Robot Boy

Hallo ich bin Robot Boy,

ich habe diesen Namen gewählt, weil ich mich selbst teilweise wie ein Kind fühle. Außerdem habe ich neben der Pädophilie noch Asperger, wodurch ich manchen in meinen Verhaltensweisen wie ein Roboter agiere. Wegen beidem bin ich seit Jahren in Therapie.

Der Präferenzbereich meiner Pädophilie liegt zwischen 3-12 Jährigen Mädchen und 3-8 Jährigen Jungen. Außerdem habe ich auch nach langjähriger Nutzung von Sexpuppen kein Interessen an erwachsenen Körpern entwickelt. Ich habe bisher immer nur weibliche Kindersexpuppen gehabt da die männlichen Versionen noch keine Erektion bekommen können.

Ich schreibe jetzt diesen Text, da Sexpuppen verboten werden sollen und ich es absolut wichtig finde zu beschreiben, wie SEHR Sexpuppen mir geholfen haben. Zum einen haben mich die Sexpuppen davor bewahrt echten Kindern etwas anzutun. Zum anderen haben sie mir das Leben gerettet, weil ich schon kurz davor war echten Kindern etwas anzutun, weshalb ich mir das Leben nehmen wollte.

Mit Asperger ist es EXTREM viel schwerer sich vorzustellen, die Sexpuppe sei etwas Lebendiges, was auf einen reagieren kann. Dies macht die Eingewöhnung schwieriger, aber es geht mit der Zeit sehr gut. Da ich in meinen Augen dazu gezwungen war Sexpuppen auszuprobieren, habe ich dies getan. Heute kann ich in meinen Augen nicht mehr ohne Sexpuppen leben, da diese das Beste sind, das mir in meinen Leben passiert ist. Die Verbindung, die man mit diesen Puppen nach 6-8 Wochen Kuscheln und in einem Bett schlafen aufbaut, ist selbst mit Asperger sehr stark. Außerdem habe ich festgestellt, dass der Sex mit diesen Puppen WEITAUS befriedigender ist als Masturbation.

Daher denke ich, dass Sexpuppen eine der besten Erfindungen sind um Sexuellen Missbrauch von Kindern zu verhindern, dies denkt auch mein Therapeut. Ich würde dazu noch ergänzen, dass man Sexpuppen in Kombination mit Texten, Comics, 3D-Animationen, Spielen und computergenerierten, von der Realität nicht zu unterscheidenden Bildern und Videos (https://www.netz.de/trends/news/keines-dieser-bilder-ist-echt-haettet-ihr-es-gemerkt) die bestmögliche Therapie wären. Außerdem denke ich, dass dies selbst bei Leuten helfen dürfte, die einfach nur gerne über andere Macht ausüben wollen, weil selbst diese mit diesen Puppen ihre kranken Macht- und Unterdrückungsphantasien ausleben können. Dies könnte hoffentlich dazu führen, dass die Missbrauchszahlen tatsächlich sinken. Im Endeffekt finde ich sollte man alles erlauben, was keinem echten Kind schadet. Dies gäbe für uns außerdem einen Anreiz zur Therapie zu gehen, während es uns gleichzeitig eine Möglichkeit gibt den sexuellen Druck loszuwerden, der durch zu lange erzwungene sexuelle Enthaltsamkeit entsteht. Auch dies könnte in meinen Augen sexuelle Missbräuche verhindern.

Sexpuppen dürfen nicht verboten werden, da es in meinen Augen anschließend keine Therapien mehr gibt! Daher müssen wir jetzt dafür kämpfen, dass wir unsere Therapien behalten dürfen!

Daher hier mein Aufruf an alle Leser:

Schreibt dies allen Projekten wie kein Täter werden (diese müssen wahrscheinlich von uns zugespammt werden, da meine versuche Therapien, die wir Betroffenen auch haben wollen (also Sexpuppen usw.) dort auf taube Ohren gestoßen sind). Gebt meinen Erfolg an alle Betroffen weiter die ihr kennt. Also teilt es in allen pädophilen Foren in denen Ihr seit. Schreibt dies an alle Politiker in einem offenen Brief, von denen ihr glaubt, dass sie auf euch hören.

Dies muss getan werden, ansonsten wird es uns allen schon sehr bald so ergehen wie den Betroffenen in Australien, wo einfach ALLES verboten wurde. Dies führt nun dort zu schlimmeren Missbräuchen, da Pädophile nichts mehr zu verlieren haben. Trotzdem werden dort schon Stimmen laut die Strafen noch weiter zu erhöhen.

https://www.attorneygeneral.gov.au/media/media-releases/mandatory-jail-sentences-child-sex-offenders-3-september-2019

Außerdem, wie in dem Text zu lesen ist es im letzten Jahr zu einer VERDOPPELUNG der Strafttaten gekommen. Aber anstatt zu realisieren, dass der Verbot von allen therapeutischen Maßnahmen dazu geführt hat, wollen sie noch härtere Strafen einführen.

Dies wird bei uns auch passieren, wenn wir nicht JETZT etwas dagegen unternehmen!

Auf dass wir aus der jetzigen Scheiße noch lebend raus kommen, euer
Robot Boy

14 Kommentare

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Ruby

Hallo Robot Boy!

Vielen Dank für den interessanten Einblick in dein Leben. Toll, wie du deinen Umgang mit dir und deiner Pädophilie gefunden hast und schade, dass ein Großteil der Gesellschaft Puppenbesitzern diesen sinnvollen Umgang zukünftig wegnehmen will. Ich halte das genauso wie du für absolut kontraproduktiv.

Ersatzhandlungstätern , also jenen die nicht pädophil sind, würden die Puppen, meiner Ansicht nach, wohl eher eher nicht helfen, da sie auf einen Gegenstand ja keine Macht ausüben können (bzw. würde für den gleichen Zweck auch eine gewöhnliche Erwachsenenpuppe reichen, da sie an Kindern kein Interesse haben) Für pädophile Sadisten wäre das vielleicht eine Option. Ansonsten kann ich deinem Beitrag allerdings nur zustimmen.

Autodendrophil

Hallo Robot Boy, absolute Zustimmung zu weiten Teilen deines Textes.

"Ich würde dazu noch ergänzen, dass man Sexpuppen in Kombination mit Texten, Comics, 3D-Animationen, Spielen und computergenerierten, von der Realität nicht zu unterscheidenden Bildern und Videos die bestmögliche Therapie wären"

Ich würde hier hinzufügen, dass man mit computergenerierten Bildern noch eine ganz andere Wirkung erzielen könnte: Umso echter diese Bilder aussehen, desto eher wäre es möglich, die Verbreitung echter Kinderpornographie im Internet DEUTLICH zu reduzieren. Abgesehen von ein paar extremen Sadisten würde sich dann wohl kaum jemand mehr auf die Suche nach echtem Material machen, für das Kindern ggf. erhebliches Leid zugefügt wurde und für dessen Verbreitung/Erwerb man (zurecht) strafrechtliche Konsequenzen befürchten muss.

Mehr noch: Aufgrund möglicher Beweisprobleme im Hinblick auf echte Bilder würde man die Produktion und Verbreitung künstlichen Materials zwangsläufig staatlich regulieren müssen. Dies böte die Möglichkeit, ein "offizielles" Portal für solche Bilder/Videos einzurichten, auf dem dann auch einordnende Anmerkungen und ggf. Hinweise auf Therapieangebote angebracht werden könnten - so würde man ggf. auch diejenigen Menschen erreichen, die sonst von zwielichtigen Darknet- oder Whatsapp-Gruppen "abgefangen" werden.

Natürlich müsste man die Effekte solchen Materials im Vorwege tatsächlich seriös untersuchen. Angesichts des großen Potenzials sehe ich Politik und Sexualwissenschaftler hier in der Pflicht, auf die Durchführung solcher Untersuchungen endlich mal hinzuwirken.

Robot Boy

Ich stimme dir in allen von dir angesprochenen Punkten zu!

Ruby

Kann dir ebenfalls nur zustimmen., Autodendrophil. Im Grunde weigern sich die Leute die wirklich etwas gegen sexuelle Gewalt an Kindern tun könnten, dies zu tun. Die Frage ist weshalb? Wissen sie es wirklich nicht oder geht es um etwas ganz anderes?

Puppenspieler

Hallo Ruby, wenn der gesamte Mainstream also alles was ein Mensch von klein auf hört und was jeder ihn sagt was richtig ist - wenn er also so aufwächst, dann wird er daran glauben dass die Bäume lila sind und es Gummibärchen regnet. Übrigens mit der so hoch gelobten Demokratie ist da so eine Sache. Als Hitler an die Macht kam und bald darauf die Juden staatlich verfolgen ließ, konnte man ihn alles Mögliche vorwerfen, dass er aber gänzlich undemokratisch gehandelt hat allerdings nicht.

Ruby

Ja, das ist wahr. Aber müsste man nicht eigentlich, wenn man feststellt, dass die angewendeten Maßnahmen nicht fruchten (in dem Fall immer härtere Strafen, bei gleichzeitigem Ansteigen des Kipokonsums) irgendwann auf die Idee kommen dieses Handeln einmal zu hinterfragen? So schwer kann das doch nicht sein.

Puppenspieler

So schön wenn sich wieder ein Puppenbesitzer aus seinem Versteck zu Wort meldet. Und so schade dass doch so Wenige den Mut haben das zu tun. Danke Dir dafür Robot Boy. Schade dass man mit Dir nicht in Kontakt treten kann.

Puppenspieler

Das ist auch nicht schwer Ruby und vor allem die Politiker und Wissenschaftler wissen das auch ganz genau. Aber den geht es um was ganz anderes. Etwas das einen sehr niedrigen menschlichen Instinkt folgt. Sie wollen sich selber in der Gesellschaft erhöhen und sich selber Vorteile verschaffen in dem sie die Massen hinter sich bringen. Und die Geschichte hat eines gezeigt, dass geht am besten in dem man Andere opfert und den Löwen zum Fraß vorwirft.

Nicht Irgendjemanden, nein immer die Schwächsten der Gesellschaft. Dann baue man noch einen Strohmann auf, den man selber genüsslich anzünden kann.

In der Römerzeit waren es die Spiele in der Arena wo man "Sklaven" den Löwen zum Fraß vorwarf sogar wortwörtlich und dem Kaiser war das Wohlwollen großer Teile der Bevölkerung sicher. Im Mittelalter waren es die "Hexen" die man verfolgen konnte und und der Großteil der Bevölkerung klatschte Beifall.

In der Hitlerzeit waren es die "Juden" und Hitler wusste den Großteil der deutschsprachigen Bevölkerung hinter sich. Und In der Gegenwart sind es die "Pädophilen" denen man einen "Pädophilenstern" für ihr Leben lang in das Führungszeugnis schreiben sollte. . Das was wir jetzt erleben hierzu ist erst der Anfang. Wenn niemand dagegen aufsteht und nennenswert an die Politik herrantritt mittels Vereinigungen und Organisationen die die Interressen von Pädophilen vertritt, wird auf Pädophilie früher oder später wieder die Todesstrafe stehen. Ist nur eine Frage der zukünftigen "Pädophilenskandale" und sollten die ausbleiben "hilft man halt bisschen nach".

Schön zu sehen bei den unglaublich vielen Kinder"sex"puppen die plötzlich die Polizei überall gefunden haben will. Vorher fanden sie diese eigenartige Tatsache nicht erwähneswert aber jetzt wo ein Gesetz dagegen durchgewunken werden soll.........da fällt es plötzlich jeden Polizisten wieder ein..........eigenartig.........eigenartig.

Nächsten Tag steht das als Einheitsbericht in allen Zeitungen im deutschsprachigen Raum...........ein Spiegel der Pressefreiheit wahrscheinlich. Vorbei die Zeiten wo Presse Entscheidungen des Staates hinterfragte.

Das Einzige was Pädos noch retten kann wären Vereinigungen die neu zu gründen wären. Vereinigungen die die Interressen der Pädos in den MIttelpunkt stellen so wie es die gefühlten 1 Million Vereinigungen tun die Missbrauchsopfer in den Mittelpunkt stellen. Viele kleine Projekte sind in letzter Zeit entstanden, Projekte die für Einzelne Pädos viel Arbeit waren und die wunderschön geworden sind. "Wir sind auch Menschen" z.B. .......alles schön........kein Frage. Doch verändert das an der Situation per se nichts. Was wir nun jetzt brauchen ist ein übergeordnetes Projekt, mit Grundsätzen die es sich gibt und jedes Mitglied zustimmt. Im Gegenzug darf aber nicht mehr die Gesinnung jedes Mitglieds auf Ewig hinterfragt werden. Wir arbeiten hier ohnehin alle auf Pseudonymbasis. Es ist egal woher jemand kommt wenn er Grundsätzen zustimmt. Der kleinste gemeinsame Nenner muss als Grundsatz fungieren. Und ein oder wenige Sprecher für dieses neue Projekt hat das Ganze an die Öffentlichkeit zu tragen.

Jemand der natürlich unbelastet sein muss aber gleichzeitig seine pädophile sexuelle Ausrichtung als "guten Freund" wahr nimmt und nicht als Feind in einem selber den es ständig zu bekämpfen gilt. Aber dieses Projekt muss an die Politik mit Hilfe von Rechtswissenschaftler aktiv ran treten.

GSA kann hier als Vorbild fungieren doch der Unterschied muss sein dass dieses übergeordnete Projekt nicht auf Basis der Konversionstherapie fungiert. KTW macht nämlich mehr und mehr genau das. Und GSA ist der verlängerte Arm von KTW. Ich empfehle dieses Buch zum Lesen:

Uncle Sam’s Sexualhölle erobert die Welt

Ich empfehle auch neue Berichte von Menschen zu lesen die mit Menschen zu tun haben die pädophile Neigungen haben. Diesen z.B.

https://www.heilzentrum-oststadt.de/aufsatz-pädophlie/
Oder Kinderschutzverbände die auf Evidenz aufbauen wie diesen da z.B. der erst kürzlich einen Bericht zu den geplanten Verbot der Kinderpuppen an die Regierung geschrieben hat (der auf Einsatz von "Schneeschnuppe von der Pädoseite" zurückzuführen ist......ähm und vielleicht auch bisschen auf den "Puppenspieler" https://prostasia.org/

Ruby

Größtenteils stimme ich dir zu, aber auch du hast da einige Punkte nicht ganz verstanden.

Kein Täter Werden wird auch von uns regelmäßig kritisiert, wenn Aussagen getroffen werden denen wir nicht zustimmen oder die schlichtweg falsch sind. Fakt ist allerdings, KTW ist nicht gleich KTW. Beier ist nicht KTW; auch wenn er derjenige ist der es ursprünglich ins Leben gerufen hat und eben das "Gesicht" zum Projekt ist. Auch er trifft gute und schlechte Aussagen in Interviews, die wir regelmäßig aufgreifen. Ich kenne davon abgesehen viele pädophile Menschen die Kontakt zu KTW hatten, inklusive mir, und ich kann dir versichern: die wenigsten Therapeuten dort reden wie Beier.

Das ist ein Problem, weil von einheitlichen Standards die Rede ist, die so nicht existieren. Die meisten Therapeuten die bei KTW arbeiten raten weder grundsätzlich von Kinderkontakt ab, noch verteufeln sie Fantasien. Außerdem handelt es sich bei einer Therapie dort nicht um Konversionstherapie, das ist schlichtweg Blödsinn. Konversionstherapien haben gänzlich andere Charakteristiken als die Behandlung die KTW anbietet. (siehe dafür den Opferschutzverein BIOS beispielsweise, von denen KTW sich sogar öffentlich entschieden distanziert)

GSA ist sicher vieles, aber die Bezeichnung "verlängerter Arm von KTW" halte ich ebenso für Blödsinn. Erstens besteht dort keine direkte Zusammenarbeit, zweitens gibt es wie gesagt keine klaren Linien die KTW fährt - ebenso wenig trifft das auf die einzelnen Nutzer des GSA-Forums zu. Schubladendenken führt zu nichts, und geht in den meisten Fällen auch schlicht am Thema vorbei.

Zum Thema Zusammenarbeit mit anderen Pädos/Pädogruppierungen: All unseren Projekten ist gemein, dass wir dort stets den Wunsch nach Mitarbeit durch und Kontakt zu anderen äußern. Dass wir neue Leute willkommen heißen, sofern sie unseren Grundsätzen zustimmen. Diese sind keine große Hürde.

Wer aber aktiv sexuellen Kontakt zu Kindern gutheißt, der verfolgt gänzlich andere Ziele als wir, bei denen es sich nicht um eine Kleinigkeit handelt und da besteht dann auch einfach keine Grundlage für eine Zusammenarbeit. Dieser eine Punkt ist die Basis. Alles andere ist optional. Es können also keine gemeinsamen, communityübergreifenden Grundsätze formuliert werden, wenn es bereits an dieser Basis scheitert. Davon abgesehen sind wir immer bereit mit Leuten zusammenzuarbeiten und dies haben wir auch immer wieder gesagt und so gemeint.

Wir haben zudem die Hoffnung, dass Wir sind auch Menschen so ein übergeordnetes Projekt werden könnte.

Autodendrophil

Hallo Puppenspieler, ich kann Dir zwar nicht ganz in allen Punkten zustimmen (siehe unten), aber ich kann Deine Gefühlslage sehr gut nachvollziehen. Ich möchte Dir deshalb in einem Punkt Deine Angst nehmen:

"[...]wird auf Pädophilie früher oder später wieder die Todesstrafe stehen. Ist nur eine Frage der zukünftigen "Pädophilenskandale" und sollten die ausbleiben "hilft man halt bisschen nach"

Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem Urteil zum NPD-Verbotsverfahren explizit festgestellt, dass bereits die Forderung nach einer chemischen Kastration von Pädophilen oder die Verhängung einer lebenslangen Freiheitsstrafe ohne Möglichkeit auf Wiedererlangung der Freiheit verfassungswidrig ist. Ich weiß, dass die aktuelle politische Diskussion völlig entmutigend ist - die Richter am Bundesverfassungsgericht rekrutieren sich jedoch aus dem Kreise der Rechtswissenschaften, wo eine sehr kritische Haltung zu den ständigen Verschärfungen des Sexualstrafrechts vorherrscht (ich würde sogar behaupten, dass dies der einzige Bereich in der Gesellschaft ist, wo noch eine rationale Diskussion zu dem Thema stattfindet). Dahingehend kannst Du also für die nächsten Jahrzehnte beruhigt sein.

Was das KTW angeht, so vertrete ich ebenfalls in vielen Punkten eine kritische Haltung zu dem Projekt und teile auch den von Dir - durch Deinen Buchtipp implizit gemachten - Vorwurf, dass viele KTW-Mitarbeiter eine "amerikanische" Sexualmoral "verwissenschaftlichen" wollen. Die Behauptung, es handele sich dort um eine Konversionstherapie, ist jedoch unzutreffend, wie Ruby schon ausgeführt hat. Wenn man sich die Veröffentlichungen des KTW/NeMUP ansieht, so geht man dort fast einhellig davon aus, dass pädophile Neigungen auf neurobiologische Veränderungen zurückzuführen sind, deren Ursachen noch nicht einmal in Ansätzen bekannt sind. Auch dahingehend brauchst Du Dir also keine Sorgen machen, eine Konversionstherapie liegt alleine schon in theoretischer Hinsicht in weiter Ferne.

Puppenspieler

Hi Autodendrophil, hast Du die letzten geistlichen Ergüsse von Beier in dem Interview wieder gehört was er gegeben hat? Kannst im GlF nachlesen. Im Prinzip sagte er zum wiederholten Male aus, dass er ein weitgehendes Kontaktverbot für Pädos mit Kindern für geeignet hält und eine Einschränkung der freien Berufswahl nur für Pädos und somit eine Einschränkung der Grundrechte für Pädos . Pädos sollen nicht mehr an Kindern Spass haben, nicht an Kinder denken und nicht Kinder zu Gesicht bekommen. Und dann......und nur dann ist ein Pädo ein "guter Pädo". Gleichzeitig will er aber Pädos pädophil sein lassen, selbst wenn er es in der Hand hätte würde er Pädos so lassen wie sie sind.

Auf diese Weise würde ein Mensch schwersten psychischen Schaden nehmen wenn er seine natürliche angeborene Sexualität sein leben lang unterdrücken muss. Und dann kommt Beier mit KTW daher. Ja , der Mann ist geschäftstüchtig. Seine letzten Aussagen dürften einige Menschen die in kindernahen Berufen arbeiten ziemlich nachdenklich, gemacht haben. Menschen die Beier bisher nur alzu gerne relativiert haben und seine Aussagen.

Ach ja, und das Thema Pädophilie und Missbrauch hat in seinen Augen noch viel zu wenig mediale Aufmerksamkeit. Da beim Projekt KTW den guten Mann niemand widerspricht habe ich von KTW keinerlei Respekt.

Autodendrophil

Hallo Puppenspieler, ich sehe Beier ebenfalls sehr kritisch und finde seine aktuellen Äußerungen (wieder einmal) sehr befremdlich. Ich kann daher auch Deine Haltung absolut nachvollziehen, wobei ich - etwa von Ahlers oder Ponseti - durchaus auch öffentliche Äußerungen vernommen habe, die in Einzelfragen nicht mit den Positionen von Beier übereinstimmen. Zudem weiß ich, dass einige KTW-Mitarbeiter (anders als Beier et al.) die Klassifizierung der Pädophilie in ICD/DSM kritisch sehen oder zumindest die zunehmende Pathologisierung eines sexuellen Interesses an Jugendlichen hinterfragen. Ich denke mal, dass es auch in anderen Fragen Meinungsverschiedenheiten geben wird, wenngleich ich natürlich die "Mehrheitsverhältnisse" innerhalb des KTW nicht beurteilen kann.

Sirius

Ich kann mich Autodendrophil da nur anschließen.

Keine Frage, seine Aussage, jeder Pädophile, der den Kontakt zu Kindern nicht meidet sei gefährlich und verantwortungslos ist in jeder Hinsicht anmaßend, stigmatisierend, herablassend und fast schon bösartig. Nicht jeder bei KTW sieht das aber so, und es gibt genügend Mitarbeiter, die öffentlich bekundet haben, dass man das im Einzelfall entscheiden müsse und der Kontakt zu Kindern nicht pauschal abzulehnen sei.

Zu Beier sei noch gesagt, dass er auf der anderen Seite auch einige sehr gute Sachen gesagt hat. Er war in Deutschland einer der ersten, der die Ansicht geprägt hat, Pädophilie sei einfach ein Ausdruck menschlicher Vielfalt und Teil der sexuellen Orientierung. Beier ist gerade nicht der Meinung, Pädophilie sei grundsätzlich eine Störung, Zitat aus einer Arbeit von 2016: "Betroffene mit sexuellen Präferenzbesonderheiten, die nicht unter diesen leiden, werden nicht als gestört, krank oder behandlungsbedürftig angesehen, solange sie weder andere, noch sich selbst durch ihre abweichenden sexuellen Bedürfnisse beeinträchtigen oder gefährden." Und nicht zuletzt spricht er sich regelmäßig sehr deutlich gegen die Diskriminierung und Stigmatisierung pädophiler Menschen aus (dass er das letzten Endes selber auch macht durch die Forderung eines pauschalen Berufs- und Kontaktverbots sowie dem Verbot von Masturbationshilfen wie Sexpuppen, ist wieder ein anderes Problem).

Interviews mit Prof. Beier lesen sich für mich daher immer ein wenig wie eine Achterbahnfahrt. Einige der besten und fortschrittlichsten Aussagen zu dem Thema werden direkt gefolgt von den schlimmsten und stigmatisierensten Sätzen.

Autodendrophil

Ich sehe gerade, dass mein vorheriger Beitrag in Bezug auf die Einordnung der Pädophilie in ICD/DSM ggf. missverständlich war. Ich wollte Beier und seinen Kollegen nicht unterstellen, dass sie Pädophilie grundsätzlich für eine Störung halten - falls er oder einer seiner Ko-Autoren hier mitlesen sollten, möchte ich mich für diesen eventuell entstandenen Eindruck entschuldigen. Meine Kritik sollte sich tatsächlich auf die neue Situation mit der Trennung zwischen Paraphilie und paraphiler Störung beziehen, die ich sowohl in konzeptioneller Hinsicht (vgl. https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fpsyt.2020.558655/full) als auch im Hinblick auf das damit verbundene Werturteil weiterhin für fragwürdig halte. Hierzu Teile ich die Auffassung von Beier et al. zwar nicht, aber ich respektiere natürlich diese Sichtweise zu dem Thema.

Ansonsten noch einmal Zustimmung zu Sirius' Beitrag - eine differenzierte Auseinandersetzung mit KTW/Beier ist trotz der verständlichen Emotionen absolut notwendig und dazu gehört es natürlich auch, positive Entwicklungen anzuerkennen.

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