Probleme dann richtigerweise als andere, die überhaupt nichts mit der sexuellen Präferenz zu tun haben, wie z.B. Depressionen, Impulskontrollstörungen uvm. Auch ich finde es also diskriminierend, da bei Pädophilen einen Unterschied zu machen.

Dieter Gieseking

Die geforderte Gleichstellung bezieht sich natürlich nur auf die sexuelle Identität der Pädophilen, die eben wie die Homosexuellen auch gesellschaftliche Akzeptanz erfahren müssen. Wie ich lesen, ist DAS auch Deine bzw. Eure Meinung.

K13online und weitere pädophile Aktivisten gehen aber aus sexualwissenschaftlicher und politischer Sicht noch einen Schritt weiter. Wir fordern auch die ersatzlose Streichung der Pädophile aus den Katalogen der DSM5 und ICD10 als Störung der Sexualpräferenz. Grundsätzlich darf die Pädophile also nicht mehr als Krankheit eingestuft werden. Im Moment sieht es in diesen Katalogen so aus, dass die Pädophile nur noch dann als Störung angesehen wird, wenn der Pädophile darunter leidet oder für sich(Suizid) oder andere(Kinder) eine Gefahr darstellt. Alle anderen Pädophilen sind nach diesen Katalogen also völlig gesund und nicht gestört. Dazu zähle ich mich übrigens auch! Gibts noch mehr von meiner Sorge hier???

Dieter Gieseking

Mir ist durchaus bekannt, dass KTW auch die Ansicht vertritt, dass Pädophile zum Beispiel in pädagogischen Einrichtungen beruflich mit Kindern arbeiten können dürfen. Das Gleiche gilt auch im gesamten Freizeitbereich. Sie müssen nur den ganzen sexuellen Aspekt außer vor lassen. Diesen Ansichten kann ich noch folgen.

Darüber hinaus gibt aber noch ganz private Freundschaften & Beziehungen, die mit dem Obigen nichts gemein haben. Ich zitiere Deine Worte: "Du jedoch vertrittst meiner Ansicht nach eindeutig die Position der Legalisierung von Sexualkontakten und trittst auch öffentlich dafür ein. " Das ist richtig! Und daran wird sich auch niemals etwas ändern - diese politische Position ist nicht verhandelbar. Und damit bin ich bei Weitem nicht alleine. International sowieso nicht, denn gibt weltweit nur noch in der Schweiz ein ähnliches Präventionsprojekt wie KTW. Bevor ich hier dieses Off-Topic-Thema abschließen möchte, hier nur noch ein persönlicher Hinweis: Auch ich praktiziere seit vielen Jahren die sogenannte Enthaltsamkeit jeden Tag. So gesehen lebe ich genauso wie die Autoren hier. Trotzdem: Das bekannte politische Ziel wird immer erhalten bleiben! Denn damit sind auch Hoffnungen verbunden, die das Leben lebenswerter machen....

Genau. Ich habe den Eindruck, dass die meisten Menschen genau diesen Aspekt nicht verstehen und deshalb so viel Hass auf uns niederprasselt. Sie denken an ihre eigenen Beziehungen und übertragen das auf uns. Sie schließen von sich auf andere und glauben, wir wollten von einem Kind das, was sie auch von ihrem Partner wollen. Eine Beziehung zu einem Kind sieht für mich aber ganz anders aus, sie ist freundschaftlicher, spielerischer Natur. Sie kommt gänzlich ohne sexuelle Handlungen aus und kann für beide Seiten sehr erfüllend sein.

Man muss nicht alle KTW-Teilnehmer über einen Kamm scheren. Und KTW selbst auch nicht. Ich kritisiere auch einzelne Aspekte an KTW. Aber ich bin selbst dort gewesen. Niemand dort hat meinen Kontakt zu Kindern in Frage gestellt. Im Gegenteil. Ich hatte sogar den Eindruck, er wurde in meinem individuellen Fall positiv gewertet, da er mir Stabilität gibt. Er hat mein zuvor einsames Leben buchstäblich gerade gerückt. KTW ist nicht das, was du denkst. Wir sind nicht, was du denkst.

In der Pädophilencommunity gibt es viel Zwist in Bezug darauf, was jemand jemand anderem zuschreibt zu sein. Vielen Pädophilen, die unsere Position vertreten, wird pauschal unterstellt, sie würden sich selbst verleugnen, obwohl das so gar nicht stimmt. Im Gegenzug gibt es auf unserer Seite natürlich auch einige, die selbstbewussten Pädophilen unterstellen, sie würden Sex mit Kindern befürworten. Auch dies stimmt oft nicht. Das Spektrum ist breit. Du jedoch vertrittst meiner Ansicht nach eindeutig die Position der Legalisierung von Sexualkontakten und trittst auch öffentlich dafür ein. Sehe ich das richtig? Somit haben wir in diesem Punkt fundamental unterschiedliche Ansichten.

Auch Jungen haben also Interesse an solchen Freundschaften. Und DAS sollte nicht nur der "normale" Besucher erkennen, sondern eben auch die Pädophilen, die eine solche Beziehung abstreiten und für sich nicht in Betracht ziehen. Die Therapie-Teilnehmer von KTW usw.... dürften dazu gehören....

Nun mischst du hier aber zwei völlig verschiedene Dinge zusammen. Eine Freundschaft zwischen Kindern und Erwachsenen ist sicher für niemanden der hier schreibt ein Problem - da hast du wohl irgendwas falsch verstanden.

Eine romantische "Beziehung" wie sie zwischen Erwachsenen üblich ist, ist das was wir ablehnen.

Einen solchen Film zur Pädophilie anzubieten bzw. später auch als DVD heraus zu geben, ist auch für den Verleih nicht ganz unproblematisch. Die etablierten Schwulen & insbesondere die Lesben haben die Positionen des Mainstreams übernommen. So gesehen ist es auch für Salzgeber mutig.

Natürlich kann man das so sehen. Aber für mich persönlich reicht der Versuch nicht. Der Film trifft keine mutigen Entscheidungen und orientiert sich am Mainstream. Das genügt in meinen Augen nicht.

Wer meine Positionen kennt, der weiß, dass ich/K13online die völlige Gleichstellung der Pädosexualität mit der Homosexualität und sogar Heterosexualität etc.. fordere.

Da muss ich jetzt aber bei solch einer Formulierung tatsächlich fragen, ob du auch forderst, dass Erwachsene und Kinder heiraten können und Sex haben sollten. Da liegt der Kernaspekt unserer Überzeugung, denn von solchen Einstellungen distanzieren wir uns hier ausdrücklich. Ansonsten sind wir zum Thema Gleichstellung ganz bei dir. Wir glauben, dass es zwischen der Homosexualität und der Pädophilie in Bezug auf die sexuelle Orientierung an sich keine Unterschiede gibt, und dass dementsprechend beide nicht unterschiedlich behandelt werden sollten. Der Unterschied liegt lediglich darin, dass das eine durch Geschlechtsverkehr und Heirat ausgelebt werden kann. Das andere muss ohne diese Aspekte auskommen, kann aber durchaus durch Freundschaften und Zuneigung zu Kindern ausgelebt werden. Dieser Unterschied hat in unseren Augen nichts mit der sexuellen Orientierung an sich zu tun, weshalb die Orientierung an sich gleich behandelt werden sollte. Lediglich im Bezug auf das Ausleben gibt es klare Unterschiede. Da du von Pädosexualität sprichst, bekomme ich den Eindruck, du seist der Meinung, dass die Pädophilie/Pädosexualität auch durch die den Homo- und Heteroteileios vorbehaltenen Aspekte (Heirat und Geschlechtsverkehr) ausgelebt werden können sollte. Ist das richtig?

Denn ich mache keine kostenlose Werbung für Filmverleihe, die sich von einem pädophilen Projekt distanzieren

Um das an dieser Stelle einmal deutlich zu machen: Wir möchten auf unserem Blog ebenfalls keine Werbung für Projekte, die wir nicht unterstützen, haben.

Kurz zu den Begriffen Pädophilie und Pädosexualität: Markus ist nach meiner Begriffsbestimmung (noch) kein Pädosexueller, weil er keine Sexualität praktiziert hat. Der Begriff Pädophilie bezieht sich nur auf seine sexuelle Neigung/Orientierung/Identität. Ich bevorzuge die sexuelle Identität der Pädophilie. Wer meine Positionen kennt, der weiß, dass ich/K13online die völlige Gleichstellung der Pädosexualität mit der Homosexualität und sogar Heterosexualität etc.. fordere.

Die Gleichstellung der pädophilen Neigung an sich mit anderen sexuellen Orientierungen wünschen wir uns ebenfalls - mit dem entscheidenen Unterschied, dass wir der Ansicht sind, dass gelebte Sexualität zwischen Kindern und Erwachsenen grundsätzlich abzulehnen ist.

Auch wenn das jetzt vollkommen Off-Topic ist wofür ich mich entschuldige, aber einfach zum besseren Verständnis, Du siehst den Gang zu KTW als Selbstaufgabe?

Dieter Gieseking

Die obige Filmkritik gefällt mir bisher am Besten. Ich kann Teilen zustimmen, anderen aber nicht. Beschränke mich hier aber auf den Filmverleih Salzgeber mit dem ich schon seit vielen Jahren in Kontakt stehe und auch schon eine ganze Reihe von anderen Spielfilmen bei K13online vorgestellt und besprochen habe. Mit wenigen Ausnahmen beschäftigen sich die Filme aber mit Homosexualität. Einen solchen Film zur Pädophilie anzubieten bzw. später auch als DVD heraus zu geben, ist auch für den Verleih nicht ganz unproblematisch. Die etablierten Schwulen & insbesondere die Lesben haben die Positionen des Mainstreams übernommen. So gesehen ist es auch für Salzgeber mutig. Der Verleih will offenbar keine zu große Nähe an die Pädophilie offen zeigen. DAS ist zwar aus deren Sicht nachvollziehbar, aber es kann natürlich nicht sein, dass der Verleih an dem Pädo-Thema Geld verdienen will, aber sich ansonsten abgrenzt usw... ! Im letzten Jahr hatte diesbezügliche Probleme mit einem anderen Filmverleih. Ich war gezwungen, alle Themen bezogene DVD-Spielfilme in deren Sortiment aus der K13-Filmliste zu entfernen. Denn ich mache keine kostenlose Werbung für Filmverleihe, die sich von einem pädophilen Projekt distanzieren - und nur ans verdient Geld denken. So was spiele ich hier nicht mit.

Kurz zu den Begriffen Pädophilie und Pädosexualität: Markus ist nach meiner Begriffsbestimmung (noch) kein Pädosexueller, weil er keine Sexualität praktiziert hat. Der Begriff Pädophilie bezieht sich nur auf seine sexuelle Neigung/Orientierung/Identität. Ich bevorzuge die sexuelle Identität der Pädophilie. Wer meine Positionen kennt, der weiß, dass ich/K13online die völlige Gleichstellung der Pädosexualität mit der Homosexualität und sogar Heterosexualität etc.. fordere. Alle am Spielfilm Beteiligten hätten also nur von Pädophilie sprechen sollen. Nun, dieser fehlende Unterschied ist nun unglücklich entstanden und auch nicht so tragisch. Man hätte es aber wissen können...

Dieter Gieseking

Ich denke schon, dass sich der Drehbuchautor & Regisseur etwas dabei gedacht hat, ein solches Ende zu wählen - und dies kein unbedachtes Zufallsprodukt ist. Das Ende eines Spielfilms ist natürlich immer für die Aussagekraft des gesamten Filmes von besonderer Bedeutung. Die Perspektiven werden aufgezeigt. Nach meiner Ansicht soll der "normale" Kinobesucher zum dem Schluss kommen, dass Markus die Tabletten nicht nimmt, weil der Film etwas Sympathie & Empathie aufgebaut hat. Die meisten Kinobesucher werden wohl leider zu dem Schluss kommen, dass nur der erneute Weg zum Therapeuten übrig bleibt. Notfalls müssen eben Medikamente eingenommen werden im Sinne des Kinderschutzes. Zu mindest stillschweigend wird es aber wohl auch Besucher geben, die zum Schluss kommen, dass man Markus eine reine Freundschaft ohne sexuellen Anteil durchaus gönnen kann. Mehr kann im heutigen Zeitgeist in einem Spielfilm nicht angedeutet werden. Ein kleiner Hinweis mit dem Angebot von Arthur für geheime Treffen muss da leider ausreichen. Eine solche Initiative des Jungen im Film aufzuzeigen ist schon ziemlich mutig. Denn die Initiative geht nicht von Markus aus, wie dies ja immer unterstellt wird. Auch Jungen haben also Interesse an solchen Freundschaften. Und DAS sollte nicht nur der "normale" Besucher erkennen, sondern eben auch die Pädophilen, die eine solche Beziehung abstreiten und für sich nicht in Betracht ziehen. Die Therapie-Teilnehmer von KTW usw.... dürften dazu gehören....

Dieter Gieseking

Weil mein Link auf mein News hier editiert wurde sehe ich mich veranlasst, den Text meines News zu kommentieren:

"Südkurier im Interview mit dem Drehbuchautor & Regisseur Savas Cevis zu KOPFPLATZEN: Warum ist es wichtig, sich mit dem Thema der Pädophilie zu beschäftigen?

Sava Cevis: "In jedem Fall ist es natürlich wichtig, auch noch einmal zu betonen, dass wir keinen Dokumentarfilm gedreht haben, auch keine wissentschaftliche Abhandlung, sondern eine fiktionale Geschichte"

Der Südkurier(Parick Heidmann) hat mit dem Drehbuchautor & Regisseur von KOPFPLATZEN Savas Cevis ein Interview geführt und dabei wichtige Fragen gestellt. Aus den Antworten von Cevis geht die schwierige Entstehung des Spiefilmes hervor. Es hat mehrere Jahre gedauert bis die Filmförderung Baden-Württemberg, der SWR und die Kurhaus Production eingestiegen sind. Bei aller Kritik müssen diese widrigen Umstände auch von der deutschen Pädophilenszene bedacht werden. Denn eine ergebnisoffene Diskussion zum Thema der Pädophilie gab es medial bisher nur in den 1970er & 1980er Jahren. Der heutige Anti-Pädophile-Zeitgeist beherrscht den ganzen Mainstream. Diesen tabuisierten Zeitgeist zu durchbrechen, dazu kann der Spielfilm einen gewichtigen Beitrag leisten. Deshalb kann K13online die herbe Kritik von vier Autoren auf dem Weblog "Kinder im Herzen(KiH)" nicht nachvollziehen. Wir sind der Ansicht, dass die positiven Aspekte & Wirkungen nicht ausreichend bedacht werden. Der Spielfilm KOPFPLATZEN wurde nicht speziell für Pädophile produziert. Die überwiegend desinformierte Bevölkerung soll anhand eines Protagonisten(Markus/Max Riemelt) aufgeklärt werden. Es steht völlig außer Frage, dass dieses Einzelschicksal keine Allgemeingültigkeit für alle Pädophile hat. Auch K13online kann sich in keiner Weise mit dem pädophilen Markus identifizieren. Trotzdem wissen wir aber, dass es relativ viele Pädophile gibt, die mit ihrer sexuellen Identität solche oder ähnliche Probleme wie Markus haben. Der Spielfilm bricht mit diesem TABU. Und eröffnet damit die Chance, dass es in Zukunft auch einen Spielfilm geben könnte, der eine allseits positive Beziehung zum Pädophilie-Thema erzählt.... "

Mein News enthält vier Links auf vier Beiträge der Autoren hier.

Dieter Gieseking

Zur 1 Wann wurde die Interviewanfrage von Euch gestellt und an wen? Bei der Produktion oder erst jetzt nach dem VoD-Start? Ich habe vor einigen Tagen auch eine Interviewanfrage an den Verleih Salzgeber mit der Bitte um Weiterleitung an Riemelt gestellt. Salzgeber hat mitgeteilt, dass er keine Interviews mehr gibt. Ich habe mich dann für den echten Kinostart vormerken lassen. Bin gespannt.

Zu 2 Der 2. Therapeut steht ganz klar als Synonym für KTW. Das der Name KTW im Film nicht genannt wird, wird damit zusammen hängen, dass damit eine Abhängigkeit entstanden wäre, da KTW ja real existiert. Aus meiner Sicht macht der Film nicht klar deutlich, dass man als Pädophile zum Therapeuten gehen muss. Die Darstellung im Film sehe ich deshalb als durchaus positiv, weil ein Besuch bei einem Therapeuten nicht zwingend als die gute Lösung gilt. Das Ende bleibt im Film ja offen. Jeder kann also seiner Fantasie freien Lauf lassen. Andere Dokus usw.... sind bisher alles reine Werbebeiträge für KTW gewesen. Und DAS ich von KTW mit den bekannten Zielsetzungen nichts halte, dürfte bekannt sein.

Zu 3 Der Film hat absolut keinen Forschungsanspruch. Es gibt keinen Täter. Es gibt kein Missbrauchsopfer. Viele Vorurteile werden abgebaut, wenn auch nicht alle. Als tickende Zeitbombe würde ich Markus nicht bezeichnen, denn trotz aller psychischen Probleme hat ER seine Gefühle unter Kontrolle. Ich würde mal behaupten, dass er nicht DAS mit Gewalt nehmen würde, was er mit Liebe und Zuneigung nicht bekommen kann.

Im Übrigen gibt es ein aktuelles Interview mit Ceviz. Darin wird auch meine Ansicht im Prinzip nochmals deutlich. [Link von der Moderation entfernt] Für alle die Pädos, die aus meiner Sicht auf dem falschen Dampfer sitzen. Außerdem sollte den Kino-VoD Besuchern nicht immer böse Absichten unterstellen, sondern gerade die Pädophilenszene sollte besonders das Positive hervor heben. Denn davon gibt es bekannt nicht viel....

Das Ende war die größte Überraschung für mich nach einem insgesamt sehr stereotypen Film. Interessant, diese Wahl zu zeigen. Da verstehe ich, was du sagst, denn diese Wahl kann den Weg ebnen, um in Zukunft mal einen Film zu drehen, der genau bei dieser Wahl ansetzt. Denn das stellt ein wirklich interessantes, vollständig unverbrauchtes Szenario dar. Der Konflikt, der durch diese heimlichen Treffen stattfindet. Erst einmal der Innere ("Mach ich alles kaputt, weil ich mich heimlich mit ihm treffe, oder zwingen mich die Umstände dazu?") oder bei der Entscheidung gegen die Treffen ("Bin ich schuld, dass der Junge, den ich liebe traurig ist, mich nicht mehr sehen zu können, oder zwingen mich die Umstände dazu?") und die alles entscheidende Frage ("Wie soll ich es richtig machen?") Dann noch die äußeren Konflikte, die durch das Geheimnis und eine drohende Aufdeckung entstehen.

Allein schon, dass der Film durch die Darstellung dieser Wahl sehr nah an so ein Szenario heranrückt, muss man wohl tatsächlich positiv werten. Eine interessante Entscheidung für das Ende macht die auch meiner Ansicht nach großen Probleme des Filmes für mich leider nicht wett. Und ob die Macher beabsichtigt haben, dieses Dilemma am Ende zu zeigen, oder ob sie tatsächlich dachten, dass es selbstverständlich nur den Suizid als Ausweg gibt und darstellen wollten, warum, steht natürlich auch in den Sternen. Das müsste man die Herrschaften schon persönlich fragen.

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Kinder im Herzen ist ein Weblog zum Thema Pädophilie, der von pädophil empfindenden Menschen betrieben wird, die sich entschieden haben ihre sexuellen Wünsche nie mit Kindern auszuleben. Wir schreiben über diverse Themen im Zusammenhang mit Pädophilie, die uns bewegen.

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Ja, denn der ICD-11 ist seit dem 01.01.2022 in Kraft. In Deutschland wird er noch nicht im Alltag angwendet, da das ganze Gesundheitssystem umstrukturiert werden muss. Logischerweise heißt das nicht, das man das nicht einfach ignorieren kann, denn es ist in Kraft. Deutschland muss es nur umsetzen und hat dafür 5 Jahre Zeit - es wird also kommen. Das man jetzt an alten wissenschaftlichen Erkenntnissen verweist nur weil die Bürokratie/Politik so langsam ist wäre absurd. In 2 BvR 686/19, Zeile 18 wird bspw. auf den ICD-11 verwiesen (dort war es nicht einmal in Kraft getreten). Ich hoffe daher das der ICD-11 in den Verfassungsbeschwerden benannt wurden, denn diese ganzen Gesetze verfolgen somit gesunde Menschen ohne Erkrankung, aber auch solche mit einer pädophilen Störung. Es ist daher doppelt Scheiße.
Wie sieht es eig. mit dem ICD-11 aus? Muss sich das BVerfG daran orientieren? Denn sonst wird es doch wieder nur den ICD-10 nutzen und von Präferenzstörung reden und ggf. die Entscheidung negativ beeinflussen. In all den Entscheidungen, wo Pädophilie erwähnt wird geht es immer um Störung und die Gefahr einer pädophilen Neigung. Eindach selbat mal "pädophil" auf der Seite des BVerfG suchen. Im Jahr 2020 ist in einem Urteil von "schwere seelische Abartigkeit im Sinne des § 20 StGB" die Rede (- 2 BvR 2473/17 - - 2 BvR 2696/18 -)
Unsere Verfassung ist einfach nicht so sehr auf den Schutz eines Individuums gerichtet. In den USA wurde letzte Woche geurteilt dass das Verbot von KI generierter KiPo verfassungswidrig ist, da keine realen Kinder betroffen und es somit eine opferlose Straftat ist. Abstrakte Gefährdungen rechtfertigen nicht die Verweigerung von essentiellen Grundrechten: https://www.techpolicy.press/court-rules-that-constitution-protects-private-possession-of-aigenerated-csam/ Damit dürften auch die ganzen Puppengesetze in enigen der Bundesstaaten nichtig sein.
Regenbogenfisch zu Paravielfalt: Ein Post Mortem
@Phil Daher hat es mittlerweile für mich einen äußert faden Beigeschmack, wenn queere Verbände und -Organisiationen von Toleranz, Akzeptanz, Menschenrechten und Menschenwürde reden. Geht mir genauso. Ich kann das schlichtweg nicht mehr ernst nehmen, weil ich genau weiß, dass das nicht für uns gilt. @Anonym Bei uns ist das alles mit den Pro-Contact Leuten vergleichbar, die alle in den Dreck ziehen obwohl der Großteil in Ruhe leben möchte ohne Kontakt zu Kindern. Ich würde hier spezifizieren, dass es um sexuellen Kontakt geht. Normalen Kontakt zu Kindern sehen Anti-Cs nicht zwangsläufig als problematisch und viele hätten ihn auch gerne.