"Eine gute Expertokratie, oder ein System wie in China mit guten Leuten ist leider am besten für Minderheiten."
Ethnische Minderheiten in China würden das wohl anders sehen und auch Homosexuelle wurden in China unter Mao staatlich verfolgt und unterdrückt (besonders während der Kulturrevolution), was auch der vormaligen gesellschaftlichen Toleranz ggü. Homosexuellen schadete. Eine Lockerung kam erst mit der Liberalisierung und Öffnung der Wirtschaft. Ist halt einfach nur Glück, daß es so gekommen ist und die Chinesen wieder toleranter ggü. Homosexuellen wurden. Einflußmöglichkeiten darauf, hatten Homosexuelle nicht.
Mir gehen unsere Moralweltmeister auch extremst auf`n Zeiger, trotzdem halte ich unser System allgemein für weit weniger schlecht, als das chinesische.
Da sich beide meines Wissens nach nicht zu dem Puppenverbot geäußert haben, und zumindest Beier seitdem den gleichen Mist über Zeichnungen behauptet und damit deren Kriminalisierung ideologisch vorbereitet, tippe ich auf eine der letzteren Optionen.
Quelle? Er verteufelt ja im Grunde jede Form der Sexualität und das schon länger. Bei Zeichnungen würde ich mich mal freuen, wenn die ganzen Kellerkinder sich zu Wort melden und er dann sieht in was für einer Blase er eig. lebt.
Mich würde mal interessieren, ob sich Personen wie Beier oder Quendler-Adamo eigentlich der Verantwortung bewusst sind, die sie haben, wenn sie sich öffentlich äußern. Ist ihnen nicht klar, dass ein dahingerotzer Satz in einem RTL-Interview auch Jahre später noch verwendet werden kann, um die Rechte hunderttausender Pädophiler in Deutschland signifikant einzuschränken? Ist es ihnen einfach egal? Oder fühlen sie sich noch gut dabei, dass sie soviel Macht haben über eine Minderheit, die effektiv keine eigene Stimme hat?
Da sich beide meines Wissens nach nicht zu dem Puppenverbot geäußert haben, und zumindest Beier seitdem den gleichen Mist über Zeichnungen behauptet und damit deren Kriminalisierung ideologisch vorbereitet, tippe ich auf eine der letzteren Optionen.
Obwohl ich nachvollziehen kann, was Du meinst, ist es doch schon recht absurd, ein Urteil zu einem Missbrauchstäter, bei dem es um entsprechenden Schaden an Kindern geht, und das sich deshalb auch nachweislich auf reale Kinder bezieht, mit dem Verbot von Liebespuppenkindern zu vergleichen, das überhaupt nichts mit realen Kindern zu tun hat.
Genauso absurd finde ich es auch, dass das Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil den Begriff „menschenverachtende Darstellung“ als Vergleich zu den Liebespuppenkindern anführte. Ich möchte die realitätsfernen Gedanken bestimmter Leute lieber gar nicht erst kennenlernen, in denen sie sich ausmalen, was Pädophile sich ihrer Ansicht nach bei der Masturbation vorstellen, wenn dabei solche absurden Vergleiche herauskommen.
Das BVerfG hat ein Kindevergewaltiger und Kindermörder quasi freigesprochen indem es den Grundsatz "ne bis in idem" verteidigt hat und diesem Menschen die Beschwerde gewährte. Bei Puppen hat es dann aber nicht die Eier das gleiche zu tun. Widerlich.
Und bevor hier einer mit den Arbeitslagern und LGBT-Rechten kommt:
In China wurden schon Schwule die diskriminiert wurden vom Staat mit Schmerzensgeld und Orden überhäuft. Deine private Sexualität interessiert China nicht. In Deutschland gibt es auch sog. "Behinderwertenwerkstätte" für Menschen mit Behinderung, wo sie entgegen jedweder Logik mit ca. 2€ die Stunde entlohnt werden und systematisch unterdrückt werden. Habe selber in so einer Einrichtung mein FSJ gemacht und musste mir anhören, wie einige bei mir gebettelt haben, ob ich nicht was tun könne sie da rauszuholen. Als ich meine Sorgen gemeldet habe hieß es vom Sozialleiter nur "Jaja die labern nur". Das ganze System der Ausbeutung hatte Böhmermann auch mal aufgegriffen.
Lieber in einem System leben das nicht so tut als wäre es das beste und moralisch reinste der Welt. Nicht schlimmeres als widerliche Heuchler.
Eine gute Expertokratie, oder ein System wie in China mit guten Leuten ist leider am besten für Minderheiten. Schau dir doch an wie selbst China sich einen Scheiß für Sexpuppen interessiert. Wenn der Westen einmal kurz weint dann wird pseudomäßig ein wenig "aufgeräumt" und am Ende wenn der Westen wieder sein Maul hält alle Beschränkungen aufgehoben.
Eine solche "Expertokratie" hielte ich für eine völlige Illusion. "Das Volk" ist kein homogener Block, sondern eine Ansammlung von Individuen, mit teils gemeinsamen, teils unterschiedlichen und oft auch völlig gegenläufigen Interessen. Auch die hochqualifiziertesten Experten würden nur gewählt, wenn sie die Interessen eines relevanten Teils der Bevölkerung verträten. Wahrheiten, Fakten und Beweise wären dann im Zweifel genauso nebensächlich, wie aktuell.
Ich denke daher auch das ein nicht-Pädophiler Beschwerdeführer erfolgreicher gewesen wäre. Dort hätte diese ganzen Ängste und Vorurteile keine Rolle für den Beschwerdeführer gespielt. Denn pädophile Fantasien bedeuten nicht zwangsläufig eine Pädophilie und ggf. hätte man hier auch Fiktophilie erklären können. Masturbation ist Masturbation.
Ein großer Fehler war es sich nicht auf den ICD-11 zu berufen. Die Pädophilie ist keine zu behandelnde Erkrankung mehr, dementsprechend sind auch solche Erwägungen unzulässig. Die genannten "best practices" treffen indes nur auf Menschen mit pädophiler Störung zu.
Was muss noch kommen, damit Pädophile endlich in Massen gegen solches Unrecht aufstehen, oder sich zumindest zu Wort melden?
Rein von der Gefühlslage her wäre ich mittlerweile absolut bereit für einen "Pädophilenaufstand". Ich bin es leid, selbst als komplett straffrei lebender Anti-C von der Gesellschaft und vor allem vom Staat wie der letzte Dreck behandelt zu werden. Aber es ist halt trotzdem unrealistisch, weil es, wie zu selbst schon sagst, viel zu viel zu verlieren gibt. Das Thema ist so dermaßen stigmatisiert, dass selbst Nichtpädophile teils schon komisch angeguckt werden, wenn sie sich auch nur halbwegs positiv zum Thema Pädophilie äußern.
Eine realistischere Möglichkeit jetzt wäre vielleicht, das Thema irgendwie aktuell zu halten. Versuchen, das Thema in den Medien zu halten, und damit vielleicht irgendwie auch die Betroffenenperspektive an die Öffentlichkeit zu kriegen. Das Urteil klar und deutlich kritisieren. Denn auch wenn das Urteil rein rechtlich leider nicht angreifbar ist, muss man kein Jurist sein, um zu erkennen, dass das BVerfG in der Begründung teils, gelinde gesagt, ziemliche schlechte Arbeit geleistet hat. Die sehr willkürliche Bewertung von Expertenmeinungen vs. Studien zum Beispiel. Und Offenloch kritisiert in seinem Sondervotum das Urteil ja auch an vielen Stellen. Die Öffentlichkeit muss von diesen Punkten erfahren.
Der letzte Absatz meint damit übrigens das Politiker bestimmte Qualifikationen nachweisen sollen, um sich zur Wahl aufstellen zu lassen. Sie wählen dann einen Bereich aus und werden dort reingewählt (z. B. Bildung). So hat man überall unabhängige Experten sitzen, aber welche die auch vom Volk gewählt werden.
OSHO sagte einmal das Demokratien nicht als die finale Regierungsform betrachtet werden sollte, weil es von "Idioten" regiert wird. Politiker haben keine Qualifikationsanforderung und es drifte immer in eine Pöbelherrschaft ab insb. wenn es um Minderheiten gehe.
Jetzt hat das BVerfG aber gezeigt das auch eine Aristokratie zu Unrecht in der Lage ist. Denn es sind ja alles Experten mit entsprechender Ausbildung. Man wollte sich aber bewusst nicht tiefer mit den Betroffenen beschäftigen. Eine komplette Aristokratie hätte widerum dazu beigetragen das in der gesamten Kette nur Experten enthalten sind und daher häufiger die Chance bestanden hätte nachzulenken.
OSHO wünscht sich daher eine Demokratie, wo es keine Parteien gibt, denn sonst sei Demokratie nur eine temporäre Diktatur, wo Abgeordnete immer auf Linie der Partei stehen müssen und nicht mehr selber denken.
die Unterdrückung sexueller Impulse sei "best practice"
Solche Argumente wären halt schwer haltbar gewesen, wenn man die ICD-11 genutzt hätte. Es ist eben keine behandelbare Krankheit, wenn weder darunter leidet, noch kein Missbrauch begeht. Warum soll man dann aber behandelt werden für Fantasien?
Man hätte auf Länder wie Japan zeigen können, die trotz einer sehr starken Verbreitung das sicherlste Land sind und die dortige Bevölkerung trotzdem Gesetze zum Schutz von Kindern fordert und erlässt
Das hätte man auch bei Puppen machen können. Soweit ich weiß gibt es in Japan mindestens ein Behandlungsprogramm für Pädophile, das mit kindlichen Sexpuppen arbeitet. Stattdessen wird einfach behauptet, die Unterdrückung sexueller Impulse sei "best practice" in der Behandlung Pädophiler, mit der Begründung, dass bei KTW ja triebdämpfende Medikamente eingesetzt werden.
Das Normalisierungsargument macht auch so schon keinen Sinn. Kindersexpuppen waren jahrelang in Deutschland erlaubt, und trotzdem war Sex mit Kindern ohne Frage ein absolutes und unantastbares gesellschaftliches Tabu.
Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass für die meisten Richterinnen die Meinung schon von vorne herein feststand, und sie nur nach Rechtfertigungen für die Gesetzgebung gesucht haben, statt den Sachverhalt neutral und ergebnisoffen zu prüfen.
Wie soll der Staat diese besondere Pflicht erfüllen? Da fallen mir extrem radikale Optionen ein, die man hiermit suggerieren könnte.
Richtig gruselig wird es, wenn man das mit Rn 137 zusammen liest:
Die Beschwerdeführer sind auch nicht in ihrem Recht auf körperliche Unversehrtheit aus Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG verletzt. Denn ein etwaiger Eingriff wäre aus den vorstehend zum allgemeinen Persönlichkeitsrecht genannten Gründen jedenfalls gerechtfertigt.
Wenn es die Pflicht des Staates ist, gegen Pädophilie an sich vorzugehen, und die Verletzung der körperlichen Unversehrtheit Pädophiler im Namen des Kinderschutzes gerechtfertigt ist, dann ist der Weg zu Zwangseinweisungen, Zwangskastrationen oder schlimmeres für alle Pädophilen jedenfalls geebnet.
Den Staat trifft deshalb die besondere Pflicht, die Selbstbestimmung von Kindern zu schützen, indem er verhindert, dass Kinder zum Instrument und Objekt der Sexualität von Erwachsenen werden.
Hier kann man ehrlich gesagt herauslesen das der Staat etwas gegen Pädophile tun mus. Sie sind eben für Pädophile ein Objekt der Sexualität, was man aber vom sexuellem Kindesmissbrauch trennen sollte.
Wie soll der Staat diese besondere Pflicht erfüllen? Da fallen mir extrem radikale Optionen ein, die man hiermit suggerieren könnte.
@Sirius
Man hätte aber diesen Punkt durchaus einbringen können. Es ist ja bereits so das selbst die Verfügbarkeit solcher Zeichnungen von vielen auch verteidigt wird man eher gegensätzlich argumentiert z. B. das die Gleichsetzung von Fiktion mit Missbrauch den realen Missbrauch verharmlost.
Man hätte auf Länder wie Japan zeigen können, die trotz einer sehr starken Verbreitung das sicherlste Land sind und die dortige Bevölkerung trotzdem Gesetze zum Schutz von Kindern fordert und erlässt (Schutzalter in der Verfassung symbolisch anheben, da es eig. durch die Präfekturen schon behoben wurde).
Es ist halt schon sehr deutlich das diese Befürchtungen rund um "Normalisierung" etc. nicht wirklich haltbar sind. Es forderte auch keiner so wirklich eine weitere Kriminalisierung v. Zeichnungen obwohl sie seit Jahrzehnten in Deutschland weitestgehend legal sind.
Fragst du dich nie, was aus den 1-5% der Kinder wird, die in der Pubertät feststellen werden, dass sie selber Kinder anziehend finden und dass der Rest der Gesellschaft sie allein deshalb für abscheuliche Monster hält?
Nichts gegen euren Aktivismus, aber ich bin ganz ehrlich: Mir ist die Entstigmatisierung der Pädophilie gar nicht (mehr) wichtig. Dann hält die Gesellschaft halt Pädophile für Monster. Niemand weiß von meiner pädophilen Neigung und ich würde mich niemals outen.
Es würde für mich einfach überhaupt nichts ändern. Ich habe so doch bereits Kinderkontakte - und was ich in meinen eigenen vier Wänden so mache (und welche Fantasien ich habe), erfährt keiner.
Entscheidend ist doch, wie mich die Menschen sehen, die mich tatsächlich kennen.
Mir ist es ansonsten jedenfalls weitaus wichtiger, mich für Kinder und frühkindliche Bildung einzusetzen.
Unser "aufdringlicher" Aktivismus auf unseren eigenen Seiten, die wir nirgends bewerben können, na klar.
Diese Verknüpfung mit "Fiktion" und "Pädophilie" gab es nicht in diesem Maße. Ihr zeigt den Leuten, das ihr bock drauf habt, also muss es weg. Das ist irgendwo ironisch. Jedenfalls war das die Zeit und deswegen konnten auch Pädos daran teilnehmen, weil man es nicht als Pädo sah.
Bisschen sehr kurz und naiv gedacht. Ich war mit 13+ in der deutschsprachigen Animeszene unterwegs und da gabs schon laute Schreie Sholicon zu verbieten. Das ist fast 20 Jahre her und da gabs unseren Aktivismus noch gar nicht. Davon abgesehen ist es nicht die Schuld derer die sichtbarer werden, wenn daraus falsche Schlüsse gezogen werden. Auch haben wir in keinem einzigen Interview jemals überhaupt über Puppen oder Fiktion gesprochen.
Das Puppenverbot hatte mit uns rein gar nichts zu tun, sondern mit Pädohuntern wie Carsten Stahl, die meinen irgendwelche merkwürdigen Babybornpuppen auf Amazon wären Kindersexpuppen, woraufhin er die allgemein gern verboten hätte, weil er nicht wusste, dass es sowas gibt. Die höchstens paar hundert Leute in DE die Interesse an solchen Puppen haben, sind so eine enorme Minderheit in der Pädoszene. Es ging bei diesem Thema nie wirklich um die Puppen selbst. Auch bei der Klage nicht.
Kinder im Herzen ist ein Weblog zum Thema Pädophilie, der von pädophil empfindenden Menschen betrieben wird, die sich entschieden haben ihre sexuellen Wünsche nie mit Kindern auszuleben. Wir schreiben über diverse Themen im Zusammenhang mit Pädophilie, die uns bewegen.