Ich glaube, dass erst einmal niemand pädophile Gefühle haben will. Pädophile Menschen lehnen ihre Neigung oft erst einmal ab, bis sie die Last zu tragen lernen. Und selbst wenn ein pädophiler Mensch nach einiger Zeit froh über seine Neigung ist, weiß man nie, ob er nicht eigentlich nur stolz darauf ist, eine solche Last tragen zu können. Und auf der anderen Seite ist ein nicht-pädophiler Mensch über die Pädophilie eines Mitmenschen häufig nur dann froh, wenn er daran denkt, dass er diese Last nicht tragen muss.

Aber trotzdem würde ich mittlerweile sagen: Ich will meine pädophilen Gefühle. Ich sehe es nicht mehr als Last. Ich bin dankbar für das, was mir die Pädophilie geschenkt hat. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass andere neidisch sein sollten, nicht selbst so beschenkt worden zu sein. Und von allen negativen Gefühlen, die meine Pädophile bei anderen Menschen auslösen könnte, wäre dieser Neid auch das einzige angemessene Gefühl. Ich will aber niemanden neidisch machen. Was mir die Pädophilie geschenkt hat, will ich teilen.

Und ich will nicht angeben. Ich habe ja für meine pädophile Neigung nichts getan. Ich habe ja sogar sehr viel gegen die Neigung getan. Wie viele Pädophile habe ich als erstes die schwere Last auf meinen Schultern ignoriert, und als ich sie mir zugestanden habe, dann nur, um mich anständig darüber zu ärgern. „Irgendwie gehört die pädophile Neigung leider doch zu mir.“, habe ich mir gesagt und mich noch über das Wort „Neigung“ gefreut: So als wäre die Pädophilie nur eine Tendenz, zu der man sich neigt, aber man steht woanders. Dann habe ich erkannt, dass meine Pädophilie zentraler ist als noch die Schultern, auf denen sie getragen wird. „Ich bin meine Pädophilie.“, habe ich mir gesagt. Und plötzlich war ich die Last auf meinen Schultern – und die Last war mein Kopf. Und wer würde sich beklagen, dass er seinen schweren Kopf den ganzen Tag herumtragen muss?

Worum geht es im Leben?

In einem Song über Pädophilie sage ich: „Die Pädophilie ist eine schwere Last, so wie große Schätze schwere Lasten sind.“ – Und auch, dass die Pädophilie einem nichts lässt als die eigenen Werte. Aber: „Dadurch lernt man, sich nur von den eigenen Werten zu ernähren.“

Durch die Pädophilie kenne ich das Gefühl sehr gut, nicht zu bekommen was ich begehre. Ich dachte, dass ich deshalb lebenslang unglücklich sein muss. Aber die Pädophilie ist eine vorausschauende Lehrerin. Sie hat mich jeden Tag gelehrt, wie es sich anfühlt, sich selbst zurückzunehmen und andere zu schonen. Das fühlt sich nicht angenehm an, aber richtig. Ich war langfristig das Gefühl von Befriedigung weniger gewohnt und das Gefühl von Frieden mehr. Und ich kann sagen: Danke, liebe Pädophilie, dass du mir deinen Frieden geschenkt hast! Wenn ich meinem Verlangen nachgelaufen wäre, hätte ich immer mehr gewollt – denn so ist das Verlangen nun mal angelegt. Aber so fühle ich den Frieden – es ist das einzige Glück, das wachsen kann, ohne dass auch die Sehnsucht wächst. Es ist zwar nicht das „lauteste“ Glück, aber das tiefste.

Und was muss ich dafür tun? Nichts! Was für ein Luxus! Die Pädophilie hat mir gesagt: "Es geht im Leben nicht darum, zu kriegen was man will. Denn das geht nicht immer. Es geht darum, das Richtige zu tun. Denn das geht immer." Das habe ich jetzt verstanden. Aber das konnte ich nur verstehen, weil ich der Kopf wirklich war, der das verstanden hat. Ich habe die Pädophilie als wesentliches Element von mir gesehen, und so konnte das Geschenk der Pädophilie für mich erst wesentlich sein. Auch der Frieden, den mir die Pädophilie geschenkt hat, ist sehr wesentlich. Denn es ist nicht naheliegend, wegen der Pädophilie loszugehen und systematisch Kinder zu manipulieren, um dann sexuell zudringlich zu werden. Das wäre ja auch ein riesiger Aufwand! Und dafür würde mir die Sozialkompetenz fehlen. Oder ins Darknet zu gehen und seinen Computer zu verschlüsseln, um illegale Bilder runterzuladen. Auch das wäre ein riesiger Aufwand und dafür würde mir die Medienkompetenz fehlen. Aber was kann ich? Was ist kein Aufwand? Was ist total naheliegend und also sehr wesentlich? Gar nichts zu tun.

Eine Jagd auf Zufriedenheit oder ein Ausdruck von Zufriedenheit?

Deshalb hat mir die Pädophilie gezeigt: Ich muss gar nicht viel tun, um meinem Schicksal gerecht zu werden. Es muss gar nicht viel passieren, damit es genau richtig ist. Die Pädophilie hat mich gefragt: „Soll dein Leben eine Jagd auf Zufriedenheit sein oder ein Ausdruck von Zufriedenheit?“ – Und mein Träumerkopf hat wie immer nach oben gesehen: Was werde ich wohl alles nicht erbeuten, wenn ich nicht jage? Aber zum Glück hat mir die Pädophilie meinen Träumerkopf erst aufgesetzt, und gesehen habe ich also nur die Schmetterlinge. Nach denen kann man schlecht jagen. Aber wenn man sie nicht jagt, kann man sie umso besser still bewundern. Und je stiller man sie bewundert, desto eher setzt sich vielleicht mal ein Schmetterling auf die Schulter.

So zufrieden kann man als pädophiler Mensch im Wald sitzen – während die anderen den Hirschen nachjagen. Und dabei müssen die Jäger sogar aufpassen, dass sie sich nicht gegenseitig erschießen. Und wenn sie einem Hirsch nachgejagt sind und ihn endlich erlegt haben, ärgern sie sich, dass sie jetzt gar keinen Hirsch, sondern nur eine Leiche gewonnen haben. Und was machen sie dann? Sie jagen dem nächsten Hirsch nach.

Zum Glück mögen die pädophilen Menschen kein Hirschfleisch. Bestimmt stellen sie sich manchmal vor, wie Schmetterlinge schmecken. Aber oft ist es die Schönheit der Schmetterlinge selbst, die ihnen zeigt, dass Schmetterlinge da sind, um bewundert zu werden. Und wenn ein pädophiler Mensch mit seinem Träumerkopf die Schmetterlings-Schönheit genießt, vergisst er manchmal, seinen eigenen Kopf zu wollen. Aber wenn er daran denkt, wie sich die Jäger gerade fühlen müssen – entweder rastlos bei der Jagd oder ziellos nach der Jagd – dann will er lieber Schmetterlinge bewundern statt Hirsche zu jagen. Er ist dankbar, dass sein Träumerkopf immer nach oben sehen muss. Er ist dankbar – nicht weil er hat, was er will, sondern weil er will, was er hat. Er ist dankbar für seine pädophilen Gefühle. Und er denkt: Wie gut, dass die anderen nicht wissen, wie neidisch sie sein müssten.

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