Die Dokumentation wurde inzwischen auch auf YouTube hochgeladen. Die Kommentare sind... erwartungsgemäß. Hier der Stand jetzt meistgelikte Kommentar:
Ich finde Georg sollte nicht in Dokumentationen des ÖRR stattfinden dürfen. Georg hat sich in vielen Videos oft sehr problematisch geäußert und setzt sich immer wieder in die Opferrolle, während er sich aber trotzdem immer wieder an der Schwelle des Legalen äußert. Von Kinder-S*xpuppen die er als Tool um nicht Täter zu werden gut/ vertretbar findet und auch seine verurteilte Tat relativiert er in YouTube Videos ...
Meinungsfreiheit ist für die Person wohl ein Fremdwort. Man soll sich jetzt also nicht einmal mehr kritisch gegenüber dem Puppenverbot äußern dürfen (zumal Georg in dieser Doku ja gar nichts dazu gesagt hat)? Und dass Georg seine Tat relativieren würde, ist ja wohl auch der größte Blödsinn, er spricht ständig davon, dass er es bereut und damit Schuld auf sich geladen hat. Im Gegensatz dazu hat der Gewalttäter Alexander keine Spur von Reue gezeigt, aber das ist scheinbar okay.
Und dann ein weiterer Kommentar:
Man merkt allerdings deutlich, dass ihr im Unterton und durch eure Erzählweise eher gegen die PedoHunter Stellung bezieht, während ihr gleichzeitig versucht, beim Thema Pädophilie Verständnis bei den Zuschauern zu erzeugen. Durch eure Darstellung entsteht teilweise der Eindruck, dass ihr euch mehr über die Hunter empört als über die Pädophilen selbst. Das finde ich äußerst fragwürdig und angesichts der Thematik völlig unangebracht.
Hat die Person die Dokumentation überhaupt geschaut? Oder ist für die Person jede kritische Einordnung der "Pädojäger" schon zu viel und jeder Funken Verständnis gegenüber Pädophilen bereits unangebracht. Wie menschenverachtend kann man eigentlich sein?
Ich möchte eigentlich nicht so emotional werden, wenn ich mich hier öffentlich äußere, aber ich habe inzwischen wirklich nichts als Verachtung für diese Gesellschaft mehr übrig.
Du denkst hier viel zu einseitig. Nehmen wir mal ein Videospiel aus dem Sandbox-Genre. Du kannst alles machen was du willst und das Medium ist das Videospiel. Niemand sagt dir das du jetzt massenhaft Menschen massakrieren musst, aber die Option hast du. Das Spiel an sich ist völlig neutral.
Die Puppe ist hier auch ein Medium. Für sich genommen ist es nur ein Objekt und das Handeln des Besitzers lässt erst irgendeine Wertung zu.
Einmal abgesehen davon, dass in der eigentlichen Erwägung, ob etwas per Strafgesetz verboten sein sollte, genaugenommen keine Moral einfließen darf, sondern nur die Abwägung, ob durch die verbotene Sache bzw. Handlung ein realer Schaden entsteht, ist alleine schon dieser Vergleich absurd.
Bei den betroffenen Puppen geht es weder um reale Kinder, noch geht es um Darstellungen von Kindern in irgendeiner entwürdigenden Art und Weise. Auch an der Art, wie Pädophile mit solchen Puppen zusammenleben würden, ist nichts Entwürdigendes. Pädophile wünschen sich im Regelfall nichts anderes in ihrem Liebesleben wie die Normalbevölkerung auch. Da geht es einfach nicht um Gewalt, sondern es geht um kuscheln, Zusammensein und ja - auch um Sex. Und Sex mit Kindern ist nicht deshalb verboten, weil er Kinder entwürdigen würde. Das ist einfach Unsinn, denn seit wann verliert jemand seine Würde, wenn er Sex hat? Sex mit Kindern ist nur daher verboten, weil Kinder nicht selbstbestimmt einwilligen können und körperlich und geistig noch nicht dafür bereit sind. Davon abzulenken und dann von entwürdigenden Darstellungen von Kindern zu sprechen, ist einfach absurd. Entgegen zu Computerspielen, die teils extreme Gewalt zeigen ist eine Puppe einfach nur eine Puppe. Sie selbst stellt überhaupt nichts dar, außer, dass sie in dem Fall Kindern ähnlich sieht.
Der Vergleich mit Gewaltspielen und -darstellungen ist absolut unpassend, denn es geht bei den Puppen weder um Gewalt, noch um „Unterhaltung“. Es geht dabei um eine Möglichkeit für Menschen, sich das Grundbedürfnis nach einer Liebesbeziehung alternativ erfüllen zu können, was ohne das Hilfsmittel Liebespuppe für die Betroffenen nicht möglich ist, da Kinder weder physisch noch psychisch ein Liebesleben führen können und exklusiv Pädophile mit dem erwachsenen Körperschema nun einmal nichts anfangen können.
Es geht bei dem Thema also nicht um menschenverachtende Darstellungen. Vielmehr ist es perfide und menschenverachtend, psychisch eingeschränkten Menschen Lebenshilfen nur aufgrund von Vorurteilen zu verwehren, die ihnen helfen würden und ihr Leid lindern könnten. Und die Leute, die solche Verbote unterstützen, indem sie sich Konstrukte ausdenken die scheinbar moralisch klingen, handeln deshalb selbst im größten Maße unmoralisch. Sie schützen damit nicht nur niemandem, sondern fügen mit diesem nicht haltbaren Unsinn Unschuldigen Schaden und Leid zu. Das ist absolut verachtenswert.
@Klase
Wenn es die Menschenwürde von realen Menschen betrifft, dann ja. In Deutschland hat sich aber eine Haltung etabliert, wo die Würde von Menschen stellvertretend verletzt werden kann. Das beste Beispiel ist hier halt das Puppenurteil, wo die Puppen als "menschenverachtende Darstellung" stellvertretend die Würde von realen Kindern verletzt.
Das hat sich schon vor Jahrzehnten so abgezeichnet, wo z. B. Videospiele zensiert wurden, weil das Töten von virtuellen Pixeln die Würde verletze, oder aber ein Horrorfilm wo man Zombies abschlachtet und da es sich um humanoide Wesen handelt haben auch sie eine Menschenwürde.
Die Menschenwürde steht eigentlich über allem - und sollte das auch weiterhin tun. Kinder vor sexuellen Übergriffen zu schützen, leitet sich aus der Menschenwürde ab.