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Die Grundrechte gelten für Pädophile nicht gleichermaßen. Das ist Fakt und man sollte auch Wissen das im Bundesverfassungsgericht auch nur Menschen sitzen. Wer glaubt das eine positive Entscheidung ausfällt der glaubt tatsächlich das Menschen ihr eigenes Leben wegen einer extrem unbeliebten und kleinen Minderheit riskiert?

Glaube ich nicht. Das BVerfG hat doch auch eine Verfassungsbeschwerde eines Pornohändlers nicht angenommen und auch erklärt das Erwachsene die wie Kinder aussehen auch unter §184b StGB fallen (BVerfG, 2 BvR 2369/08 vom 6.12.2008). Warum also soll er hier jetzt was anderes behaupten vor allem wenn es hochrealistische Puppen sind.

Die Realität ist eine ganz andere.

Habe mir das Buch mal gekauft und das Kapitel von Frau Lederer durchgelesen. Sie zeigt gut auf wie das Thema von der BILD und einer CDU-Abgeordneten instrumentalisiert wurde. Der einzige Bundestagsabgeordnete der auf fehlende Evidenzen und das Korrelation nicht gleich Kausalität ist hinwies (Jürgen Martens, FDP) wurde mit moralisierenden Lügen niedergemacht.

Es wird ausgeführt warum der Paragraphen gegen mehrere Grundrechte verstößt (Art. 2 Abs. 1 GG iVm Art. 1 Abs. 1 GG, Art. 2 Abs. 1 GG und Art. 3 Abs. 3 S. 2 GG). Aktuelle empirische Studien zeigen das §184l vermutlich zu mehr Opfern beitrage, aber es fehle an Langzeitstudien, die durch das Gesetz verunmöglicht wurden.

Danke ebenfalls. Habe immer wieder Suizidgedanken wegen diesem Gesetz, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Das heißt spätestens mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts.

Wenn die Beschwerden nicht erfolgreich sind dann wird es politisch immer schlimmer werden. Das kann ich und will ich nicht.

Danke für den Link.

Diese Definition des Begriffs „Pädosexualität“ findet man vor allem in Forschungsarbeiten zur Aufarbeitung von historischen Pro-C Netzwerken (Kentler und Co.). In dem Sammelband „Die Grünen und die Pädosexualität“ fand ich folgenden interessanten Ausschnitt, der vielleicht noch einmal einen anderen Blick auf die Thematik wirft:

Dem Begriff der Pädophilie etwa, etymologisch verstanden als Freundschaft, Liebe oder Zuneigung mit oder zu Kindern, wird vorgeworfen, den eigentlich zentralen Aspekt der damit verbundenen sexuellen Interessen zu verschleiern. Daher wurde dieser zunächst unter anderem von Seiten einer feministisch inspirierten Forschung durch den Begriff der Pädosexualität zu ersetzen versucht. […] In Abkehr von der öffentlich schnell popularisierten Wendung von der »Pädophilie debatte« bot es sich schließlich an, besser den Begriff »Pädosexualität« als analytische Kategorie zu wählen […] Da nur die vollzogene Handlung, nicht aber eine entsprechende Neigung strafrechtlich relevant ist, beschreibt der Begriff der Pädosexualität damit zugleich das politische Kernmoment der »Pädophilie-Debatte« wesentlich eher, schließlich kulminierte diese in der Forderung, die rechtlich verbotene Sexualität zwischen Erwachsenen und Kindern zu legalisieren.

Diese Perspektive kann ich zumindest irgendwo nachvollziehen. Pro-Cs haben im Laufe der Jahrzehnte alle möglichen Argumentationsstrukturen eingesetzt, um zu verschleiern, worum es ihnen im Kern geht: Sex mit Kindern haben zu können. Da einen Begriff zu benutzen, der diesen Aspekt der Sexualität betont kann vielleicht helfen, diese Verschleierungstaktiken zu durchdringen.

Vielleicht ist das Versäumnis des UBSKM nicht, dass es uns allen unterstellt nicht lieben zu können, sondern dass es uns allen unterstellt, Pro-Cs zu sein?

Diese Idee stammt nicht vom UBSKM, sondern ist deutlich älter. Spätestens seit den frühen 2000ern findet man diese Definition von „Pädosexualität“ vor allem in feministischer Forschung, heute ist sie insbesondere im Kontext der verschiedenen Aufarbeitungsstudien verbreitet.

Unabhängig heißt nicht das man unbiased ist. Sondern das man nicht einfach rausgeschmissen werden kann, wie jeder andere politischer Beamte.

Außer den sachlichen Argumenten, die für mich auch heute noch ganz eindeutig für die Nomenklatur sprechen, die die Charité in Zusammenhang mit KTW propagiert, (eindeutige Zuordnung und Trennung von Gefühlen und Handeln, Übertragbarkeit auf andere Sexualitäten, Eignung für Wissenschaft wie Alltag etc.) die du auch hier ansprichst, finde ich besonders dies bemerkenswert: Der Vorschlag der UBSKM trägt die Züge der systematischen Ausgrenzung. Ein Scheinargument, dass ausschließlich auf unvollständigem Verständnis (absichtlich oder inkompetent) basiert, favorisiert „zufällig“ genau die stigmatisierende, vereinfachte Sicht der Gesellschaft (es gehe ja vorrangig um Sex) und schafft außerdem einen Sonderfall für die verhasste Gruppe der Pädos (dass es bei ihnen vorrangig um Sex gehe statt um Liebe), was wiederum Stigma und Ausgrenzung legitimiert.

Was ein Zufall! Aber der Schwarze ist ja sowieso von Natur aus zum Dienen und für harte Arbeit geboren, nicht wahr? … genau in dieses Muster passt sich diese Begründung der UBSKM ein (selbstverständlich übertragen aus dem Kolonialismus/Rassismus auf den Bereich der sexuellen Ausrichtung). Nächste Folgefrage wäre, ob das nicht sogar direkt schon das U in ihrer Bezeichnung für „unabhängig“ infrage stellt.

Ich würde gerne einen Artikel zum sog. Puppenverbot veröffentlichen, aber der Link zur Einreichung ist defekt: https://kinder-im-herzen.net/blog/neu

Benötigt man einen Account, oder ist hier etwas schief?

Den Beitrag wie auch die bisherigen Kommentare kann ich voll und ganz unterschreiben. Solange die eigentliche Natur der Pädophilie weiter als Verharmlosung abgetan wird, so wie auch die tatsächliche Lebensrealität von Pädophilen ignoriert wird und man sich nur mit der üblichen Bedeutungs- und Sprachverwirrung dem Thema nähert, wird es keine Fortschritte geben. Ein umfassender und seriöser Umgang mit dem Thema Pädophilie und effektiver Kinderschutz sind gar nicht zu trennen. Man muss schließlich überhaupt erst mal differenziert wissen wovon man redet. Vorher kann es keinen konstruktiven Umgang geben. Auch keinen wissenschaftlich seriösen.

Das wird hunderte Jahre dauern. In der analogen Zeit wäre es einfacher gewesen, aber jetzt in den Zeiten von Social Media ist es nahezu unmöglich. Denn niemand möchte einen Sozialen Tod sterben.

Dieser Text von der UBSKM steht dort so schon seit Jahren. Nur um zu zeigen das es niemanden interessiert.

Jemand, der andere Menschen nicht sexuell behelligt und keine Missbrauchsabbildungen verwendet, ist keine Gefahr für den Kinderschutz. Ich finde es unerträglich, dass solche normalen Menschen, nur weil sie eine abweichende Sexualität haben, unausgesetzt mit dem Kinderschutz ausgespielt werden. Das hat mit Kinderschutz einfach nichts zu tun und wertet Unschuldige schlichtweg als Menschen ab. Noch dazu gesteht man diesen Unschuldigen, zu denen auch die Menschen von Kinder im Herzen und ich selbst gehören, keinerlei Rechte zu. Wir dürfen nicht sagen, wer wir sind. Wir dürfen nicht auf unsere Situation hinweisen, was es bedeutet, keine Familie haben zu können und damit nicht genug werden wir anlasslos des Kindesmissbrauchs verdächtigt, wenn wir uns jemanden öffnen. Es ist ein absolutes No-Go und menschenunwürdig, wie wir leben müssen. Wenn wir dann noch mit Begriffen bezeichnet werden, die in manchen wissenschaftlichen Arbeiten sexuellen Kindesmissbrauch meinen, macht es das nicht besser. Irgendwann einmal wird es diesen Leuten sehr peinlich sein, so mit Unschuldigen umgegangen zu sein. Denn solche Leute sind auf ihre Art ebenfalls Täter:innen die anderen Menschen unter dem Deckmantel von guten Taten massiven Schaden zufügen. Ich hoffe ich erlebe den Tag, an dem sich diese Leute für ihre Taten verantworten müssen. Ich selbst möchte durch Aufklärung mithelfen auf diesen Tag hinzuarbeiten, damit sich irgendwann Unschuldige in Deutschland nicht mehr zum Selbstschutz verstecken müssen.

Danke, dass du das ansprichst und deine Sicht dazu teilst, Hinindil. Ich finde das auch vollkommen absurd. Was sich die UBSKM dabei gedacht hat?

Zudem stellt sich auch die Frage, wie sich die UBSKM den Umgang damit vorstellt, wenn gewisse Einvernehmler, aber auch Trolle davon sprechen, dass es nicht "Pädophilie" sondern "Pädosexualität" heiße und es demnach ins Ancronym sowie Gesellschaft der LSBTQ integriert gehöre.

Außerdem kann ich mir sehr gut vorstellen, dass dies wieder mal scharfe Kritik aus der rechten Szene ernten wird und jene von "Verharmlosung von Pädophilie" oder anderen überheblichen Aussagen von sich geben werden - Übliches Programm eben.

Die beiden Hyperlinks im zweiten Paragrafen sind übrigens nicht aufrufbar.

Was für ein riesengroßer Mist. Ich fidne er ist echt ein Arschloch. Ich habe mich einmal mit ihm getroffen aber ihm nie ein Interview gegeben, da er nie die Nachwesie irgendeiner professionellen Arbeit erbracht hat, die ich mindestens einfordere bevor ich in ein Interview gehen würde.

In seinem komischen Artikel scheint er anzukündigen über mich im nächsten Buch schreiben zu wollen. Mir graut es davor.

Ich wünschte es gäbe irgendwelche Möglichkeiten, wie man seinen Schiet rechtlich angreifen könnte.

Da müssen wir differenzieren. Denn Schutz von pädophilen Menschen kann leicht missverstanden werden, wenn der > oder die Lesende (noch) nicht die Sexualpräferenz von Kindesmissbrauch unterscheidet.

Da hast du Recht. Ich werde die entsprechende Stelle im Text anpassen, oder mit einer Fußnote versehen.

Ein sehr guter Beitrag, dem ich nur voll zustimmen kann! Auch ich würde gerne nach dem beurteilt werden, wie ich mich verhalte und nicht danach, welche Sexualpräferenz ich habe. Auch schmerzt es mich sehr, meine sexuelle Präferenz verheimlichen zu müssen, sei es in der Familie, unter Freunden, am Arbeitsplatz oder einfach im ganz alltäglichen Leben. Die Behandlung von Pädophilen, die von sich ganz bewusst jeglichen sexuellen Kontakt mit Kindern ablehnen, ist einfach nur würdelos und entspricht nicht den Maßstäben, die sich unsere Gesellschaft in Jahr 2025 sonst mit Minderheiten gibt. Ich hoffe dass die Gesellschaft irgendwann einmal aufwacht und erkennt, welcher Unrecht sie uns Anti-C-Pädophilen eigentlich antut.

Ein sehr guter Beitrag! Der Skandal ist doch, dass im Grundgesetz in Art 1 als oberstes Verfassungsgrundsatz formuliert ist "Die Würde des Menschen ist unantastbar", diese würde des Menschen aber sehr antastbar wird, wenn man als Pädophiler nicht durch das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz geschützt wird. Wenn man z.B. nur wegen seiner Präferenz den Job verliert und dagegen nicht vorgehen kann, könnte man einem ja entgegenhalten "Du hast doch Deine Würde, dann musst Du halt von Bürgergeld leben". Aber was soll das bitte für eine Würde sein, wenn man seine Identität verbergen muss, um nicht den Job zu verlieren? Ich finde es ziemlich traurig, dass man im Jahr 2025 als Pädophiler immer noch ein Leben im Untergrund führen muss. Die Gesellschaft scheint längst nicht so bunt und divers zu sein, wie sie sich sonst nach außen gerne präsentiert.

Über uns

Kinder im Herzen ist ein Weblog zum Thema Pädophilie, der von pädophil empfindenden Menschen betrieben wird, die sich entschieden haben ihre sexuellen Wünsche nie mit Kindern auszuleben. Wir schreiben über diverse Themen im Zusammenhang mit Pädophilie, die uns bewegen.

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Ich möchte etwas korrigieren, was ich geschrieben habe: Herrn Prof. Beier und Herrn Heyden fehlen nicht grundsätzlich eine Empathie gegenüber Pädophilen, sondern die Empathie bewegt sich meiner Meinung nach nur im Status Quo und stellt Gesetze, auch wenn sie nicht nachvollziehbar Kinder schützen, nicht im wesentlichen in Frage.
Ich finde es sehr schade, dass Personen wie Herr Prof. Beier und Herr von Heyden, die es eigentlich besser wissen müssten, so wenig Empathie für die Lebenswelt von Pädophilen, die bewusst auf sexuelle Kontakte mit Kindern und den Konsum von Missbrauchsabbildungen verzichten, entgegenbringen. Früher war KTW einmal der Pionier in der Antistigmaarbeit gegen die Diskriminierung von pädophilen Menschen, u.a. hat KTW ausdrücklich den Konsum von Unterwäschebilder gutgeheißen (mittels Ampel-System), heute ist davon nicht mehr die Rede und vom Kampf gegen die Vorurteile gegenüber pädophilen Menschen hört man von KTW kaum etwas. Ich glaube nicht, dass es damit zusammenhängt, dass man sich nur auf wissenschaftliche Ergebnisse (die dann teilweise aber auch etwas einseitig sind), ausruht. Sondern ich glaube, dass KTW vor allem nur ein Projekt zur Verhinderung von Kindesmissbrauch sein möchte und sich deshalb vor allem dieses Ziel verfolgt und dabei genau das liefert, was die Gesellschaft von KTW erwartet. Während man vor einigen Jahren noch offener bezüglich des Umgangs mit pädophilen Menschen war, ist man in den letzten Jahren wieder große Schritt rückwärts gegangen und hat Pädophile in fast allen Fällen nur noch als Feindbild und Gefahr wahrgenommen, die bekämpft werden muss. Und bei der Bekämpfung dieser Gefahr kommt dann KTW ins Spiel und es ist dann völlig klar, dass dann die Akzeptanz von pädophilen Menschen völlig auf der Strecke bleibt. Es mag sein, dass es bei KTW Therapeut*innen gibt, die das anders sehen und auch danach handeln, in der Öffentlichkeit kommt davon aber so gut wie nichts an.
Es sieht tatsächlich ziemlich hoffnungslos aus. Pädophile wie mich gibt es nach den Aussagen dieses Buches im Grunde gar nicht. Man kann sich im Prinzip nur abwenden und weitmöglichst ausklinken, aus diesem Thema und diesem System, und einfach seinen Weg gehen.
Hab zu früh auf absenden geklickt. Wollt noch sagen das sein Blog monatlich so um die 2.8 millionen Aufrufe hat. Also eine durchaus riesige Reichweite. Mal gucken ob das jetzt irgendwie negativ zurückschlägt.
Ich finde es cool das es doch Menschen in diesem politischen Spektrum gibt, die nicht blind jeden verachten nur weil er pädophil ist. Gehe mal davon aus das er selber durch diesen Post angefeindet wurde. Sehr mutig von ihm. Mein Respekt, auch wenn ich andere Beiträge von ihm eher verachte. Das zeigt mir aber auch das immer mehr Unrecht dann doch zu mehr Toleranz fù