Zum 1. Absatz Der Film erzählt die Geschichte von EINEM Pädophilen - Markus. So wird dies auch von den Mainstream-Medien und Zuschauer usw. wahrgenommen. Niemand weiß natürlich wie viel Mal Markus es in der Pädoszene gibt. Ein solcher Film kann sich immer nur ein Beispiel heraussuchen, wie es sein könnte. Das Drehbuch & der Regisseur hat eine Geschichte wie Markus gewählt. Die ganze Vielfalt kommt in dem Film nicht zum Ausdruck. DAS geht auch nicht. Meine über 30-jährige Erfahrung im Umgang mit vielen Pädophilen sagt mir, dass ein solcher Markus durchaus realistisch ist und es dieses bzw. in ähnlicher Art und Weise gibt. Das hat nichts damit zu tun, dass ich mich in Markus nun wirklich absolut nicht erkennen kann und schon gar nicht identifiziere. Der Film ist eher nicht für Pädophile produziert worden, sondern für das interessierte und unwissende Volk. Er soll Verständnis aufbringen und gleichzeitig nicht verharmlosen. Das ist natürlich ein ständiger Spagat...
Zum 2. Absatz KTW wird zwar namentlich nicht erwähnt, aber es ist völlig klar und erkennbar, dass KTW damit gemeint ist. Im Gegensatz zu KTW wird Markus bei einem anderen Therapeuten raus geschmissen. Auch DAS passiert im realen Leben und ist realistisch. Der KTW-Therapeut bringt in wenigen Worten die Kernaussage von KTW rüber. Mehr ist in einem solchen Film nicht möglich. Man hat sich von KTW vorab beraten lassen, dass wurde mir schon bei der Produktion 2017 bestätigt. Dennoch bin ich der Ansicht, dass es kein reiner Werbefilm für KTW ist. Denn im Gespräch von Markus mit dem Therapeuten wird deutlich, was von Ihm verlangt wird. Es wird zumindest suggeriert, dass dies eigentlich unmöglich ist. Aus meiner Sicht ist dies eine positive Darstellung und regt zum Nachdenken an.
Zum 3. Absatz Natürlich hat nicht jeder Pädophile solche Probleme mit seiner Pädophilie wie Markus. Ein solcher Filmstoff wäre im heutigen Zeitgeist aber kaum möglich. Das Filmprojekt wäre schon bei der Filmförderung Baden-Württemberg, SWR Co-Produktion und Kurhaus-Produktion Baden-Baden gescheitert. DAS ist bekanntlich alles Mainstream.
Unwissend der Vielzahl ist mir aus meinen langjährigen Kontakten mit der Pädoszene bekannt, dass sehr viele Pädophile psychische Probleme mit Ihrer sexuellen Identität der Pädophilie haben. Und genau DAS will der Film in einem Beispiel zeigen. Der Film wurde ja nicht für Pädophile gemacht, sondern für die Gesellschaft, die überwiegend nur Monster und Gewalt im Kopf hat. Dem entgegen zu wirken, könnte der Film langfristig mehr Verständnis & Toleranz erreichen. Ob dies irgendwann gelingt, muss abgewartet werden...
Ich antworte hier mal direkt auf die Kritik.
Natürlich wissen die Mainstream-Medien und die Kinobesucher/innen(z. Zt. lediglich im Online-Streaming bei VoD), dass in dem Spielfilm ein fiktives Einzel-Beispiel gezeigt wird, welches nicht auf alle Pädophile zutrifft.
Das halte ich vorsichtig gesagt für eine sehr optimistische Einschätzung. Wie ich in meinen Beitrag versucht habe zu zeigen, scheinen die meisten Medien den Film als ein realistisches Porträt des typischen Pädophilen verstanden zu haben. Das Gleiche gilt den Kommentarspalten nach zu urteilen wohl auch für viele Zuschauer. Das eindrucksvollste Beispiel dafür ist der erwähnte Artikel von quotenmeter, dem zufolge der Film die Gefahr darstellt, die von Markus "und damit stellvertretend von Pädophilen ausgeht".
Natürlich zeigt der Film erst einmal nur die fiktive Geschichte einer einzelnen Person. Aber alleine dadurch, dass es so wenige Geschichten über Pädophile gibt, und noch weniger über Pädophile, die noch keine Straftat begangen haben, bekommt der Film eine gewisse Autorität in dem Gebiet. Für viele Zuschauer wird es das erste Mal sein, dass sie sich mit dem Thema beschäftigen, und die werden die Geschichte erst einmal so hinnehmen, wenn sie überzeugend und realistisch erzählt ist.
Markus will keine sexuellen Übergriffe begehen und holt sich deshalb therapeutische Hilfe beim analogen Präventionsnetzwerk "Kein Täter werden(KTW)."
Der Therapeut ist zwar offensichtlich an KTW angelehnt, aber er ist kein KTW-Therapeut. Überhaupt wird KTW in dem ganzen Film nicht erwähnt, und aus meiner eigenen Erfahrung heraus kann ich sagen, dass die Behandlung des Therapeuten nicht repräsentativ ist für die Art, wie man bei KTW behandelt wird. Mehr dazu schreibe ich in einem kommenden Beitrag, der gerade in Arbeit ist.
Deshalb verwundert es, dass gerade der Autor "Sirius", der selbst an einer KTW-Therapie teilgenommen hat, sich überhaupt nicht mit Markus identifizieren kann. Der Spielfilm KOPFPLATZEN müsste eigentlich nicht nur "Sirius", sondern allen KiH-Autoren gut gefallen, denn diese gehören wohl auch dem Pädophilie-Projekt "Schicksal und Herausforderung(SuH)" sowie dem pädophilen Forum "Gemeinsam statt alleine(GSA)" an. Alle drei Projekte propagieren die Positionen der völligen Enthaltsamkeit, wie auch KTW, die mit den politischen Positionen von K13online nicht vereinbar sind.
Erst einmal arbeiten und schreiben bei GSA, SuH und KiH sehr unterschiedliche Menschen. Dementsprechend haben wir keine einheitliche Meinung zu dem Film, und uns haben unterschiedliche Aspekte daran gefallen bzw nicht gefallen.
Der Aussage scheint die Annahme innezuwohnen, dass mit der Position der "völligen Enthaltsamkeit" auch ein inneres Zerreißen einhergeht, die triebhafte Obsession und das psychische Leiden, das Markus in Kopfplatzen ertragen muss, da er keinen Übergriff begehen möchte. Dem möchte ich entgegenhalten, dass es sehr wohl möglich ist, auf ausgelebte Sexualität mit Kindern zu verzichten und gleichzeitig nicht an dieser Unmöglichkeit innerlich zu verzweifeln, und dass es auch dann möglich ist normal mit Kindern umzugehen, ohne ständig kurz vor einem Missbrauch zu stehen. Diese Perspektive stellt der Film aber nicht da, und stellt damit eine sehr triste und negative Lebensrealität dar, die ich mit meiner Erfahrung nicht teilen kann.
Ganz erhlich Jochen?
Das ist so süß geschrieben. Ja ich bin innerlich noch ein Kind. Äußerlich bin ich aber Erwachsen. Ich muss mich ja an Son Gohan irgendwie anpassen. Trozdem wäre ich bereit für eine eigene Familie auch wenn viele mir es noch nicht zutrauen oder mir empfehlen niemals eine Familie zu gründen weil ich nicht erwachsen genug bin (Sorry ich musste das jetzt loswerden). Kommt bald ein Blog über dieses Thema.
Gruß Kid Gohan
Ja, ich verstehe Deine Argumentation und kann ihr auch folgen und stimme Dir ja vom Prinzip auch zu. Ich weiß im Moment nicht, wie ich mich noch besser ausdrücken kann, was ich genau meinte, aber ich denke auch, das ist jetzt auch nichts mehr für die Kommentare hier, vielleicht lässt sich das ja noch einmal in einem anderen Rahmen vertiefen - würde mich freuen. Zusammengefasst kann man ja denke ich sagen, dass wir von der Sache an sich her, dieselbe Auffassung haben, was "richtig" und was "falsch" ist. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich auch einfach noch nie soviel im Detail mit Pro-Contactern zu tun habe und ich zu sehr ans Gute im Menschen glaube (was eigentlich meinem grundsätzlichen Pessimismus widerspricht ;))
Hmm, ja, ist ein zweischneidiges Schwert, wie ich finde. Auf der einen Seite erwarte ich auch Toleranz, hab ich das Recht dies anderen (pauschal) zu verwehren? Klar gibt es da definitiv Grenzen, bei denen ich auch sofort sagen würde, das toleriere und akzeptiere ich nicht. Aber es gibt sicherlich auch Fälle, die eben nicht zu 100% klar, die nicht schwarz/weiß sind, ist ein Tanz auf dem Drahtseil, ja, das stimme ich Dir zu, da ich für einige Sachen garantiert auch keine implizite Zustimmung abgeben möchte.
Missbrauch ist Missbrauch, darüber brauchen wir erst gar nicht reden. Einvernehmliche sexuelle Kontakte sind in meinen Augen wie gesagt auch abzulehnen, da ich die Einvernehmlichkeit bedingt durch die Unwissen- bzw Unerfahrenheit in dem entsprechenden Alter anzweifle. Aber ich sehe es auch so, dass es auch Menschen gibt, die Pädophilen grundsätzlich den Kontakt zu Kinder untersagen wollen und das sind dann eben Bereiche, in denen ich mir Toleranz erwünsche.
Ich hoffe, Du kannst meine Gedanken dahinter nachvollziehen und denkst jetzt nicht, ich würde einvernehmliche, sexuelle Kontakte doch tolerieren/gutheißen. Ich möchte jetzt nicht meinen Status als Edelpädo verlieren :p
"Wenn es diese Möglichkeit nicht geben würde, dann würde ich heute wahrscheinlich auch total isoliert und einsam ohne wirkliche soziale Kontakte vor mich hin vegetieren. "
Aus dieser Isolation versuche ich gerade halt auszubrechen und ich merke, wie schwer es mir fällt, auch wenn man es meinen Kommentaren und Beiträgen möglicherweise nicht so anmerkt, da sie möglicherweise selbstbewusst wirken können (Weiß ich nicht, ist jetzt nur eine Vermutung, das müsstest Du, bzw andere "urteilen" ;)) Na klar habe ich auch Kontakte zu Aussenwelt, aber eben (fast) keine tiefergehenden Freundschaften und da merke ich mehr und mehr wie das in meinem Leben fehlt, nachdem ich halt vor ein paar Monaten so langsam überhaupt angefangen habe mich dahin gehend zu öffnen.
Und ja, meine bisherigen Outings waren ja auch zum Glück weniger schlimm als befürchtet, aber waren auch gerade einmal 2 (im nicht therapeutischen Umfeld). Evtl hab ich auch das Gefühl, dass es von Mal zu Mal auch schwerer wird, anstelle von leichter, weil das Bewusstsein da ist, dass so ein Outing auch hin und wieder "in die Hose" geht und je öfter es gut geht, desto mehr denkt man, dass es das nächste Mal ja schief gehen könnte. Aber keine Ahnung, so genau hab ich das bei mir noch nicht hinterfragt.
Bin ich zu 100% bei Dir. Zum Thema Einvernehmlichkeit habe ich mir im Laufe der Zeit schon viele Gedanken gemacht, da es natürlich eine willkommene Ansicht wäre. Aber je mehr ich mich damit beschäftigt habe, desto mehr wurde mir klar, dass dies keine Option für mich ist, da die Wahrscheinlichkeit Schaden anzurichten doch einfach zu groß ist. Ich kann die Argumentationsketten der Einvernehmler zwar nachvollziehen, aber, ohne sie persönlich angreifen zu wollen, finde ich ist es einen Schritt zu kurz gedacht.
Aber wie auch Du so treffen schreibst, bin ich grundsätzlich auch ein großer Verfechter von leben und leben lassen, wobei es da natürlich auch Grenzen gibt. Und wenn dann auch noch persönliche Angriffe kommen oder gar Verleumdungen, dann ist auch eine Grenze überschritten und ich finde es sehr gut, dass Du Dich dahin gehend klar positionierst! Sicher wird nicht jeder Mensch immer mit einem anderen Menschen einer Meinung sein, darum geht es denke ich im Leben auch nicht, aber in diesem Punkt bin ich definitiv komplett Deiner Meinung.
Ich weiß, was du meinst… es ist sehr schwer wirklich tiefer gehende zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen, wenn man ständig im Hinterkopf hat, dass man nur deshalb überhaupt akzeptiert wird, weil die Anderen einen nicht vollständig kennen und nicht alles über einen wissen.
Die Neigung ist nun einmal ein wesentlicher Teil von uns, und wie soll man Freundschaften aufbauen, wenn man das Gefühl hat einen Teil von sich immer verbergen zu müssen?
Ein paar Lichtblicke gibt es immerhin. Im RL reagieren die Menschen oftmals doch ganz anders, als man es vorher befürchtet. Ich hatte bisher tatsächlich noch kein einziges Outing, bei dem die andere Person negativ reagiert hätte. Und das Internet ermöglicht es heutzutage, Freundschaften in relativer Sicherheit aufzubauen, die später dann auch ins RL übergreifen können. Wenn es diese Möglichkeit nicht geben würde, dann würde ich heute wahrscheinlich auch total isoliert und einsam ohne wirkliche soziale Kontakte vor mich hin vegetieren.
Hallo Jochen,
vielen Dank erst einmal für deinen netten und ausführlichen Kommentar!
Als ich in die Online-Pädophilen-Szene eingestiegen bin, dachte ich noch, dass man in der Einvernehmlichkeits-Frage auf einen Nenner kommen könnte… oder sich dennoch trotz dieser Meinungsverschiedenheiten gegenseitig akzeptieren kann. In vielen Bereichen haben wir ja die gleichen Ansichten, nur in diesen einen Punkt haben wir halt fundamental unterschiedliche Meinungen.
Im Laufe der Zeit haben wir dann einige echt üble Angriffe von Seiten einiger Personen aus dieser Szene erhalten. Seitdem halte ich es schon zum Selbstschutz für wichtig, dass wir uns da klar abgrenzen, und sehe keine Möglichkeit mehr für eine sinnvolle Zusammenarbeit. Das heißt nicht unbedingt, dass wir auf Konfrontation gehen müssen. Ich bin da eher für leben und leben lassen, und dass wir getrennt unsere Ziele verfolgen und dann halt sehen, wer weiter kommt.
Was mich ärgert ist allerdings, wenn uns dann Meinungen angedichtet werden, die wir einfach nicht teilen. Und das gehört finde ich zumindest einmal richtig gestellt.
Vielen Dank, dass du dir die Mühe gemacht hast dir die ganzen Kisten durchzuwühlen :D Es freut mich zu hören, dass meine Arbeit auch von anderen gelesen wird. Und ich bin immer offen für Musikempfehlungen, falls du noch ein paar passende Lieder parat hast :)
Meine These ist nachdem ich den Film gesehen habe inzwischen, dass das Script in einer Urfassung wesentlich mutiger war, und der Regisseur im Laufe der Entstehungszeit immer mehr Kompromisse eingehen musste, um dem Film finanzieren und realisieren zu können. Man kann die Angst, eventuell etwas zu "verharmlosen" in jeder Sekunde des Spiels fast schmecken. Die Schauspieler scheinen sich alle sehr unwohl zu fühlen, bei dem Film mitzumachen und Markus als zu sympathisch darzustellen, und haben das zum Teil auch in Interviews bestätigt.
Ich könnte mir vorstellen, dass diese Angst vor Verharmlosung dazu geführt hat, dass die eine oder andere Szene notwendigerweise in das Skript eingefügt wurde, um die Vorwürfe vorwegzunehmen. Dass die zahlreichen Masturbationsszenen im Laufe des Enstehungsprozesses in das Skript eingefügt wurden, um zu zeigen dass der Film die triebhafte Natur der Pädophilie nicht verharmlosen möchte. Für einen Film, der ansonsten sehr offen ist und dem Zuschauer die Bewertung überlassen möchte, ist das besonders schade finde ich.
Ich habe jetzt alle deine Sonntagskisten gelesen, Sirius und möchte dir an der Stelle mal für die Arbeit danken, die du dir immer machst, um aufzuzeigen, wie ungerecht in den Medien oder allgemein in unserer Gesellschaft mit uns pädophilen Menschen umgegangen wird, oder auch um die weitaus selteren postitiven Beispiele zur Berichterstattung über Pädophile hervorzuheben. Sehr schön sind natürlich auch deine Musikempfehlungen am Ende. Da sind viele schöne Stücke dabei, die ich bisher nie in Hinblick auf meine pädophile Neigung gehört habe, die man aber durchaus auf unserer Situation anwenden kann.
Wie ich lese hat sich nun auch dieses Blog mit dem Kinospielfilm KOPFPLATZEN beschäftigt. Ein Anlass für mich, ein News auf meinen Webseiten zu publizieren:
https://krumme13.org/news.php?s=read&id=4115
Ich hoffe, Ihr könnt etwas Kritik vertragen.
Gruß Dieter-K13
Da stimme ich Dir voll und ganz zu. Wenn solche Menschen wütend werden, muss man was richtig gemacht haben :) Okay, kann man natürlich auch nicht verallgemeinern, aber oft trifft es zu :)
Hallo Sirius,
ich stimme Dir zu, dass dieses Schweigen eine sehr zermürbende Notwendigkeit ist, um eben nicht Gefahr zu laufen, gravierende Konsequenzen zu erfahren, welche meiner Meinung nach einfach nur durch Unwissenheit und oftmals falscher Berichterstattungen in den Medien entsteht. Es gibt leider viele Bereiche, in denen die Masse der Gesellschaft einfach keine Ahnung hat, mit kruden Meinungen um die Ecke kommen oder sich einfach nicht für interessieren, so wie es auch bei psychischen Erkrankungen wie beispielsweise Depressionen der Fall ist. Aber die zu befürchtenden Reaktionen ist wohl nirgends so extrem wie bei der Pädophilie.
Natürlich habe ich mir das Schweigen auch angewöhnt und das vorgetäuschte Desinteresse, sollte in einer Runde mal das Thema auf Pädophilie oder diese Richtung schwenken, nur um ja nicht aufzufallen, bzw mich womöglich zu verraten. Dabei ist es mir in den letzten Wochen und Monaten immer bewusster geworden, dass diese Neigung eben ein großer Teil von mir ist und ich "Bauchschmerzen" damit habe, dass ich diesen Teil nicht vor anderen offenbaren kann. Ich habe mittlerweile sogar die Vermutung, dass es mir deshalb schwer fällt neue Freunde zu finden, da es für mich grundsätzlich wichtig wäre, wenn diese von meiner Neigung wissen, da es sonst keine "echten" Freunde wären, sondern lediglich "nur" Kumpel. Aber ich merke, wie sehr mir wahre Freunde fehlen und gleichzeitig ist da diese Hemmung bezüglich meiner Pädophilie.
Eine wirkliche Lösung für dieses Dilemma habe ich leider noch nicht gefunden, bei einer sehr guten Freundin konnte ich mich schon vor über einem Jahr "erfolgreich" outen, doch gibt es auch andere Menschen, die ich eigentlich gerne mag und die mir wichtig sind, bei denen ich aber einfach mir nicht sicher bin, ob sie da das nötige Verständnis aufbringen können und auch wollen.
Vielleicht wird die Gesellschaft ja langsam offener für diese Thematik, ich würde es mir wünschen, aber um ehrlich zu sein, denke ich dass das noch ein verdammt weiter Weg sein wird, schaut man sich an wie lange allein auch die gesellschaftliche Akzeptanz von Homosexualität gebraucht hat (und ja auch immer noch nicht zu 100% abgeschlossen ist, wobei das wohl auch nie passieren wird).
Hallo Kid Gohan,
Dein Beitrag zeigt sehr deutlich, was für ein liebevoller und besonders fantasiereicher, aber auch sehr verletzlicher Junge Du bist. (entschuldige, wenn ich Dich noch als einen Jungen bezeichne, aber ich habe das Gefühl als seist Du im Herzen noch einer - möchte Dich damit aber auf keinen Fall angreifen oder verletzen - wenn es das tun sollte, entschuldige ich mich für diese Formulierung)
Ich kann mir vorstellen, das viele Menschen Schwierigkeiten haben Deinen Gedanken und Gefühlen folgen zu können und von "außen" mag es sehr seltsam klingen. Aber wenn dies Dir gut tut, wieso sollst Du dann nicht so leben? Solltest Du eines Tages unter dieser Welt leiden, wäre es etwas anderes, aber es gibt eben Situationen in denen unser Verstand sich Auswege aus verzweifelten Lagen sucht, um nicht wirklich "verrückt" zu werden.
Ich wünsche Dir zusammen mit Son Gohan noch eine wunderschöne Zeit und lass Dich von möglicherweise verletzenden Bemerkungen nicht entmutigen.
Hallo Regenbogenfisch,
Deine Vorstellung hier ist sehr schön geschrieben und für mich, wie auch ilytul schon bemerkt, auch sehr Interessant zu sehen, wie Menschen diese Neigung von Anfang an ohne Schuldgefühle akzeptieren können, da dies leider auch nicht mein Weg war.
Aber es freut mich sehr für Dich und auch im Allgemeinen, dass dies so möglich ist und lässt hoffen, dass so nach und nach der Stein wirklich ausgehöhlt wird und man zumindest ohne diese gewaltigen Emotionen offen über das Thema Pädophilie sprechen kann, wenn endlich in den Köpfen der Massen ankommt, dass Pädophile auch "nur" Menschen sind und sehr viele von ihnen alles andere als eine Gefahr für Kinder darstellen, sondern liebenswerte, gefühlsvolle und selbstreflektierte Zeitgenossen sind.
Freue mich schon auf weitere Beiträge von Dir, da ich es sehr spannend finde auch die Blickwinkel anderer Pädophile besser verstehen zu können. Leider wüsste ich nicht, wie ich selber hier zum Blog beitragen könnte, da ich mir keiner interessanten Geschichten das Thema betreffend bewusst bin, aber ist ja auch nicht nötig, wenn es hier schon so tolle Autoren gibt :)
Lieber Sirius,
auch wenn ich mir schon seit ca. 2 1/2 Jahrzehnten meiner pädophile Neigung bewusst bin, muss ich sagen, noch nie wirklich tief in der "Szene" drin gewesen zu sein, zum einen, da ich anfänglich überhaupt nicht gewusst hätte wie ich das anstellen sollte (das Internet kam gerade erst so langsam auf - ja, es gab eine Zeit vor dem Internet ;)) und zum anderen, weil ich meine Neigung sehr lange abgelehnt, verteufelt und mich dafür bemitleidet und geschämt habe.
Natürlich gab es dann in meinem weiteren Lebensverlauf nach und nach auch hin und wieder meist flüchtige, virtuelle Kontakte zu anderen Pädophilen und ich konnte daraus schon die unterschiedlichsten Facetten der anderen erkennen. Aber dass es diese regelrechten "Grabenkämpfe" zwischen den unterschiedlichen Pädo-Gruppierungen gibt, dessen war ich mir noch nicht bewusst. Ich dachte bisher immer eher, das seien alles eher "Einzelkämpfer".
Dies nur einmal als "Erklärung", wieso ich zuvor von dem Begriff "Edelpädo" noch nie gehört habe.
Aber nun zu Deinem Text an sich: was Du da schreibst spricht mir total aus der Seele, ohne mich jetzt aus welchen Gründen auch immer "anbiedern" (man könnte es auf gut deutsch auch "schleimen" nennen ;)) zu wollen. Deine Analyse ist sowohl sachlich, geht aber wie ich finde auch genug auf die Gefühle ein, zum Beispiel dass es eben auch "dazu gehört" ein gewisses sexuelles Interesse an Kindern zu haben (welches aber auch bei jedem sicherlich individuell unterschiedlich sein kann), da es wie ich finde auch wichtig ist, da nichts "schön zu reden" und dies auch für sich zu akzeptieren. Und um dies gewissenhaft zu können gibt es eben zum Glück einen gewaltigen Unterschied zwischen Gedanken und Handlung.
Ich sehe auch keinen Grund, wieso jemand nicht die eine Seite (Gedanken) unbeschränkt befürworten und die andere Seite (Handlung) kompromisslos ablehnen können soll. In diesem Punkt jemanden Heuchelei vorzuwerfen, weil man ja sowohl das Verlangen als auch die Fantasien hat, dies aber nicht in die Tat umsetzt, finde ich schon ziemlich dreist, ehrlich gesagt. Dein Beispiel mit den Computerspielen kommt dem denke ich schon ziemlich nahe, dass es da sehr wohl große Unterschiede zwischen Fantasie und Tat gibt und dies auch von vielen in den unterschiedlichsten Situationen so gelebt wird. Wenn jeder seine Fantasien in die Tat umsetzen würde, ganz in egal in welchem Bereich, bräuchten wir wohl viel mehr Gefängnisse ;)
Ich kann vom Ansatz zwar auch Starchild mit seinem Kommentar verstehen, wenn er/sie eine einheitliche Pädophilenszene begrüßen würde, aber dies ist doch nicht um jeden Preis zu realisieren. In machen Punkten sind meiner Meinung nach Kompromisse einfach nicht möglich - Punkt - Aus - Ende.
Und sollte mich jemand wegen dieser Meinung nun als "Edelpädo" beschimpfen, gut, dies ist ein freies Land, wenn es ihm/ihr dadurch besser geht nur zu. Dies wird aber garantiert nicht dazu führen, dass ich meine Ansichten ändern werde. Genauso wie ich mich auch "gern" weiterhin als "Gutmensch" beschimpfen lasse, wenn ich für mehr Menschlichkeit in unserer Welt eintrete und dies von engstirnigen Menschen nicht akzeptiert werden kann.
Es ist zwar verdammt schwer idealistisch und dabei konsequent zu sein wenn man große Probleme mit dem Selbstwert hat, aber für mich ist dies so ein wichtiger Punkt mittlerweile, dass es sich lohnt dafür auch mal standhaft zu bleiben, auch wenn es sehr schwer fallen mag.
Umso schöner ist es zu sehen, dass es auch andere Menschen gibt, die sehr ähnlich denken und empfinden wie man selbst und ich bin wirklich sehr sehr froh, solche Menschen gerade zu finden und näher kennenzulernen.
In diesem Sinne, mach weiter so, bleib wie Du bist und alles Gute!
Ganz ruhig, ganz ruhig, Brauner. Das kommt schon noch, dass sich das alles bessert. Da bin ich zuversichtlich.
Nun , so kann es kommen im Leben - gestern noch hebephil und am nächsten Tag plötzlich pädophil :D Ob man das einen sechsten Sinn nennen kann weiß ich nicht, aber irgendwas an dir ist mir aufgefallen. Ich freue mich, dass du bei uns mitmachen möchtest, lieber Regenbogenfisch, du kannst sicher so einige wertvolle Gedanken beitragen :3 Es ist ein schönes Gefühl jemandem bei einem solchen Prozess begleiten und unterstützen zu können. Das zeigt mir, dass das was wir hier machen nicht umsonst ist.
Kinder im Herzen ist ein Weblog zum Thema Pädophilie, der von pädophil empfindenden Menschen betrieben wird, die sich entschieden haben ihre sexuellen Wünsche nie mit Kindern auszuleben. Wir schreiben über diverse Themen im Zusammenhang mit Pädophilie, die uns bewegen.