Liebe KiH-Leser,

angesichts der aktuellen politischen Umstände und des am Mittwoch beschlossenen Gesetzesentwurf der Bundesregierung, sehen wir uns gezwungen unsere Grundsätze auf KiH anzupassen.

Unsere Ansicht war von Anfang an, dass Kinder vor sexuellen Übergriffen jeglicher Art, egal ob direkt oder indirekt, geschützt werden müssen. Unter dem Titel "Kinder im Herzen" verstehen wir auch, dass uns ihr Wohlergehen am Herzen liegt, und wir jeden Schaden von ihnen abwenden wollen. Aus diesem Grund waren wir immer gewillt, das in Deutschland geltende Strafgesetzbuch (StGB) zu akzeptieren. Dies haben wir versucht, klar in unseren Grundsätzen zum Ausdruck zu bringen:

Kurz gesagt akzeptieren wir das StGB und es ist ausdrücklich nicht unser Ziel, bestehende Gesetze zu verändern

Der Gesetzesentwurf vom 21.10. geht unserer Meinung allerdings entschieden zu weit und ist nicht mehr verhältnismäßig. Mit dem Verbot von kindlichen Sexpuppen und rein fiktiven pornographischen Darstellungen von Kindern werden keine existierenden Kinder geschützt, und stattdessen reine Fantasien unter Strafe gestellt. Wir sehen darin keine sinnvolle Maßnahme für den Kinderschutz, sondern einen Angriff gegen pädophile Menschen, die sich Alternativen suchen, um ein straffreies Leben zu führen.

Es werden damit auch Menschen kriminalisiert und mit Haftstrafen bedroht, die ihre Sexualität in reinen Fantasien ausleben und nie einem Kind etwas antun. Damit zielt der Entwurf ganz konkret darauf ab, die Pädophilie als grundsätzliches Gedankenverbrechen zu werten. Das wird auch in folgender Aussage deutlich, mit der das Bundesjustizministerium die Strafbarkeit von Puppen begründet:

Von der neuen Regelung soll auch ein Signal für die Gesellschaft ausgehen, dass Kinder – seien sie auch nur körperlich nachgebildet – nicht zum Objekt sexueller Handlungsweisen gemacht werden dürfen.

Es gibt keinen einzigen Beleg dafür, dass die Nutzung von kindlichen Puppen oder rein fiktiver Kinderpornographie dazu führt, dass ein pädophiler Mensch eher einen Missbrauch an einem realen Kind begeht. Dies zu untersuchen sollte jedoch unerlässlich sein, bevor man ein Verbot fordert, da man nichts über die Folgen einer solchen Maßnahme weiß. Es ist durchaus denkbar, dass gerade ein Verbot dazu führt, dass manche Menschen eher einen realen Missbrauch begehen – zum Beispiel aus mangelnden Alternativen oder schlichtweg aus Frust aufgrund der andauernden Gängelungen der Gesellschaft.

Wir sind noch immer gegen jedwede Beschönigung sexuellen Missbrauchs von Kindern und daher gegen jegliche Form von sexuellen Kontakten mit Kindern. Da die aktuelle Änderung aber offenbar willkürlich und ohne belastbare Nachweise über dessen Sinnhaftigkeit zur Diskriminierung gegen Minderheiten beiträgt, können wir nicht mehr länger angeben, bestehende Gesetze vollumpfänglich zu akzeptieren. Aus dem Grund haben wir unsere Grundsätze angepasst, um der aktuellen Situation Rechnung zu tragen und der Kritik derartiger Gesetzesvorhaben auf Kinder im Herzen einen Raum geben zu können.

Die aktuellen Grundsätze könnt ihr hier finden.

Euer KiH-Team.

6 Kommentare

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Puppenspieler

Hallo Sirius, ich finde es toll dass Du Dich klar gegen das "Gedankenverbrechen" stellst. Dieses Gesetz zielt rein auf ein fiktives Gedankenverbrechen ab und somit müssten alle Menschenrechtler dagegen sein. Es ist wie George Orwell schon vorrausgesagt hat. Gedanken werden in Zukunft nicht mehr frei sein. Sie werden das 1. Mal seit der Existenz der Menschheit nicht mehr frei sein und werden mittels Gehirnscans per Kernspintomografen sichtbar gemacht. Siehe hier: https://www.shz.de/regionales/schleswig-holstein/panorama/gehirnstroeme-verraten-paedophile-id177893.html Es ist eine Salamitaktik man fängt scheibchenweise damit an erst bei Themen wo die Meisten noch nicht betroffen sind. Wo die Meisten noch "mitgehen" und was bietet sich da schon besser an als die Pädophilie.

Bei diesem Thema sind wir Pädophile alle gleichzeitig betroffen. Denn der deutsche Staat sagt klar aus dass es nun keine Rolle mehr spielt ob man mit einem Kind in welcher Form auch immer sexuell agiert. Es spielt nur noch mehr eine Rolle ob man den theoretischen Wunsch danach hätte. Und genau Dieser soll bestraft werden.

Man stelle sich vor ein heterosexueller Mann, dürfe nicht mehr dran denken mit einer Frau intim zu werden. Ich denke so ein Gesetz würde wohl jeder als ziemlich........menschenverachtend bezeichnen.

Es gibt keinen einzigen vernünftigen Grund, warum ein pädophil empfindender Mensch keine erotische Geschichte selbst erfinden und aufschreiben darf, Diese dann in die eigene Schlafzimmerschublade stecken darf um beispielsweise dann beim späteren erneuten Lesen dazu zu masturbieren. Dieses Menschenrecht ist verbrieft in vielen Menschenrechtschartas. Ausnahmen für Pädophie steht dort nirgends.

Es gibt keinen Grund ein großes und ein kleines Strichmännchen zu zeichnen und drüber zu schreiben dass Dies eine erotische Szene zwischen einem Erwachsenen und einem Kind darstellen soll und dieses Blatt Papier in die eigene Schreibtischschublade zu stecken.

Ich persönlich habe gegen meine Einsamkeit ein bis mehrere Silikonpuppen die seit 13 Jahren bei mir wohnen. Mir hilft es ungemein und ich kann sagen dass ich mit meinen angeborenen und in meiner Kindheit entwickelten pädophilen Neigungen vollkommen glücklich bin.

Ich bin auch in meinen Leben noch nie straffällig geworden oder hätte dies vor. Doch es kann der friedlichste Pädo nicht in Frieden Leben, wenn es der deutschen Regierung nicht gefällt und sie mit Pädophilenhetze und Verfolgung unschuldiger Pädophiler Wählerstimmen einkaufen kann.

Würde man eine kleine Silikonpuppe bei mir vorfinden würde ich sofort mit Mördern und Kinderschändern in eine kleine Zelle gesperrt werden und wohl darin sterben so wie es bei vielen Pädophilen in letzter Zeit . sogar nur U-Haft geschehen ist. Pädophile die bis zu ihrem "geselbstmordeten Tod" schworen dass sie niemals ein Kind angefasst haben.

Ich würde darüber hinaus in mein Führungszeugnis für 10 Jahre stehen haben ich wäre ein "Kinderschänder" der echte physiche sexualisierte Gewalt gegen reale Kinder verübt hätte. Denn auch ein Kindermörder der 10 Kinder real zu Tode gefoltert hätte, würde "nur" den gleichen Eintrag ins Führungszeugnis bekommen.

Somit ist jede Verhältnismäßigkeit absurdum geführt. Somit wäre meine Eintragung ins Führungszeugnis eine bewusste Lüge die der Staat mir da unterstellt und jeder würde dies vor allem im Ausland niemals glauben wen ich beteuere dass ich nie ein Kind angefasst habe, da niemand auf die Idee kommt dass der deutsche Staat bewusst Unwahrheiten verbreitet.

In so einem Unrechtsstaat der nun echte staatliche Pädophlenverfolgung betreibt und dies so auch jeder sehen kann, muss jeder Pädophile sich erheben und dagegen protestieren. In einem Unrechtsstaat der völlig unschuldigen Bürger zerstören möchte weil sie eine selbst angefertigte Zeichnung machen, eine Texpassage aufschreiben die die eigenen 4 Wände nie verlässt der Puppen als kriminell erachtet würde natürlich auch niemals zulassen dass pädophil empfindende Menschen selber in kindernahen Berufen arbeiten und schon recht nicht zulassen dass pädophile Menschen eigene Kinder haben dürften.

Wenn unsere nicht änderbare und angeborene Sexualität per se kriminalisiert wird, egal ob wir nach bisherigen Maßstäben einem Anderen geschadet haben oder nicht, ist unsere Existenz als pädophle Menschen akut bedroht.

Die Sexualität ist ein Grundbedürfnis eines Menschen und laut ICD-11 ist die Pädophilie eine Sexualität und keine Störung mehr wenn niemand darunter leidet. Das man nun ein "allgemeines Leiden" der Bevölkerung durch das Wissen dass Pädophile existieren konstruiert war schon mal da. In Deutschland 1933 Danke Sirius dass Du so viel Rückrad zeigst!! liebe Grüße der Puppenspieler

Sirius

Hallo Puppenspieler,

erst einmal ist es mir wichtig klarzustellen, dass diese Stellungnahme nicht nur von mir kommt, sondern vom gesamten KiH-Team – also von Ruby, David, Seebär, Regenbogenfisch und mir zusammen. Wir sind uns in der Hinsicht einig und haben gemeinsam die angekündigte Regeländerung und Stellungnahme beschlossen.

Zum Rest stimme ich dir grundsätzlich zu. Es ist mein Eindruck, dass aktuell Entscheidungen gefällt werden, die weitreichende Folgen haben können und den Weg für die Zukunft weisen, und der momentane Kurs auf eine sehr dystopische Zukunft für uns zeigt. Hoffen wir einfach, dass es nicht so kommt, die Vernunft siegt und der Gesetzesentwurf in der aktuellen Form nicht durchkommt :(

Ungesetzlich agierend

Widerstand gegen gewisse Gesetze ist in vielen Fällen die einzige Möglichkeit, sich seine Freiheit zu bewahren.

Maximilian

Erstmal sind die Vorschläge ganz eindeutig verfassungswidrig. Denn sie verletzen den Kernbereich privater Lebensgestaltung.

Den definiert das BVerfG folgendermaßen:

Das Bundesverfassungsgericht erkennt [] einen letzten unantastbaren Bereich privater Lebensgestaltung an, der der öffentlichen Gewalt schlechthin entzogen ist (vgl. BVerfGE 6, 32 [41]; 389 [435]; 54, 143 [146]; st. Rspr.). Selbst schwerwiegende Interessen der Allgemeinheit können Eingriffe in diesen Bereich nicht rechtfertigen; eine Abwägung nach Maßgabe des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes findet nicht statt (BVerfGE 34, 238 [245]). Dies folgt einerseits aus der Garantie des Wesensgehalts der Grundrechte (Art. 19 Abs. 2 GG), zum anderen leitet es sich daraus ab, daß der Kern der Persönlichkeit durch die unantastbare Würde des Menschen geschützt wird. BVerfGE 80, 367

Kriterien was dazugehört sind: a) Es kommt zunächst darauf an, ob der Betroffene einen Lebenssachverhalt geheimhalten will oder nicht. Denn dort, wo der Betroffene auf Geheimhaltung selbst keinen Wert legt, ist der Kernbereich schon wegen dieses Umstands in aller Regel nicht berührt. Andererseits läßt sich der Kernbereich des Persönlichkeitsrechts nicht in der Weise bestimmen, daß es allein auf den Willen des Betroffenen zur Geheimhaltung ankommt.

b) Ob ein Sachverhalt dem Kernbereich zugeordnet werden kann, hängt ferner davon ab, ob er nach seinem Inhalt höchstpersönlichen Charakters ist und in welcher Art und Intensität er aus sich heraus die Sphäre anderer oder die Belange der Gemeinschaft berührt. BVerfGE 80, 367a

Zur Entfaltung der Persönlichkeit im Kernbereich privater Lebensgestaltung gehört die Möglichkeit, innere Vorgänge wie Empfindungen und Gefühle sowie Überlegungen, Ansichten und Erlebnisse höchstpersönlicher Art zum Ausdruck zu bringen, und zwar ohne Angst, dass staatliche Stellen dies überwachen. Vom Schutz umfasst sind auch Gefühlsäußerungen, Äußerungen des unbewussten Erlebens sowie Ausdrucksformen der Sexualität. Die Möglichkeit entsprechender Entfaltung setzt voraus, dass der Einzelne über einen dafür geeigneten Freiraum verfügt. 1BvR 2378/98 Rn. 120

Nutzen wird uns dies null komma gar nichts. Wir können zwar eine Verfassungsbeschwerde einlegen im ersten Jahr. Aber das wird uns gar nichts bringen: Politisch unangenehme Verfassungsbeschwerden werden nämlich einfach nicht angenommen. Dazu gibt es BVerfGG § 93d (1) Die Entscheidung nach § 93b und § 93c ergeht ohne mündliche Verhandlung. Sie ist unanfechtbar. Die Ablehnung der Annahme der Verfassungsbeschwerde bedarf keiner Begründung.

LuErker

eine ablehung ohne Begründung mag sicher möglich sein jedoch gilt es hier einige wichtige Eckpunkte zu bedenken die du gänzlich ignorierst.

1) Der Deutsche Richterbund, und somit auch die Verfassungsrichter, haben in einer Öffentlichen Stellungsnahme das Gestz bereis in seiner gänze, recht scharf kritisiert als solches ist eine Ablehnung auf Grunde von unliebsamkeiten unwahrscheinlich.

2) Bundesverfassungsrichter müssen sich um die Politik einer Entscheidung nicht kümmern. Sie werden einmalig auf 10 Jahre unabsetzbar gewählt und dürfen nicht wider gewählt werden. In anderen Worten sich um die Politik zu sorgen bringt den Verfassungsrichtern nichts da sie nix zu gewinnen aber auch nix zu verlieren haben auf Grunde ihrer Entscheidung.

3) Hat das Bundesverfassungsgericht bereits vorher Politisch unbequeme entscheidungen auch im Berreiche des "Kinderschutzes" getätigt. So zum Beispiel das WIDERHOLTE Verbieten der Vorratsdatenspeicherung.

Puppenspieler

Genau so ist es Luerker, Pädos hätten ein Jahr Zeit Verfssungsbeschwerde gegen die neuen Unrechtsgesetze einzulegen glaub ich, die Frage ist nur wer es macht bzw. wer mitmacht

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