Hallo,

es gibt Tage an denen ich mich sehr traurig fühle und seelisch friere. Die Einsamkeit tut weh und mir erscheint mein Umfeld wie eine eiskalte Welt.

Überall Menschen die auf ihre Smartphones schauen oder im Gehen essen.. Und was mich besonders traurig macht, so viele Kinder mit denen eine Mama oder ein Papa wenig spricht. Solche Begebenheiten erlebe ich täglich. Im Bus. In der Straßenbahn. Kinder die so verloren wirken und traurig.

Es war an einem nebligen Novembernachmittag, ich saß in der Straßenbahn.

Eine Frau mit Kinderwagen und kleinem Jungen, ca.5 Jahre alt, kamen herein. Die Frau, sicher die Mama, mit Smartphone in der Hand. Der kleine Junge fragte etwas, jedoch ging seine Frage ins Leere, seine Mama war gebannt von einem Onlinespiel. Ich saß in der Nähe und erfreute mich an dem niedlichen Anblick des kleinen Jungen: blondes, etwas längeres Haar, blaue Augen, zierlich und mit einem Dino auf der Jacke.

Ich schaute ab und zu rüber und plötzlich lächelte er lieb. Mit Freude im Herzen erwiderte ich das Kinderlächeln und mir war als wäre plötzlich Frühling.

Er zeigte mir einen Dino aus Plüsch den er aus seinem kleinen Rucksäckchen holte. "Hey, der ist aber echt cool dein Dino, ist bestimmt ein Tyrannosaurus Rex!" sagte ich. Er nickte und fragte mit seinem hellen Stimmchen: "Ohhh, woher weißt du das denn?" Ich entgegnete: "Weißt du, ich mag Dinos auch und gucke gerne Filme über die, aber wenn die so brüllen bekomme ich Angst"

Der kleine Mann grinste und meinte: "Ich würde dich dann vor dem wilden Dino beschützen, echt!" Ein Schmunzeln ging über mein Gesicht. "Oh ja, das glaub ich dir, kleiner Dinozähmer" "Bin kein Dinozähmer, ich bin ein Dompteuuur" piepste das Kerlchen.

"Hihihi, das ist aber echt super!" meinte ich. Der Name der nächsten Haltestelle schallte plötzlich aus dem Lautsprecher. Die Mama des Jungen schaute von ihrem Smartphone auf, nahm den Kinderwagen und packte den Kleinen hart am Arm. Er schaute traurig, ich winkte und sein Gesichtchen wurde freundlich. Er winkte zurück, mit seinem grünen Plüschdino.

"Tschüss, kleiner Dinodompteuuur" rief ich ihm zu, ein letztes Winken. Die Bahn fuhr weiter. Seine kleine Gestalt war nun meterweit weg. Aber eines blieb, sein Geschenk an mich: Sein Lächeln und seine Worte.

Kann ein Kinderlächeln einen grauen Novembertag in einen Frühling verwandeln? Ja! Und ein trauriges Herz erwärmen.

Liebe Grüße

2 Kommentare

Hinweis: um Missbrauch vorzubeugen, werden Kommentare von uns überprüft und manuell freigeschaltet. Neue Kommentare erscheinen deshalb nicht sofort.

Eine Kadse

Eltern die emotional nicht für ihre Kinder da sind, sind wirklich schlimm. Auch wenn man im Leben natürlich nichts mit der einen Ursache erklären kann, waren meine Eltern wohl der Anfang warum ich schon so viel Potenzial verschwendet und dunkle Wege gegangen bin. Da verbringt man seit jeher mehr Zeit in anderen Realitäten als der Echten und tickt vielleicht auch noch etwas anders als der Durchschnitt und irgendwann realisiert man, dass man dank jahrelanger sozialer Isolation nicht mal einen gut klingenden deutschen Kommentar schreiben kann. Und überhaupt vor allem Neid und vielleicht Hass auf den Autor hat, da man selbst noch nie zu so einer Interaktion in der Lage war, obwohl man doch auch pädophil ist.

Angelo

Hallo Eine Kadse; Du gegen mich brauchste keinen Neid geschweige denn Hass zu haben. Ich habe auch Einsamkeit kennengelernt und Traurigkeit.

Ich bin nicht pädophil;bin lediglich sehr kinderlieb und ein transsexueller Mensch Und Christ und optimistisch das Beste aus meinem Leben zu machen.

Ein Kinderlächeln zu erwidern ist doch so einfach und auch ein paar nette Worte zu sagen. Das gilt bei mir nicht nur für Kinder;sondern auch für alle Menschen die freundlich sind im Bus oder im Park. Lieber Gruß Angelo

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag